Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar, 15. April 2026. „Die Beschlüsse der Koalition zur Entlastung von Unternehmen und Bürgern wirken kurzatmig und wenig durchdacht. Falsch ist unter anderem die sogenannte steuer- und sozialabgabenfreie 1.000-Euro-Entlastungsprämie, die in Wahrheit eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen darstellt.
Hier macht sich die Bundesregierung einen schlanken Fuß, indem sie die Verantwortung auf die Unternehmen schiebt, von denen viele aber selbst massiv unter Druck stehen.
Viele Betriebe würden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne unterstützen. Doch steigende Energiepreise, wachsende Lohnnebenkosten und immer neue bürokratische Anforderungen bringen viele Unternehmen zunehmend in Bedrängnis. Die zuletzt gestiegenen Insolvenzzahlen sind ein deutliches Warnsignal. Vor diesem Hintergrund wirkt die geplante sogenannte Entlastungsprämie wie ein Geschäft zu Lasten Dritter, nämlich der Unternehmen.
Die zusätzlich angedachte befristete Senkung der Energiesteuer kann nur greifen, wenn die Mineralölkonzerne die Entlastung auch eins zu eins weitergeben. Das ist fraglich. Aber selbst wenn: Strukturell bringt diese Maßnahme keine Entlastung.
Was die Wirtschaft jetzt braucht, sind keine kurzatmigen Einzelmaßnahmen, sondern Verbesserungen der strukturellen Rahmenbedingungen: Dazu zählen spürbare Entlastungen bei Steuern und Abgaben, die Eindämmung der steigenden Lohnnebenkosten und ein konsequenter Regulierungsabbau. Nur so können Unternehmen wieder die notwendigen Spielräume bekommen.“
Quelle: Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar
Zuletzt aktualisiert am 15. April 2026, 14:03
































