Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar – Nach einem erwartungsgemäß harten Duell beim starken Aufsteiger JC Rüsselsheim haben die Männer des JSV Speyer am Samstag einen 7:7-Unentschieden erreicht und einen Punkt mit nach Hause gebracht. Zur Halbzeit hatten die Speyerer nach mehreren unglücklich verlaufenen, sehr engen Kämpfen mit 3:4 in Rückstand gelegen.
Felix Bächle sorgte mit einem souveränen Sieg für einen optimalen Auftakt für die Gäste, aber dann musste sich Max Düsterdiek in einem Marathon-Kampf über acht Minuten knapp geschlagen geben. Vincent Schiffler zeigte in seinem ersten Auftritt für den JSV eine starke Leistung, kassierte aber kurz vor Schluss eine kleine Wertung und musste ebenfalls abgeben. Ähnlich unglücklich verlief der Kampf für Dimitri Gochilaidze, der gegen Frank De Wit in Führung ging, aber danach zwei Wertungen kassierte, als sein Gegner jeweils die Würfe des Georgiers übernehmen konnte um damit die Wertung für sich zu verbuchen. Pierre Ederer konnte dann mit einem großen Kraftakt gegen den ehemaligen Olympia-Teilnehmer Michael Zgank den JSV im Kampf halten. Zweimal ging er in Führung, zweimal glich der Rüsselsheimer aus, bevor Ederer nach eineinhalb Minuten Verlängerung mit einem spektakulären Wurf den Kampf für sich entschied. Mit diesem Rückenwind hoffte der JSV, im folgenden Kampf auszugleichen. Viktor Driller lieferte sich ein Kampf auf Augenhöhe mit seinem Gegner Nils Faßmann und wurde dabei immer wieder gefährlich, musste sich am Ende aber in der Verlängerung geschlagen geben. Ganz wichtig war unter diesem Umständen, dass Tom Snijders im Abschlusskampf – bei seinem Debüt für Speyer – einen souveränen Auftritt hatte und den Kampf zu jeder Zeit zu im Griff hatte, auch wenn er am Ende nur mit Yuko (der kleinsten Wertung) gewann. Damit war noch alles drin für die Speyerer, die schon öfter nach einem 3:4-Pausenrückstand zurückgekommen sind, was auch an der Tiefe des Kaders liegt, so dass die vorgeschriebenen Wechsel in der Aufstellung ohne Qualitätsverlust vorgenommen werden können. Und so kam es auch: Bächle gewann erneut souverän und schnell zum Auftakt, und danach konnte der eingewechselte Fabian Häßner trotz einer gerissenen Bizeps-Sehne in einem weiteren Marathon-Kampf über fast acht Minuten den Sieg sichern in der Klasse bis 60 Kilogramm, der im ersten Durchgang an die Gastgeber gegangen war.
Philipp Kappis unterlag dann trotz einer engagierte Leistung zum erneuten Ausgleich, doch dann gelang Dimitri Gochilaidze die Revanche für die unglückliche Niederlage im ersten Durchgang, als er mit einem spektakulären Uchi-Mata gegen De Wit gewann. Allerdings schaffte der Rüsselsheimer Zgank dann ebenfalls eine erfolgreiche Revanche gegen Pierre Ederer, und Franz Haettich musste sich Daniel Stamm geschlagen geben, so dass ein Speyerer Sieg rechnerisch nicht mehr möglich war. Der Druck lastete auf den Debütanten Tom Snijders, wenigstens das Unentschieden zu retten – und das gelang dem Niederländer mit einer souveränen Leistung über die gesamte Kampfzeit.
„Die Mannschaft hat mal wieder eine tolle Moral gezeigt – mehrmals zurück zu kommen nach Rückständen ist ein großer Erfolg, gerade angesichts der verletzungsbedingten Ausfälle, die wir hatten. Es sah aber zwischendurch auch so aus, als wären wir auf der Siegerstraße, deshalb hatten wir etwas gemischte Gefühle nach dem Kampf. Wir sind aber mit einem Sieg und einem Unentschieden absolut im Soll. Es kommt uns entgegen, dass der nächste Kampf ausfällt wegen des Rückzugs von Backnang und wir erst im Juni wieder ran müssen – zu Hause gegen den Top-Favoriten Abensberg. Wir hoffen natürlich, dass die Verletzten bis dahin wieder fit werden, und dann können wir optimistisch in die nächsten Kämpfe gehen“, so JSV-Teamchef Michael Görgen-Sprau.
Quelle: JSV Speyer
Zuletzt aktualisiert am 13. April 2026, 09:26


































