
Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Herr Hofbauer, Amtsleiter des Tiefbauamts, die aktuelle Situation der bestehenden Brücke. Die Konstruktion ist statisch nicht mehr zuverlässig messbar. Aus Sicherheitsgründen wurde die Brücke bereits auf eine maximale Belastung von 3,5 Tonnen begrenzt. Die Brücke steht derzeit unter digitaler Dauerüberwachung.
Eine grundlegende Sanierung ist nach aktuellem Stand nicht möglich. Daher plant die Stadt einen vollständigen Ersatzneubau. Neben der neuen Hauptbrücke ist auch ein separater Steg für den Radverkehr vorgesehen, die geplante Auf- und Abfahrt auf der Ziegelhäuser Seite soll künftig über die Brahmsstraße erfolgen, um die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer deutlich zu verbessern.
Eine Verlegung des Brückenstandorts wurde geprüft, ist jedoch aufgrund der notwendigen Auffahrtshöhen und der beengten Tallage nicht umsetzbar. Eine solche Lösung würde erhebliche Eingriffe in die bestehende Infrastruktur erfordern.
Der Rückbau der bestehenden Brücke soll später abschnittsweise erfolgen. Dabei ist vorgesehen, den Abriss mit Unterstützung der neuen Brücke „scheibchenweise“ durchzuführen. Die vorhandenen Brückenpfeiler sollen möglichst erhalten bleiben. Eine genaue Prüfung durch ein spezialisiertes Unternehmen ist für Mai 2026 geplant.
Während der Bauphase wird derzeit auch über provisorische Lösungen für den Fuß- und Radverkehr nachgedacht. Der Anschluss einer Fuß- und Radbrücke befindet sich noch in Planung. Parallel dazu werden mögliche Anpassungen bei den ÖPNV-Verbindungen sowie Flächen für Baustelleneinrichtungen geprüft. In diesem Zusammenhang wird auch die Nutzung der Fläche „Kuchenblech“ diskutiert, die für viele Ziegelhäuserinnen und Ziegelhäuser eine besondere Bedeutung hat.
Auch mögliche Änderungen im Busverkehr wurden angesprochen. So könnte eine Verlegung der bestehenden Haltestellen auf der Ziegelhäuser Seite in Richtung Kleingemünder Straße notwendig werden.
Der derzeitige Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2029 vor. Während der Bauphase müssen Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder mit kurzfristigen Sperrungen rechnen.
Eine häufig diskutierte Alternative – ein Fährbetrieb über den Neckar – wurde ebenfalls thematisiert. Frau Sauer erklärte, dass eine solche Lösung aus genehmigungsrechtlichen Gründen sowie aufgrund der hohen Kosten nicht realisierbar sei. Zudem müsste eine Fähre barrierefrei sein und könnte bei Hochwasser nicht zuverlässig betrieben werden.
Die Veranstaltung zeigte das große Interesse der Bürgerschaft an der Zukunft der Brücke. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Anliegen einzubringen.
Quelle: „Die Heidelberger-“ Gemeinderatsfraktion
Zuletzt aktualisiert am 13. März 2026, 22:59




































