Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Cinema Quadrat: Wochenprogramm:
Ciné-Club
Hass – La Haine
FRA 1995. R: Mathieu Kassovitz. D: Vincent Cassel, Hubert Koundé, Saïd Taghmaoui, Karim Belkhadra, Benoît Magimel. 97 Min. FrzOmdtU. FSK: 12
24 Stunden in der Pariser Banlieue Chanteloup-les-Vignes: In der Nacht zuvor hatte es Krawalle gegeben, nachdem die Polizei einen der Bewohner lebensgefährlich verletzte hatte. Drei Freunde – der Jude Vinz, der Schwarze Hubert, der Araber Saïd – finden die Pistole, die einer der Polizisten verloren hat. Vinz schwört, einen der Beamten zu töten, wenn Abdel sterben sollte…
Der Film gilt als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er Jahre: Er wurde unter anderem mit dem César als bester Film, Mathieu Kassovitz in Cannes als bester Regisseur ausgezeichnet. In bestechendem Schwarz-Weiß schildert Kassovitz – in Anlehnung an ein reales Ereignis – das trostlose Leben in den französischen Banlieues, geprägt von Gewalt, Diskriminierung, Perspektivlosigkeit; in den Hauptrollen drei Jugendliche, die je eine der benachteiligten Minderheiten der französischen Gesellschaft repräsentieren.
Einführung: Céline Herrera Navarro, Institut Français Mannheim
Termin:
Do. 26.2., 19:30 Uhr
Film & Theater
Alexis Sorbas
USA/GBR/GRC 1964. R: Michael Cacoyannis. D: Anthony Quinn, Alan Bates, Irene Papas. 141 Min. EnglOmdtU. FSK: 16
Ein intellektueller Engländer erbt auf Kreta ein halb verfallenes Kohlebergwerk. Und schließt dort Freundschaft mit Alexis Sorbas – einem Schlitzohr, Lebenskünstler, Freigeist, der vor Vitalität strotzt und der allen Schicksalsschlägen zum Trotz Sirtaki tanzt. Einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte!
Inhaber*innen von Eintrittskarten für „Bohuslav Martinů im Musiksalon“ des Nationaltheater Mannheim erhalten ermäßigten Kinoeintritt; mit Kinoticket gibt es 25 % Rabatt auf den Theatereintritt.
Einführung mit Daniel Joshua Busche (NTM, Dramaturg Oper)
Termin:
Fr. 27.2., 19:00 Uhr – Achtung, frühere Uhrzeit!
Kinderkino
Best of Tricks for Kids
Acht Kurz-Animationsfilme. Ohne Dialoge. 60 Min. FSK: 0 – Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Die Kinderjury des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart hat gewählt: Die besten Kurztrickfilme des ITFS 2025 gehen auf große Tour. Warum sind die Vögel in Paris so chic angezogen? Und kann der kleine Kolibri Familie Faultier retten? Kommt mit auf eine filmische Reise um die Welt: ein Familienurlaub am Strand, Monster im Schwimmbad oder Schweine im Kloster – hier gibt es richtig viel zu erleben.
Damit Kinder weltweit das Programm genießen können, sind alle Filme FSK 0 geprüft und ohne Dialoge.
Wir danken dem Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart! Die nächste Ausgabe findet vom 5. bis 10. Mai statt.
Früh kommen lohnt sich! Ab 14:30 Uhr Mini-Workshop: Bastele dein eigenes bewegtes Zauberbild!
Eintritt: 5 € für alle
Termin:
Sa. 28.2., 15:00 Uhr
Grindhouse Double Feature
Zwei Überraschungsfilme der Extraklasse
Der Grindhouse-Februar steht ganz im Zeichen der Action! Zuerst 80er B-Action allererster Videothekengüte. Dabei versucht der Film mit sämtlichen Brechstangen, wie ein A-Film daherzukommen. Gelingt ihm das? Die Handlung fassen wir übrigens mal so zusammen: Mann gegen Armee. Im Anschluss gibt’s endlich mal wieder Ninja-Action (in englischer Sprache)! Dieses Mal treten sie sogar paarweise auf UND es wird divers! Der Soundtrack wurde natürlich eigens für den Film komponiert und auch sonst wurden keine Kosten und Mühen gescheut… ach, glaubt uns eh niemand.
Double-Feature-Karten: 11,50 € / 8,50 € erm. / 7,50 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.
Termin:
Sa. 28.2., 19:30 Uhr
In Memoriam Béla Tarr
Satanstango
HUN/DEU/CHE 1994. R: Béla Tarr. D: Mihály Víg, Putyi Horváth, Peter Berling, László Fe Lugossy. 450 Min. UngarOmenglU. FSK: k. A.
Eine siebeneinhalbstündige Untergangsvision – eine grandiose Reise in die Finsternis. Die letzten Bewohner einer verlassenen Siedlung machen sich auf, ihrem elenden Dasein zu entfliehen, und folgen den Versprechungen eines falschen Propheten.
Den Roman von László Krasznahorkai, der auch am Drehbuch mitarbeitete und 2025 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, verfilmte Béla Tarr in langen, kunstvollen Einstellungen – ein Meisterwerk. Am 6. Januar ist der große ungarische Filmemacher im Alter von 70 Jahren verstorben.
Wir zeigen den Film mit mehreren Pausen.
Eintritt: 15 € / 12 € erm. / 11 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.
Termin:
So. 1.3., 11:00 Uhr
Großes Kino
Boulevard der Dämmerung
USA 1950. R: Billy Wilder. D: Gloria Swanson, William Holden, Erich von Stroheim, Nancy Olsen. 110 Min. EnglOmdtU. FSK: 12
Wie kam es dazu, dass der Drehbuchautor Joe Gillis tot im Swimmingpool liegt? Das deckt der Film BOULEVARD DER DÄMMERUNG auf, wobei er sich in sarkastischer Weise mit den Mechanismen der Traumfabrik Hollywood auseinandersetzt.
Als der bankrotte Gillis zufällig auf die ehemalige Stummfilm-Diva Norma Desmond stößt, nimmt sie ihn kurzerhand bei sich auf, um ihr Comeback als Hollywoodstar zu sichern. Norma lebt vergessen und abgeschottet von der Welt mit ihrem treuen Butler Max in einer Villa. Trotz des Aufstiegs des Tonfilms hält sie an der alten Zeit fest und verliert sich allmählich in ihr.
BOULEVARD DER DÄMMERUNG ist ein dramatischer Film über die Problematik der Hollywoodbranche und die Sehnsucht nach Berühmtheit. Er wurde für 11 Oscars nominiert und gewann in den Kategorien „Bestes Szenenbild“, „Beste Musik“ und „Bestes Originaldrehbuch“.
Einführung: Dorothee Höfert
Termin:
Mo. 2.3., 19:30 Uhr
Zum Bundesstart
Crocodile Tears
IDN/FRA/SGP/DEU 2024. R: Tumpal Tampubolon. D: Yusuf Mahardika, Marissa Anita, Zulfa Maharani. 98 Min. IndonesischOmdtU. FSK: 12
Johan lebt und arbeitet in einen Krokodilpark, den seine dominante Mutter betreibt, der die Raubreptilien näher zu stehen scheinen als ihre Mitmenschen. Als sich Johan sich in Arumi, ein Mädchen aus der Stadt, verliebt, gerät das fragile Nähe- und Kontrolle-Verhältnis zur Mutter völlig aus den Fugen.
Ein Coming-of-Age-Film über eine Mutter-Sohn-Beziehung, ein Sozialdrama über den abgeschiedenen Alltag in Westjava – und Tierhorror mit freudianischen Motiven: Der indonesische Debütfilm sorgt mit beeindruckenden Bildern, schwül-bedrohlicher Atmosphäre, schleichender Spannung und furiosem Schauspiel für eine unvergessliche Filmerfahrung.
Termin:
Di. 3.3. & Mi. 4.3., 17:30 Uhr
Im Fokus: Kristen Stewart
Twilight – Biss zum Morgengrauen
USA 2008. R: Catherine Hardwicke. D: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Sarah Clarke. 122 Min. EnglOmdtU. FSK: 12
Bella Swan, 17 Jahre alt, verliebt sich in ihren Mitschüler Edward Cullen – der ist zurückhaltend, abweisend, hat eine erstaunliche Reaktionsfähigkeit: Er ist ein Vampir. Ein Vampir, der sich ebenfalls zu Bella hingezogen fühlt, ein Vampir, der sich nur von Tierblut ernährt. Doch kann er sein instinktives Verlangen nach Menschenblut zügeln?
Eine Teenager-Romanze zwischen Mensch und Vampir: Der Jugendbuch-Bestseller von Stephenie Meyer ist ein Mega-Blockbuster, der vier Fortsetzungen und eine riesige Fankultur-Szene nach sich zog – Kristen Stewart und Robert Pattinson wurden zu Stars; beide haben es geschafft, der Hollywood-Franchise-Maschinerie zu entkommen.
Termin:
Di. 3.3., 19:30 Uhr
Film & Regie
Die treibende Kraft – Leben und Werk der Künstlerin Angelika Nain
DEU 2025. R: Klaus Peter Karger. Dokumentarfilm. 78 Min. FSK: 0
Angelika Nain ist eine von mehr als 50 000 Bildenden Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland. Seit fast 30 Jahren versucht sie vom Kunstschaffen zu leben. In mehr als 50 Einzel- und Gruppenausstellungen waren seitdem ihre Werke zu sehen – Malerei, Objekte und Druckgrafik, die ihre Lebenserfahrungen etwa in der Flüchtlingshilfe spiegeln. Ihre Einkommenssituation war jedoch immer prekär und geprägt durch Nebentätigkeiten. Nain steht damit exemplarisch für die Mehrzahl der Bildenden Künstlerinnen und Künstler in Deutschland. Es gibt diese treibende Kraft, die sie nie aufgeben lässt. Trotzdem bleibt die Frage: Was ist uns Kunst wert? „Empathisches Porträt über eine beeindruckende Persönlichkeit und Künstlerin.“ (kino-zeit.de) – „Als Porträt und sozialer Appell unbedingt sehenswert.“ (Badische Zeitung)
Anschließend Filmgespräch mit Regisseur Klaus Peter Karger.
Termin:
Mi. 4.3., 19:30 Uhr
Quelle:
Cinema Quadrat e.V.
Zuletzt aktualisiert am 20. Februar 2026, 15:59







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