Speyer/Metropolregion Rhein-Neckar. Mit spürbarem Engagement und einem klaren Fokus auf die aktuellen Her-ausforderungen hat der Diözesanvorstand der Malteser im Bistum Speyer am ver-gangenen Samstag seine jährliche Klausurtagung im Priesterseminar Speyer abge-halten. Die Teilnehmenden blickten nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, son-dern setzten wichtige Akzente für die zukünftige Ausrichtung des Malteser-Dienstes in der Region. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Stärkung des Ehrenamtes, die Weiter-entwicklung des Bevölkerungsschutzes, Fragen der Spiritualität sowie Lehren aus aktuellen Krisenereignissen. Der mehrtägige Stromausfall in Berlin Anfang Januar – verursacht durch einen Anschlag auf zentrale Versorgungsleitungen – war dabei ein zentrales Beispiel dafür, wie verwundbar moderne Infrastruktur ist und wie wichtig ein leistungsfähiger Katastrophenschutz bleibt. Diözesanleiter Prof. Dr. Christopher Wolf betonte besonders die Bedeutung der Ehrenamtlichen, die das Rückgrat der Malteser-Arbeit bilden: „Unsere Ehrenamtlichen sind das Herz unseres Dienstes. Der Blackout in Berlin hat ge-zeigt, wie schnell eine Situation kippen kann und wie entscheidend gut ausgebildete und motivierte Helferinnen und Helfer sind. Wir wollen ihnen die bestmöglichen Rahmenbedin-gungen bieten – durch verlässliche Strukturen, klare Prozesse und eine starke Gemein-schaft.“
Stellvertretender Diözesanleiter Matthias Geist hob die Kraft des Miteinanders in der ca. 15.000 Mitglieder umfassenden Hilfsorganisation hervor: „Die Malteser leben vom Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt, von Blaulichtdiensten und sozialen Angeboten. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. Gerade in einer Zeit, in der neue Krisenlagen realistischer denn je erscheinen, müssen wir unseren Teams Orientierung, Un-terstützung und Wertschätzung geben.“ Auch die spirituelle Dimension nahm breiten Raum in den Gesprächen ein. Diöze-sanoberin Dr. Andrea Reimsbach erinnerte daran, dass die Malteser-Arbeit zwi-schen der Saarpfalz und der Vorderpfalz tief im christlichen Glauben verwurzelt ist:
„Unsere Spiritualität trägt uns – gerade in fordernden Situationen. Sie hilft unseren Kame-radinnen und Kameraden, Belastungen zu bewältigen, geerdet zu bleiben und im Dienst am Nächsten verbunden zu handeln. Eine starke innere Haltung macht unseren Dienst menschlich und verlässlich.“
Quelle
Foto: Malteser Speyer
Zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2026, 09:15







































