Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Nach über 16 Jahren verabschiedet die Evangelischen Stadtmission Heidelberg ihren theologischen Vorstand Pfarrer Matthias Schärr in den Ruhestand. Neben seiner Position als hauptamtliches Mitglied des Vorstands war Pfarrer Schärr auch als Geschäftsführer der Trägergesellschaft und acht Jahre als Geschäftsführer der Suchtkrankenhilfe der Stadtmission tätig. Die feierliche Entlassung von Pfarrer Schärr aus dem aktiven Dienst durch die badische Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart findet am 29. Januar in der Friedenskirche in Handschuhsheim statt. In seiner Abschiedspredigt greift Pfarrer Schärr das biblische Motto der Stadtmissionen „Suchet der Stadt Bestes“ auf, dem er sich verpflichtet sah: „Mein Ziel war stets, die Stadtmission in der Stadt Heidelberg und den anderen Gemeinden, in denen unsere Einrichtungen für Menschen da sind, zu vernetzen.“Bei dieser Vernetzung war er sehr erfolgreich: Aktionen wie der sozial-diakonische Adventsmarkt auf dem Friedrich-Ebert-Platz, welchen Schärr zusammen mit dem Diakonischen Werk und dem Caritasverband gründete, oder die Weihnachtsfeier auf dem Heidelberger Hauptbahnhof, zusammen mit der ökumenischen Bahnhofsmission, dienen bis heute diesem Ziel. Die Jubiläen der Heidelberger Stadtmission – allen voran der „runde“ Geburtstag von 150 Jahren im Jahr 2012 – wurden genutzt, um mit Festakten, Ausstellungen und Diskussionsrunden das, was die Stadtmission ausmacht, bei den Menschen in Heidelberg ins Bewusstsein zu rufen. So ist die Stadtmission heute durch Schärrs Wirken nicht nur vernetzt mit den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden, sondern mit allen sozialen Trägern, mit kommunalen und anderen staatlichen Stellen und mit den Stadtmissionen in Deutschland und Europa. Wichtig war Pfarrer Schärr stets, dass die Stadtmission Teil der Evangelischen Kirche ist und als solcher wahrgenommen wird. Die Gründung der Heidelberger Stadtmission im Jahr 1862 beruhte auf bürgerschaftlichem Engagement frommer Kaufleute. Ihre christliche Einstellung motivierte sie, Menschen zu helfen, die in Not geraten sind. An dieses initiale Engagement hat Schärr immer wieder angeknüpft in der Überzeugung, dass es Aufgabe von Diakonie ist, Anwalt der Schwachen und Hilfsbedürftigen zu sein. Dieses christliche Menschenbild leitete Pfarrer Schärr in allen Dingen, auch bei organisatorischen und wirtschaftlichen Entscheidungen oder im Dialog mit Mitarbeitenden, denen er ein wichtiger Gesprächspartner war. Pfarrer Schärr ist es schließlich gelungen, die Finanzierung des Werkes der Stadtmission auf breitere Grundlage zu stellen und auf diese Weise Vorhaben zu ermöglichen, für die sonst keine Mittel zur Verfügung gestanden hätten. Durch seine aktive Mitarbeit in verschiedenen Stiftungen und seine Kontakte zu Sponsoren konnte beispielsweise die Klinikseelsorgestelle im Krankenhaus St. Vincentius finanziert werden. „Ich bin dankbar für die vielen wertvollen Kontakte in Heidelberg und darüber hinaus, die letztendlich den einzelnen hilfsbedürftigen Menschen zugutekommen.“ sagt Schärr rückblickend. Der Nachfolger von Pfarrer Schärr, Dennis Kramer, hat sein Amt bereits mit dem Jahreswechsel angetreten.
Über die Evangelische Stadtmission Heidelberg
Die Evangelische Stadtmission Heidelberg engagiert sich in vielfältigen Arbeitsfeldern der Diakonie. Sie verbindet fachliche Hilfe mit gelebter christlicher Nächstenliebe – im Dienst am Menschen und zum Wohl der Stadt.
Quelle: Evang. Stadtmission Heidelberg e. V.
Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2026, 17:02






































