Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Seggiano Toskana / Ludwigshafen am Rhein — Das Castello di Potentino und der Kunstverein Ludwigshafen (KVLU) geben den Start von Perpetuum Potentino – Artist Residency bekannt, einem neuen jährlich stattfindenden Residenzprogramm in der Toskana. Unterstützt von Friends of Potentino lädt das Programm jedes Jahr eine:n Künstler:in ein, die:der vom Kunstverein Ludwigshafen ausgewählt wird, um einen Monat am Castello di Potentino zu leben und zu arbeiten – einem mittelalterlichen Bau mit etruskischen Fundamenten im
Herzen der toskanischen Kulturlandschaft.
Die Residenz umfasst Unterkunft, Reisekosten, eine Materialpauschale sowie kuratorische und institutionelle Begleitung. Perpetuum Potentino versteht sich als Ort konzentrierter künstlerischer Arbeit jenseits urbaner Zentren und zeitlicher Beschleunigung. Im Mittelpunkt stehen Kontinuität, Reflexion und Prozesshaftigkeit – als bewusster Gegenentwurf zu den Sichtbarkeits- und Produktionszwängen der Gegenwart. Die eingeladenen Künstler:innen sind dazu angeregt, sich mit der vielschichtigen Geschichte Potentinos auseinanderzusetzen – von seinen antiken und mittelalterlichen Spuren bis hin zu seiner heutigen Funktion als kultureller Begegnungsort inmitten von Weinbergen und Olivenhainen.
2026 Künstlerin in Residenz:
Die erste Künstlerin der Residenz Perpetuum Potentino ist Monilola Olayemi Ilupeju, eine nigerianisch-amerikanische Künstlerin und Autorin, mit Wohnsitz in Berlin. Sie wird sich von März bis April diesen Jahres in Seggiano aufhalten. Ilupeju arbeitet medienübergreifend mit Malerei, Text, Performance und Installation. In ihrer Praxis verhandelt sie intime Erfahrungen von Nähe, Gewalt und Heilung ebenso wie Fragen kultureller Verzerrung, Erinnerung und Identität. Sie absolvierte ihr Studium an der New York University mit Auszeichnung und ist Alumna der Skowhegan School of Painting and Sculpture sowie des BPA// Berlin Program for Artists. Ihre Textsammlung Earnestly erschien 2022 bei Archive Books. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen unter anderem The Wishing Well (Art Basel: Statements, PSM, Basel, 2025), Monilola Olayemi Ilupeju: BloodLetter (Kestner Gesellschaft, Hannover, 2024) sowie BloodLetter (PSM, Berlin, 2024). Während ihres Aufenthalts in Potentino wird sie sich mit den historischen, materiellen und ökologischen Bedingungen des Ortes auseinandersetzen und ihre künstlerische Forschung zu Erinnerung, Körperlichkeit und Wissensweitergabe vertiefen.
Im vergangenen Jahr wurde Monilola Olayemi Ilupeju mit dem ZONTA-PREIS 2025 ausgezeichnet. Der Kunstverein Ludwigshafen bedankt sich ausdrücklich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Zonta Club Ludwigshafen, der die Auswahl der Künstlerin unterstützt hat.
Ilupeju wurde als erste Teilnehmerin der Residenz Perpetuum Potentino im Rahmen dieser Auszeichnung ausgewählt, wodurch sich die Förderung künstlerischer Exzellenz mit einem nachhaltigen Residenzformat verbindet.
Der Kunstverein Ludwigshafen
Perpetuum Potentino ist Teil des umfassenden Engagements des Kunstvereins Ludwigshafen, experimentelle und interdisziplinäre künstlerische Praktiken zu fördern und Räume zu schaffen, in
denen zeitgenössische Kunst in einen Dialog mit Geschichte, Landschaft und kollektiven Vorstellungswelten tritt. Der Kunstverein Ludwigshafen verbindet die Metropolregion mit den Künstler:innen unserer Zeit. Als gemeinnützige Kunstinstitution unterstützt der Kunstverein Ludwigshafen lokale wie internationale Künstler:innen, die sich in einer entscheidenden Phase ihrer künstlerischen Laufbahn befinden.
Ziel ist es, die Vielfalt der zeitgenössischen Kunstlandschaft durch Neuproduktionen, Ausstellungen, Recherchen und kritische Interpretationen nachhaltig zu fördern. Der Kunstverein versteht sich dabei als offene, kollaborative Institution, die ein breites Spektrum interdisziplinärer Künstler:innen unterstützt und Raum für experimentelle Entwicklung, kreatives Arbeiten und freie Entfaltung bietet.
Quelle: Kunstverein Ludwigshafen
Zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2026, 14:31







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