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Übergabe Förderbescheid Dr. Wolfgang Schell und MP Alexander Schweitzer 12 x 9 cm

Ludwigshafen – 76,6 Millionen Euro Förderung für Erweiterungs- Neubau des Krankenhauses Zum Guten Hirten

Übergabe Förderbescheid Dr. Wolfgang Schell und MP Alexander Schweitzer 12 x 9 cmLudwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Wichtiger Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in Ludwigshafen
(ab) Das Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Versorgung: Das Land
Rheinland-Pfalz fördert den geplanten Erweiterungs-Neubau des Fachkrankenhauses mit 76.581.000 Euro. Damit werden auch für die Zukunft die baulichen Voraussetzungen für eine moderne, patientenorientierte geriatrische und psychiatrische Versorgung geschaffen.
Bereits 2011 gab es erste Gespräche mit dem Land Rheinland-Pfalz über bauliche Erweiterungen. Vor dem Hintergrund, dass das Gebäude aus den 30er- und 60er – Jahren als ein Krankenhaus der Regelversorgung gebaut war, passte es nicht mehr zu den räumlichen Anforderungen eines modernen Fachkrankenhauses mit den beiden Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie und Klinik für Innere Medizin und Geriatrie mit Intensivmedizin. Dies wurde umso deutlicher, da der Bedarf beider medizinischen Schwerpunkte weiter stieg. In den letzten Jahren habe man mit mehreren Millionen aus Eigenmitteln renoviert, energetisch
saniert und auch immer wieder modernisiert, so Dr. Wolfgang Schell, Vorstand der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern, Träger des Krankenhauses Zum Guten Hirten in Ludwigshafen und des Sankt Vincentius Krankenhauses in Speyer sowie der drei Schulen für Pflegeberufe, Ergo- und Physiotherapie Speyer. „Es ist das richtige Krankenhaus im falschen „Körper“, fasst Schell das Problem zusammen. „Nur dank des außergewöhnlich hohen persönlichen Einsatzes aller Mitarbeitenden ist uns die Patientenversorgung in dieser hervorragenden Weise möglich.“

Der geplante Erweiterungs-Neubau mit einer Gesamtfläche von über 16.000 qm schafft hier deutliche und nachhaltige Verbesserungen. Das Gesamtraumvolumen von über 60.000 m3, entspricht in etwa 60 Einfamilienhäusern. Dieses Raumangebot ermöglicht künftig die Unterbringung der Patienten ausschließlich in 1-, und 2- Bettzimmern. Darüber hinaus werden ausreichend Büros für Ärzte und Therapeuten geschaffen. Ein besonderer Schwerpunkt des Neubaus liegt auf der therapeutischen Versorgung: Es entstehen zahlreiche neue, moderne Therapieräume für Physiotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie und Logopädie – sowohl für Einzel- als auch für Gruppentherapien. Damit werden die therapeuti-
schen Angebote deutlich ausgeweitet und „durch kurze Wege“ besser in den Stationsalltag integriert – ein zentraler Baustein für eine ganzheitliche Behandlung insbesondere älterer und psychisch erkrankter Patientinnen und Patienten.

Künftig wird die Klinik für Geriatrie und Innere Medizin mit Intensivstation vier statt bisher drei Stationen umfassen, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie fünf statt vier Stationen. Insgesamt wird das Fachkrankenhaus dann über 204
Betten und Plätze auf neun vollstationären Stationen sowie über eine psychiatrische Tagesklinik mit 34 teilstationären Plätzen verfügen. Das neue Bettenhaus besteht dann aus insgesamt 6 Geschossen mit der Möglichkeit, ein weiteres
Vollgeschoss aufzustocken.

Darüber hinaus wird es im neuen Gebäudetrakt einen eigenen Zugang mit Liegendanfahrt für Akutfälle geben. Ergänzt wird dieser Bereich im Erdgeschoss durch neue Räume für Röntgen, Endoskopie und Funktionsdiagnostik, die eine zeitgemäße und effiziente medizinische Versorgung ermöglichen.
Ein technisches Highlight des neuen Gebäudes ist die nachhaltige, regenerative Energieversorgung – ein Pilotprojekt für Rheinland-Pfalz. So wird beispielsweise die Wärme- und Kälteversorgung über Sole-Wasser-Wärmepumpen mit ge-
othermischen Sondenfeldern realisiert – kombiniert mit einem Fernwärmeanschluss und einer Photovoltaikanlage. Heizung und Kühlung der Räume erfolgt über energieeffiziente Heiz- und Kühldecken, die zugleich ein positives Raumklima fördern.

Das Wegeleitsystem des neuen Krankenhauses Zum Guten Hirten wird maßgeblich bestimmt durch einen neuen Haupteingang, das bedeutet der „Gute Hirte wird gedreht“ und ist dann der Mannheimer Straße zugewandt.

Mit dem Klinikneubau wird zudem ein eigenständiges Technikgebäude errichtet. Ergänzend entsteht ein Parkdeck mit zwei Geschossen, das künftig 87 Pkw-Stellplätze sowie 30 Fahrradstellplätze bietet und damit die Erreichbarkeit des Krankenhauses für Mitarbeiter und Besucher deutlich verbessert. Das so dargestellte Bauprojekt des Krankenhaus Zum Guten ist mit den geplanten Gesamtkosten in Höhe von ca. 89,2 Mio. € und einem Eigenanteil von ca.12,6 Mio. € das größte in der Geschichte des Trägers, der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern in Ludwigshafen und Speyer.
Das Großprojekt, das nun im April 2026 startet, wird den Krankenhausbetrieb nicht beeinträchtigen. Bereits vor 2031, d.h. vor Abschluss der letzten Baumaßnahmen werde man sich mit dem Umzug der Stationen in den neuen Gebäudetrakt beschäftigen, so Schell. In einem weiteren Bauabschnitt werde sodann das Bestandsgebäude saniert.
OB LU Prof. Dr. Blettner 12 x 9 cm
Der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen, Prof. Dr. Klaus Blettner, betont die Bedeutung der Investition für die Stadt: „Diese Förderung ist ein Meilenstein für Ludwigshafen. Sie stärkt die medizinische Versorgung unserer Stadt nachhal-
tig und ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitswesens.“

Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit: „Gemeinsam mit dem Träger investieren wir mit der Förderung der Baumaßnahme am Krankenhaus Zum Guten Hirten in ein modernes Fachkrankenhaus, das den aktuellen Anforderungen an die psychiatrische und geriatrische Versorgung mehr als gerecht wird, energetisch neue Maßstäbe setzt und so den Patientinnen und Patienten in Ludwigshafen und der Metropolregion Rhein-Neckar nachhaltig zugutekommt“, so Ministerialdirektorin Katharina Heil im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit.
Ministerpräsiendet Alexander Schweitzer 12 x 9 cm
Auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer unterstreicht die Tragweite der Entscheidung: „In einer Zeit, in der viele Krankenhäuser unter großem wirtschaftlichem Druck stehen, setzt das Land Rheinland-Pfalz ein klares Zeichen. Wir
stehen als starker und verlässlicher Partner an der Seite der Krankenhäuser. Das ist ein klares Versprechen an die Patientinnen und Patienten ebenso wie an die Mitarbeitenden.“
Mit dieser Investitionsentscheidung geht das Krankenhaus Zum Guten Hirten einen großen Schritt in Richtung einer erfolgreichen Weiterentwicklung – zum Wohle der Patientinnen und Patienten, der Mitarbeitenden sowie der Kranken-
haus-Stiftung und des Krankenhauses insgesamt.

Über das Krankenhaus Zum Guten Hirten
Das Krankenhaus Zum Guten Hirten hat eine lange Tradition als Ludwigshafener Allgemeinkrankenhaus in kirchlicher Trägerschaft. Gegründet wurde es 1935 auf der Ludwigshafener Parkinsel; dort, im „Privatkrankenhaus am Stadtpark“ nah-
men die Niederbronner Schwestern ihre Arbeit auf. Heute ist es ein modern geführtes Fachkrankenhaus mit 204 stationären und
teilstationären Behandlungsplätzen in zwei Kliniken: Die Klinik für Geriatrie und Innere Medizin mit Intensivstation sowie die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die für die psychiatrische Krankenhausbehandlung aller erwachsener Pati-
enten aus der Stadt Ludwigshafen zuständig ist.
Mit mehr als 300 Mitarbeitenden bietet das Haus eine individuelle und fachlich fundierte Patientenversorgung in einem persönlichen Umfeld. Im Jahr 2025 waren dies über 6.000 Patientinnen und Patienten stationär und ambulant.

Quelle: Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen

Zuletzt aktualisiert am 19. Januar 2026, 15:59

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