
Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar – Kinderuni zum Thema Demenz greift Ergebnisse des partizipativen
Forschungsprojekts „Spezialisierte ambulante Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Familien“ (SABD-Fam) auf
Unter dem Titel „Papa und Mama haben wenig Zeit, weil Oma so vergesslich ist“ widmete sich die Kinderuni-Reihe im Dezember auf kindgerechte Weise
dem Thema Demenz. Dr. Doris Arnold, Lehrkraft für besondere Aufgaben für Pflegewissenschaft am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen, brachte gemeinsam mit
Heike Dauser und Martina Felber, Fachberaterinnen Demenz von den Maltesern Nord- und Ostwürttemberg, sowie Bianca Knerr-Müller und Daniela Herda von den Maltesern Hessen,
Rheinland-Pfalz und Saarland den Kindern nahe, was Leben mit Demenz bedeutet.
Mit anschaulichen Geschichten, kindgerechten Erklärungen sowie praktischen Übungen
unterstützten die Expertinnen die Kids dabei, zu verstehen, was sich bei Demenz im Gehirn
abspielt und wie sich die Lebenswelt von Menschen mit Demenz gestaltet.
Forschungsprojekt „Spezialisierte ambulante Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Familien“ (SABD-Fam)
Damit griffen Dr. Doris Arnold und die Kolleginnen der Malteser auf die Erkenntnisse eines
Forschungsprojekts zurück, dessen Abschlussbericht gerade erscheint: Das Modellprojekt
„Spezialisierte ambulante Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Familien“, kurz
SABD-Fam, zielt darauf ab, eine stabile, personenzentrierte Versorgung von Menschen mit
Demenz zu Hause zu ermöglichen und dabei die Angehörigen effektiv zu unterstützen.
Im Mittelpunkt des an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG
LU) durchgeführten Teilprojekts stand die Entwicklung und Umsetzung von SABD-Fam: Zwei
berufserfahrene Pflegepersonen bildeten sich zunächst wissenschaftlich weiter und
begleiteten im Anschluss als „Fachberater*innen Demenz“ von Demenz betroffene
Menschen und deren Familien. Sie setzten dabei u.a. verstehende Diagnostik ein.
Damit können sie Bedürfnisse von Menschen mit Demenz erkennen, die hinter sogenanntem
„herausforderndem Verhalten“ stehen und gezielte Lösungsvorschläge machen. Während
der Erprobung entwickelten die beiden Fachberater*innen Demenz das Angebot als co-
forschende Expert*innen aus Erfahrung in enger Zusammenarbeit mit Dr. Doris Arnold
kontinuierlich weiter.
Die Umsetzung des Versorgungskonzepts SABD-Fam fand in zwei Einrichtungen der
Malteser in Ellwangen im Ostalbkreis statt: in einem „Demenzdienst“ (Angebot zur
Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI) sowie in einem ambulanten Pflegedienst. Neben
der spezialisierten Begleitung der Familien führten die Fachberater*innen Demenz
Fallbesprechungen zu einzelnen von ihnen begleiteten Menschen mit Demenz in den
Einrichtungen durch. Besonders komplexe Fälle stellten sie in interdisziplinären
Fallbesprechungen vor und besprachen diese gemeinsam mit einem Psychotherapeuten,
einer Fachärztin für Geriatrie und einer Sozialarbeiterin.
Zum Hintergrund:
Das Projekt „Spezialisierte ambulante Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren
Familien“ (SABD-Fam) wurde vom Malteser Hilfsdienst e.V. in Auftrag gegeben und
finanziert, sowie durch die Veronika-Stiftung gefördert. Die Umsetzung des insgesamt 18-
monatigen Projekts (November 2023 bis April 2025) erfolgte in Diensten des Malteser
Hilfsdienstes. Die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen war unter
Leitung von Dr. Doria Arnold für die Entwicklung und Umsetzung des Versorgungskonzepts
SABD-Fam verantwortlich; das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
(DZNE), Standort Witten, führte unter Leitung von Dr. Bernhard Holle die begleitende
Prozessevaluation durch.
Nähere Infos unter: www.malteser.de/standorte/ellwangen/sabd-fam.html
Quelle: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
Zuletzt aktualisiert am 10. Januar 2026, 10:21



































