Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. (ots) Anfang September des vergangenen Jahres wurde eine 52 jährige Frau über den Messenger-Dienst WhatsApp von einer unbekannten Person kontaktiert. Der Täter versprach ihr, mit angeblich sicheren Investitionen schnell und ohne großes Risiko hohe Gewinne erzielen zu können. Die Geschädigte zeigte Interesse und wurde daraufhin in zwei WhatsApp Gruppen aufgenommen, in denen weitere vermeintliche Anleger aktiv waren.
Im Vertrauen auf die Seriosität der Angaben tätigte die Frau Überweisungen von über 10.000 Euro auf verschiedene Konten. Die Beträge wurden anschließend auf ein Konto der Geschädigten innerhalb einer App namens „BMA Pro“ gutgeschrieben, wo sich ihr angeblicher Gewinn rasch auf 96.000 Euro summierte.
Als die Frau die Auszahlung ihres Gewinns beantragte, forderte der Täter zunächst eine Provision von 20 Prozent des Gewinns. Da sie diesen Betrag nicht aufbringen konnte, verlangte er schließlich eine Vorauszahlung von 4.500 Euro sowie die Abgabe des restlichen Gewinns. In der Hoffnung, die Auszahlung zu erhalten, kam die Geschädigte dieser Forderung nach.
Ein Transfer des vermeintlichen Gewinns von ihrem „BMA Pro“-Konto auf ihr reguläres Bankkonto war jedoch nicht möglich.
Nach aktuellem Ermittlungsstand beläuft sich der Gesamtschaden auf über 14.000 Euro.
Beachten Sie die Tipps Ihrer Polizei, um sich vor Anlagebetrug zu schützen:
– Seien Sie misstrauisch bei Kontaktaufnahmen über
Messenger-Dienste, insbesondere wenn es um Geldanlagen, schnelle
Gewinne oder Investitionen geht.
– Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger arbeiten
häufig mit Zeitdruck oder angeblichen „einmaligen Chancen“.
– Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen oder
ausländische Konten, auch nicht in kleinen Beträgen oder als
vermeintliche „Gebühren“ oder „Provisionen“.
– Prüfen Sie Finanzangebote immer kritisch. Seriöse
Finanzdienstleister kommunizieren nicht über WhatsApp oder
private Chatgruppen.
– Installieren Sie keine Apps, die Ihnen von Fremden empfohlen
werden, und geben Sie keine persönlichen Daten oder Zugangsdaten
preis.
– Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrer Bank oder der Polizei, bevor
Sie Geld überweisen oder persönliche Informationen weitergeben.
– Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Sie misstrauisch werden
oder ungewöhnliche Forderungen gestellt werden.
Zuletzt aktualisiert am 8. Januar 2026, 09:03

































