Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Der Neujahrsempfang der Stadt Ludwigshafen stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Amtswechsels zum neuen Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner, der das Amt von Jutta Steinruck übernimmt. Bei der Veranstaltung am 7.1.2026 im prallgefüllten Pfalzbau wurde er von Bürgermeister Andreas Schwarz vereidigt und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Desweiteren wurde die traditionelle Neujahrsbrezel von der Bäckerinnung überreicht und es standen mehrere Reden auf dem Programm.
Für Auflockerung des Abends sorgten in diesem Jahr Kinder der Wittelsbach-Grundschule sowie verschiedene Abteilungen der Städtischen Musikschule, die mit dem Ensemble Musica Viva, dem Kammerorchester und dem Sinfonischen Blasorchester zwischenzeitlich wiederholt musikalische Entspannung verbreiteten. Bewusst verzichtet wurde hingegen auf einen Jahresrückblick des Jahres 2025.
https://www.youtube.com/watch?v=M2wJgF5qiiY
Beim traditionell etwas ausgedehnten Neujahrsempfang skizzierte Blettner in seiner Rede seine Visionen und Vorstellungen der Zukunft und versprach sich voll und ganz für das Wohle der Stadt einzusetzen. Er sei zuversichtlich, dass Ludwigshafen die kommenden Herausforderungen meistern könne und appellierte an den Zusammenhalt der Bürger sowie der Entscheidungsträger.
Mit Staatsminister Michael Ebling, Dr. Katja Scharpwinkel von der BASF, Mannheims OB Christian Specht, Dr. Peter Uebel als Vertreter der Stadtratsfraktionen und Michael Steitz, dem Personalratsvorsitzenden der Verwaltung, standen zudem diverse Grußworte auf dem Programm.
Oberbürgermeister Blettner betonte, er wolle mit viel Zuversicht in die Zukunft gehen und sich in seiner jetzt beginnenden Amtszeit vollumfänglich für die positive Gestaltung der Stadt einsetzen. Es gäbe dabei viele Herausforderungen zu bewältigen, sei es infrastrukturell, sozial oder auch wirtschaftlich.
Sein Fokus läge auf dem gesellschaftlichen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft, der Bewältigung der angespannten Finanzlage, der Kooperation mit den Nachbargemeinden und dem Land sowie einer Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit im Stadtgebiet. Auch die Kultur dürfe nicht zu kurz kommen, sagte er in seiner Antrittsrede. Man könne mehr und man könne stark sein. Zuversicht sei daher besonders wichtig, betonte er.
Neben vielen Glückwünschen an den neuen OB, fielen die Ansprachen der Grußwortredner und -rednerin in einen ähnlichen Tenor. Man hoffe, mit Herrn Blettner positiv zusammenzuarbeiten und gemeinsam etwas zu erreichen, um Ludwigshafen in eine erfolgreichere Zukunft führen zu können.
Staatsminister Ebling kündigte an, Ludwigshafen, als zweitgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz, bei den großen Herausforderungen zu unterstützen und auch finanziell zu fördern, soweit dies seitens des Landes möglich sei. Ludwigshafen habe als Tor zur Pfalz und als Industriestandort eine hohe Bedeutung für das Bundesland. Ludwigshafen habe neben allen Herausforderungen auch Stärken, die man nicht vergessen sondern vermehren sollte.
Katja Scharpwinkel sah u.a. die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung Ludwigshafens als einen der Hauptfaktoren für die Zukunft. Sie betonte zudem die Bedeutung einer funktionierenden Gesellschaft für die Stadt und wünschte Blettner eine erfolgreiche Amtsausführung. Die BASF sei sich ihrer Rolle und Verantwortung für Ludwigshafen durchaus bewusst.
Blettners Mannheimer Amtskollege Christian Specht betonte u.a. die starke Verbindung der beiden Städte und die Bedeutung dieser Verbindung für die gesamte Region, sei es kulturell, gesellschaftlich oder wirtschaftlich. Er sicherte Blettner seine Unterstützung bei der Bewältigung der Aufgaben zu und proklamierte den Schulterschluss beider Kommunen und die Bereitschaft zur Kooperation. Zudem gab er Blettner einige hilfreiche Tipps von Oberbürgermeister zu Oberbürgermeister mit auf den Weg.
Dr. Peter Uebel, der als Vertreter aller Fraktionen des Stadtrates sprach, betonte die Wichtigkeit einer vertrauensvollen, offenen und dialogreichen Zusammenarbeit zwischen dem Stadtoberhaupt und dem Stadtrat. Er bekräftigte die grundsätzliche Unterstützung für den Oberbürgermeister durch die Fraktionen und hoffe auf eine Hauruck- und Aufbruchstimmung unter dem neuen Stadtoberhaupt. Er legte dabei auch viel Wert auf den Bildungsbereich und die Zusammenführung der Stadtgesellschaft.
Der Personalratsvorsitzende Michael Steitz betonte die Wichtigkeit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Blettner und der Verwaltung. Man sei erfreut und hoffnungsvoll, dass dies gelingen kann. Die Angestellten der Verwaltung seien motiviert und kompetent und stünden dem Oberbürgermeister mit ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten zur Seite.
Viel Applaus vom Publikum erhielten insbesondere die Musiker und Musikerinnen der Städtischen Musikschule und der Wittelsbach-Grundschule für ihre vielfältigen und facettenreichen Aufführungen diverser Stücke von John Lennon, Shelley Hanson, Johann Strauß, Dimitri Schostakowitsch, Jacob de Haan und Julius von Beliczay.
Alles in allem, stand der diesjährige Neujahrsempfang unter dem Stern der Hoffnung auf positive Veränderungen in vielen Bereichen und einen erhöhten Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft. Auf den neuen Oberbürgermeister wartet in jedem Fall viel harte Arbeit, um dies zu erreichen.
Text/Videobericht: Raphael Ebler
Zuletzt aktualisiert am 9. Januar 2026, 14:27

































