Rheinland-Pfalz / Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ – Bereit für die Zukunft – Starke Investitionen von über 630 Millionen Euro zur Verbesserung der baulichen und digitalen Infrastruktur in Wissenschaft und Gesundheit.
In der vergangenen Woche wurde im rheinland-pfälzischen Landtag das Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ vorgestellt. Ab 2026 sollen aus dem vorgesehenen Landes-Sondervermögen, das sich aus Bundesmitteln speist, für einen Zeitraum von 12 Jahren insgesamt 1,9 Milliarden Euro für Infrastrukturinvestitionen des Landes zur Verfügung gestellt werden. Für den Bereich Wissenschaft und Gesundheit sind dabei 631,7 Millionen Euro vorgesehen – rund ein Drittel der Mittel, die aus dem Sondervermögen insgesamt für Landesmaßnahmen zur Verfügung stehen. Das bedeutet eine Verstärkung von rund 52 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zur regulären Haushaltsplanung des Landes.
Mit diesen Mitteln ist der Weg frei für eine starke und wirksame Investitionsoffensive. „In vielen Bereichen können wir so zusätzlich Infrastrukturen ausbauen oder modernisieren. Mit dem Rheinland-Pfalz-Plan haben wir nun die Chance, gezielt Investitionsschwerpunkte zu setzten. So können wir als Land unsere Hochschulen und Krankenhäuser maßgeblich dabei unterstützen, ihre bauliche und digitale Infrastruktur weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen“, so Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch.
Konkret heißt das: Die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur profitiert mit 369,2 Millionen Euro im besonderen Maße. Diese Mittel werden zusätzlich in zukunftsfähige Infrastruktur für modernes und zeitgemäßes Lehren und Lernen an den Hochschulen investiert. Das beträchtliche Volumen unterstreicht die hohe Bedeutung der Hochschulen für die Landesregierung – als Innovationsmotoren und als Orte hervorragender Lehre für die Fachkräfte von morgen. Mit den zusätzlich aus Mitteln des Sondervermögens geplanten Hochschulbaumaßnahmen werden an den Hochschulstandorten im Land die baulichen Erneuerungen zusätzlich beschleunigt und zugleich die Zielsetzungen des Landes für klimaneutrale Landesliegenschaften weiterverfolgt.
Zur Stärkung der medizinischen Versorgung und Investitionen in Krankenhäuser sieht das geplante Sondervermögen einen Gesamtbetrag von 133,7 Millionen Euro für zwölf Jahre vor. Damit werden die Mittel für Investitionen in die Krankenhausinfrastruktur des Landes deutlich aufgestockt. Es sollen klassische Krankenhausinvestitionen unterstützt und ein Investitionsprogramm für Klima- und Hitzeschutz, Energie- und Innovationsmaßnahmen zur Verbesserung der bestehenden Krankenhausinfrastruktur aufgelegt werden. Mögliche Maßnahmen sind dabei etwa energetische Maßnahmen wie Dämmungen, Photovoltaikanlagen oder die Nutzung von Geothermie. Dies mit einem Gesamtvolumen von rund 109 Millionen Euro. Außerdem sind ein Investitionsprogramm zur Erstausstattung der geplanten Regiokliniken in Rheinland-Pfalz und Projekte für die „Modellregion Patientensteuerung und ambulante Verzahnung“ mit einem Volumen von 12 Millionen Euro geplant.
„Damit wird das Sondervermögen maßgeblich dazu beitragen können, die Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz in einem Dreiklang zu gestalten: Spezialisierte große Kliniken für die komplizierten Eingriffe, mittelgroße Zentren für die schweren Notfälle und Akuteingriffe, und schließlich Regiokliniken in Stadt und Land, vor allem für die Alltagsnotfälle“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch. Insbesondere das Konzept der Regioklinik solle das Angebot abrunden, vor allem durch ambulante Leistungen, potentiell aber auch pflegerische Angebote zum Übergangsmanagement nach Behandlungen im Krankenhaus. Das schließe für ältere Menschen und deren Familien eine wichtige Versorgungslücke, gerade nach Behandlungen in hochspezialisierten Kliniken. „Auf diese Weise nehmen wir das ganze Land in den Blick und tragen dazu bei, die flächendeckende medizinische Versorgung zu sichern. Auch und gerade im ländlichen Raum gibt es so eine schnelle Erreichbarkeit von medizinischen Angeboten bei einer hohen Spezialisierung für eine qualitativ gute Versorgung“, führt Hoch weiter aus.
Darüber hinaus sollen 116,3 Millionen Euro für Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung unter anderem für den Ausbau einer Strategie besonders leistungsfähiger Rechnerkapazitäten eingesetzt werden. Auf diese Weise werden wir als Land die steigenden Rechenbedarfe in der Wissenschaft unterstützen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag, die Wissenschaft in Rheinland-Pfalz zukunfts- und wettbewerbsfähig aufzustellen. Weitere 12,5 Millionen Euro sollen für Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung der Gesundheits- und Verwaltungsinfrastruktur bereitgestellt werden.
Quelle:
Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP
Zuletzt aktualisiert am 15. Dezember 2025, 14:57

































