Mainz – Ministerpräsident Alexander Schweitzer: Rheinland-Pfalz präsentiert sich als innovativer Biotechnologiestandort
Am Morgen reiste Bundeskanzler Friedrich Merz im Rahmen seiner Antrittsbesuche aller Bundesländer nach Rheinland-Pfalz. In Mainz wurde er von Ministerpräsident Alexander Schweitzer empfangen. In einem Vier-Augen-Gespräch erörterten Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Alexander Schweitzer Maßnahmen, um aus der aktuellen wirtschaftlichen Rezession in Deutschland zu kommen. Neben dem Sondervermögen, um Investitionen anzukurbeln und damit die Wirtschaft zu beleben, spiele auch Bürokratieabbau und ein enger Dialog mit der Chemie- und Pharmabranche eine große Rolle, so Alexander Schweitzer. Rheinland-Pfalz sei – wie Deutschland im Ganzen – stark exportorientiert, daher seien offene Grenzen und faire Zölle von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Thema war auch die Umsetzung der föderalen Modernisierungsagenda, die der Bundeskanzler und Ministerpräsident Alexander Schweitzer erst wenige Tage zuvor vorgestellt hatten. In der anschließenden gemeinsamen Sitzung des Ministerrates stellte die Landesregierung dem Bundeskanzler unter anderem den „Rheinland-Pfalz Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ vor. Damit gehört das Land zu den ersten Ländern, die bereits eine gesetzliche Grundlage dafür schaffen, wie das Sondervermögen umgesetzt und in welchen Bereichen es eingesetzt wird.
Im Anschluss lud Ministerpräsident Alexander Schweitzer den Bundeskanzler ein, einen Leuchtturm der rheinland-pfälzischen Biotechnologiestrategie zu besichtigen: TRON ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut und steht beispielhaft für den Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz. Es gehört zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Akteuren und die Landesregierung gehört zu den Gesellschaftern. Zentraler wirtschaftlicher Forschungspartner für TRON ist BioNTech SE. Biotechnologie ist ein Regierungsschwerpunkt; daher waren auch die stellvertretende Ministerpräsidentin, Katharina Binz, Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Wissenschaftsminister Clemens Hoch und Finanzministerin Doris Ahnen anwesend.
„Rheinland-Pfalz hat es geschafft durch seine exzellenten universitären- und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu einem bedeutenden Biotechnologiestandort zu werden“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer anlässlich des ersten Besuchs von Friedrich Merz als Bundeskanzler in Rheinland-Pfalz. Biotechnologie sei nicht nur in Rheinland-Pfalz ein Schwerpunktthema, sondern auch ein solches, dem sich die Bundesregierung verschrieben habe. Er sehe es als Bestätigung, dass das Thema Biotechnologie auch in der Hightech-Agenda der Bundesregierung prominent hervorgehoben wurde und das Ziel verfolgt wird, Deutschland zum weltweit innovativsten Biotechnologiestandort zu entwickeln.
„Mein Besuch bei TRON hat für mich greifbar gemacht, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie ist, damit der Standort Mainz, das Land Rheinland-Pfalz, die Rhein-Main-Region und Deutschland insgesamt im internationalen Wettbewerb bestehen können. Das Innovationsökosystem in Mainz zeigt, wie Ideen auf den Markt gelangen können, wenn exzellente Forschungseinrichtungen und Hochschulen, leistungsstarke Kliniken und innovative Unternehmen inhaltlich, aber wie hier am Standort Mainz auch räumlich, miteinander verzahnt sind. Dann greift die Förderung von Bund und Land in Forschung und Forschungsinfrastruktur so richtig. Das ist hier in Rheinland-Pfalz nach vielen Jahren kontinuierlicher und zuverlässiger Förderung eine absolute Erfolgsgeschichte. Wir brauchen auch weiterhin diese gemeinsame Kraftanstrengung: nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern in ganz Deutschland“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz.
„TRON ist ein außergewöhnliches Erfolgsprojekt rheinland-pfälzischer Wissenschaftspolitik. Es ist ein Leuchtturm der biomedizinischen Forschung, ein Impulsgeber für die medizinische Innovation und ein Motor für die Entwicklung der gesamten Region. Es steht exemplarisch für das, was unser Land auszeichnet: Mut zur Innovation, wissenschaftliche Exzellenz und den Willen, Forschung in konkreten Nutzen für die Menschen zu verwandeln“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Er betonte, dass die Erfolge des TRON ohne das herausragende Engagement seiner Gründerinnen und Gründer und seiner Mitarbeitenden kaum denkbar seien. Die enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin und dem langjährigen industriellen Partner BioNTech habe in den vergangenen Jahren nicht nur zu wissenschaftlichen Durchbrüchen geführt, sondern auch gezeigt, welche enorme Stärke in der Innovationsregion Mainz stecke. Die Rolle des TRON bei der Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen für den COVID-19-Impfstoff sei hierfür eindrucksvolles Zeugnis.
„Der wertschätzende Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Alexander Schweitzer, gemeinsam mit Mitgliedern der Landesregierung, hat uns bestärkt, unseren Weg einer innovativen, translationalen biomedizinischen Forschung konsequent weiterzugehen. Hierbei bleibt unser Anspruch, Forschungsergebnisse aus dem Labor schneller und effizienter zu den Menschen zu bringen, die sie am dringendsten benötigen“, so die Geschäftsführer der TRON gGmbH Matthias Gaida und Michael Ludorf.
„Beim Besuch des Bundeskanzlers in Rheinland-Pfalz standen auch zentrale gesellschaftliche Themen im Mittelpunkt. Familien brauchen verlässliche Unterstützung, Menschen mit Migrationsgeschichte brauchen echte Chancen, und der soziale Zusammenhalt muss jeden Tag gelebt werden. Politik trägt Verantwortung dafür, dass diese Herausforderungen ernst genommen werden und konkrete Lösungen umgesetzt werden. Solche Termine bieten die Gelegenheit, über diese Fragen zu sprechen und Ideen auszutauschen, wie Vielfalt, Teilhabe und Chancengleichheit im Alltag weiter verbessert werden können“, sagte Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration.
Im Rahmen des Besuchs von Bundeskanzler Merz wurde deutlich: „Rheinland-Pfalz ist ein hochinnovativer, international wettbewerbsfähiger Industrie- und Forschungsstandort – in unseren etablierten Branchen ebenso wie im dynamisch wachsenden Biotech- und Life-Science-Sektor. Um diese Stärke in die Zukunft zu führen, brauchen Unternehmen moderne und verlässliche Rahmenbedingungen. Die angekündigten Reformen auf Bundesebene sind dafür ein zentraler Schritt. Darüber hatten wir einen guten Austausch. Jetzt ist wichtig, dass diese Reformen zügig umgesetzt werden. Nur so können Erfolgsgeschichten in diesem internationalen Umfeld auch fortgeschrieben werden“, erklärte Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.
Quelle: STAATSKANZLEI Rheinland-Pfalz
Zuletzt aktualisiert am 9. Dezember 2025, 12:36

































