Weinheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Am Samstagvormittag kam es kurz vor 11 Uhr erneut zu einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der B38-Westtangente und der Viernheimer Straße. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mehrere Fahrzeuge beschädigt und ein Autofahrer leicht verletzt. Der Gesamtschaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei rund 100.000 Euro.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Ampelanlage außer Betrieb, sodass der Verkehr über Beschilderung geregelt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen missachtete ein Autofahrer im Kreuzungsbereich die Vorfahrt eines anderen Pkw. Die beiden Fahrzeuge kollidierten, woraufhin eines der Autos in den Gegenverkehr geschleudert wurde und dort frontal mit einem wartenden Ford S-Max zusammenstieß.
Werkfeuerwehr Freudenberg und Feuerwehr Weinheim im Einsatz
Die Werkfeuerwehr Freudenberg war als Ersthelfer vor Ort, leistete erste Hilfe und übernahm erste Sicherungsmaßnahmen. Die alarmierte Feuerwehr Weinheim stellte bei ihrem Eintreffen fest, dass – entgegen der ersten Meldung – keine Person im Fahrzeug eingeschlossen war. Alle Beteiligten hatten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen.
Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle großräumig ab und koordinierten gemeinsam mit der Polizei die Verkehrsführung. Teilabsperrungen wurden eingerichtet, und der Verkehr wurde – soweit möglich – an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Parallel dazu kontrollierten die Feuerwehrkräfte die beteiligten Fahrzeuge, schalteten Zündanlagen ab, banden auslaufende Betriebsstoffe und streuten die Fahrbahnbereiche ab. Eine Fachfirma übernahm später die weitergehende Reinigung der Straße. Zudem wurden die betroffenen Personen betreut und der Brandschutz sichergestellt. Die polizeiliche Unfallaufnahme dauerte bis etwa 13 Uhr.
Problem: Ignorierte Absperrungen und riskantes Fehlverhalten von Autofahrern
Während der Einsatzmaßnahmen kam es zu mehreren kritischen Situationen:
Trotz klarer Absperrungen versuchten einige Verkehrsteilnehmende, in den gesperrten Kreuzungsbereich einzufahren. Andere nutzten Ausweichmanöver, die von der Verkehrsführung nicht vorgesehen waren – darunter riskante Wendemanöver oder das Befahren von Bereichen, die durch Polizei und Feuerwehr gesperrt waren.
Dieses Verhalten führte zu gefährlichen Situationen und erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich.
Appell für mehr Rücksicht in der Adventszeit
Gerade in der Vorweihnachtszeit, in der Besinnlichkeit und Rücksichtnahme im Mittelpunkt stehen, appellieren die Einsatzkräfte an mehr Geduld und Vorsicht im Straßenverkehr. Ein paar Minuten längerer Fahrweg oder Wartezeit können entscheidende Risiken verhindern – für die eigenen Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmender.
Quelle: Feuerwehr Weinheim (ots)
Zuletzt aktualisiert am 7. Dezember 2025, 20:21

































