Metropolregion Rhein-Neckar – Zum Rentenstreit in der Regierungskoalition erklärt der Bundesvorsitzende
der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, IG BAU-Chef Robert Feiger:
Es gilt das Wort, das geschriebene und das gesprochene – auch und vor allem
bei der Rente. Darauf, was die Regierungskoalition versprochen hat, müssen
sich die Menschen verlassen können.
Dem Koalitionsvertrag – auch durch die Kanzlerwahl – zuzustimmen und dann im
laufenden Regierungsbetrieb bei den fest verabredeten Rentenplänen einen
Bremsklotz setzen, das ist politisch weder geschickt noch verantwortungsbewusst.
Im schlimmsten Fall kann das ein „Stolperdraht für die Demokratie“ werden.
Die aus ihrer Generationenzugehörigkeit heraus argumentierenden „jungen
Abgeordneten“ der Union riskieren viel für ihre Partei – und noch mehr für
Deutschland.
Sie nehmen der Reinigungskraft und dem Bauarbeiter die Perspektive auf eine
sicher geglaubte Rente. Sie spielen mit dem wichtigsten Kapital, das die
Demokratie hat: mit dem Vertrauen. Sie untergraben die Verlässlichkeit, die die
Menschen von einer verantwortungsbewussten Politik erwarten.
Ganz konkret: Hier machen sich junge Bundestagsabgeordnete zu vermeintlichen
„Rettern eines Rentensystems“, in das sie selbst als Abgeordnete – und gerade
auch die Juristen unter ihnen später – vermutlich nie einzahlen werden. Das
macht sie per se schon unglaubwürdig mit ihrer Rentenblockade.
Fest steht: Für eine gute Rente darf es nicht bei dem schwarz-roten
Rentenkompromiss, um den es jetzt geht, bleiben. Für eine gute Rente muss es
beispielsweise auch darum gehen, wie Menschen im Alter wohnen werden: Das
Altwerden in den eigenen vier Wänden – ohne Angst vor explodierenden Mieten.
Stichworte: Endlich wieder Wohneigentum für Durchschnittsverdiener und
deutlich mehr barrierearme Sozialwohnungen durch mehr genossenschaftliches
Bauen.
Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
Zuletzt aktualisiert am 2. Dezember 2025, 22:01

































