Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Der Ludwigshafener BSW-Landtagskandidat Alkasim Al-Jubori kritisiert die jüngsten Aussagen des Bundeskanzlers zum sogenannten „Stadtbild“ und verweist auf die Widersprüchlichkeit der großen Parteien in der Migrationspolitik.
„Über die offensichtlichen Missstände in der deutschen Migrationspolitik darf nicht nur gesprochen werden – es ist höchste Zeit, dass man sie anpackt“, erklärt Al-Jubori. „Aber es ist heuchlerisch, wenn gerade jene politischen Kräfte, die Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete fördern und gleichzeitig billige Arbeitskräfte aus dem Ausland anwerben, sich anschließend am lautesten über die Folgen dieser Politik beschweren.“
Al-Jubori spricht aus persönlicher Erfahrung:
„Ich bin selbst als Flüchtling nach Deutschland gekommen – aus dem Irak. Mein Leben zeigt, wie eng internationale Politik und Migration miteinander verbunden sind. Hätte man sich damals im Irak nicht eingemischt, das Land nicht besetzt, den Diktator erst unterstützt und später gestürzt, wäre ich wahrscheinlich heute gar nicht in Ludwigshafen. Diese Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten hat ganze Regionen destabilisiert – und zwingt bis heute Millionen Menschen, ihre Heimat zu verlassen.“
Als Kandidat des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) plädiert Al-Jubori für eine ehrliche, menschliche und friedensorientierte Migrationspolitik:
„Ja, Migration kann Herausforderungen mit sich bringen – das muss man ansprechen. Aber ohne Ressentiments zu schüren. Wir im BSW stehen für eine Migrationspolitik nach dem Vorbild von Albert Schweitzer. Das bedeutet: die Ursachen der Migration in den Herkunftsländern bekämpfen. Keine Waffenlieferungen in Krisenregionen, keine politischen Abenteuer im Ausland, sondern Unterstützung von Frieden, Diplomatie und guten Lebensbedingungen. Wo Frieden und Perspektiven herrschen, haben Menschen keinen Grund, ihre Heimat zu verlassen.“
„Wenn wir zudem aufhören, Milliarden in Kriege und Waffen zu stecken und dieses Geld stattdessen in unsere Städte und Kommunen investieren, entsteht automatisch ein schöneres Stadtbild – sozial, menschlich und lebenswert für alle.“
Zum Abschluss richtet Al-Jubori einen Appell an alle politischen Verantwortlichen:
„Es geht nicht darum, Tabus zu brechen, sondern Verantwortung zu übernehmen – für den Frieden, für unsere Gesellschaft und für die Zukunft unserer Städte.“
Quelle: BSW Region Vorderpfalz / – Ludwighafen
Zuletzt aktualisiert am 24. Oktober 2025, 08:42






































