Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Die Stadt Ludwigshafen am Rhein erinnert am Mittwoch, 22. Oktober 2025, an die Deportation jüdischer Bürger*innen vor 85 Jahren. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck legt um 11.30 Uhr im Hof der Maxschule in der Innenstadt einen Kranz nieder, um an die Opfer dieses nationalsozialistischen Verbrechens zu erinnern. Die Maxschule, von der aus damals viele der Betroffenen abgeholt wurden, ist seit Jahren ein zentraler Ort des Erinnerns.
Am 22. Oktober 1940 wurden über 6.500 Jüdinnen und Juden aus der Pfalz, Baden und dem Saarland in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich verschleppt – darunter auch 183 Menschen aus Ludwigshafen. Viele von ihnen überlebten die unmenschlichen Bedingungen nicht oder wurden später in Konzentrationslager weitertransportiert und ermordet.
„Das Gedenken an die Deportationen von 1940 ist Mahnung und Auftrag zugleich“, betont Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. „Wir dürfen die Namen und Geschichten der Menschen, die einst mitten in unserer Stadt lebten und dann entrechtet, vertrieben und ermordet wurden, niemals vergessen. Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Heute nicht und in Zukunft nicht.“
Stadt Ludwigshafen
Zuletzt aktualisiert am 22. Oktober 2025, 10:34

































