Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Nach der vergangenen Ortsbeiratssitzung, in der die Eilentscheidung der Stadt Ludwigshafen – in Rheingönheim ein Ausweichquartier für die Oggersheimer Georgensschule zu errichten – vorgestellt wurde, kritisiert die CDU im Ortsbeirat Rheingönheim das Vorgehen der Verwaltung als intransparent, überhastet und unwirtschaftlich
Mit großem Unverständnis reagiert die CDU im Ortsbeirat Rheingönheim auf das Vorgehen der Stadtverwaltung Ludwigshafen, die Errichtung einer sogenannten Ausweichschule für die Georgensschule an der Gabriele-Münter-Straße per Eilentscheidung auf den Weg zu bringen. Der Ortsbeirat wurde lediglich nachträglich informiert – ohne vorherige Beratung oder Anhörung.
„Das ist ein Affront gegenüber dem Ortsbeirat und den Bürgern Rheingönheims“, erklärt Joachim Zell, Vorsitzender der CDU Ortsbeiratsfraktion. „Wir erleben erneut, dass die Verwaltung über die Köpfe der Rheingönheimer hinweg entscheidet – diesmal mit einer Maßnahme von enormer finanzieller Tragweite.“
Kritik an Kosten und fehlender Nachhaltigkeit
Nach den vorliegenden Unterlagen will die Stadt rund 15 Millionen Euro für die Anmietung eines Pavillons über vier Jahre ausgeben – anstatt das Geld in einen dauerhaften Schulneubau zu investieren. Eine Kauf- oder Eigentumslösung, bei der die Container nach Nutzung wieder veräußert werden könnten, wurde offenbar gar nicht geprüft. Damit werden Steuergelder
verschwendet.
Darüber hinaus bleiben ökologische Aspekte vollständig unberücksichtigt. Weder Fassaden- noch Dachbegrünung sind vorgesehen, und die Frage der Heizungsanbindung an das Fernwärmenetz ist offen. „So sieht kein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Schulbaukonzept aus“, so Zell weiter.
Fehlende Transparenz und Zweifel an Bedarfslage
Die CDU bemängelt die fehlende Transparenz über die tatsächlichen Kosten und fordert eine klare Gegenüberstellung von Miet- und Kaufmodellen. Auch der tatsächliche Bedarf sei fraglich: Prognosen eines starken Schülerzuwachses beruhen auf Annahmen, die angesichts sinkender Geburtenraten und geringerer Zuwanderung kaum belastbar erscheinen. Die Stadtverwaltung argumentiert auf einmal vollständig entgegengesetzt zu ihrer eigenen Argumentation, als es um eine Schule FÜR Rheingönheim ging.
Keine Nutzung für die Allgemeinheit – verpasste Chance für den Stadtteil
Die CDU kritisiert zudem, dass das geplante Provisorium nicht für die Allgemeinheit nutzbar sein soll. Räume für Vereine, Lesungen oder Sitzungen sind nicht vorgesehen – ein weiteres Beispiel dafür, dass die Verwaltung an den Bedürfnissen Rheingönheims vorbeiplant.
Langjährige CDU-Forderung nach Grundschule ignoriert
Seit fast einem Jahrzehnt setzt sich die CDU Rheingönheim für den Bau einer neuen Grundschule am gleichen Standort ein – als nachhaltige Investition in die Zukunft des Stadtteils. Diese Forderung wurde von der Verwaltung immer wieder abgelehnt. „Nun wird kurzfristig ein Provisorium geschaffen, das in vier Jahren wieder verschwindet – ohne bleibenden Mehrwert für
Rheingönheim“, kritisiert Zell. Wieder einmal soll Rheingönheim für die Bedürfnisse und Versäumnisse der Stadtverwaltung Ludwigshafen herhalten, welche umgekehrt die Anfragen und Bedürfnisse Rheingönheims seit Jahren geflissentlich ignoriert oder dagegen arbeitet (wie bspw.bei den Planungen zu Neubaugebieten wie dem Kappes oder notwendige Straßensanierungen,
einen Kreisverkehr an der Einmündung Neuhöfer-Straße / Hoher Weg, …).
Die CDU Rheingönheim erhofft sich von den Vertretern Rheingönheims im Ludwigshafener
Stadtrat, den Stadtrat umfassend zu informieren und einen Stopp des Eilverfahrens zu beantragen. Statt einer überhasteten Entscheidung muss die Stadtverwaltung das Projekt in ein geordnetes, transparentes Verfahren überführen, in dem Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und die Interessen Rheingönheims ebenso ernsthaft geprüft werden, wie andere alternative Standorte.
„Rheingönheim verdient keine Notlösungen auf Zeit, sondern dauerhafte Perspektiven“, so das Fazit von Joachim Zell.
Quelle: CDU Ortsverband Rheingönheim
Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2025, 10:15

































