Karlsruhe/Wörth / Metropolregion Rhein-neckar – Mit „absoluter Verärgerung“ haben FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung (Landkreis Karlsruhe) und der Karlsruher FDP-Kreisvorsitzende Nikolai Ditzenbach auf Medienberichte reagiert, dass verschiedene fast baureife Großprojekte auf Autobahnen und Bundesstraßen in Baden-Württemberg wegen Geldmangels von der schwarz-roten Bundesregierung gestrichen werden sollen. Darunter fällt nun auch die fast baureife Zweite Rheinbrücke inkl. Zufahrtswege (B293/B10) zwischen Karlsruhe und Wörth.
Durch Medienberichte wie der Bild-Zeitung und der Schwäbischen Zeitung wurde gerade aufgedeckt, dass am 16. September 2025 ein internes Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an die CDU-Bundestagsabgeordneten in Baden-Württemberg politischen Sprengstoff beinhaltet. Wegen „fehlender finanzieller Mittel“ will CDU-Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nicht nur den für den Südwesten bedeutenden neuen A8-Albaufstieg zwischen Stuttgart und Ulm, sondern auch die „Bundesstraße B293, LGr. RP/BW – B 10 (2. Rheinbrücke), (Teil Baden-Württemberg inkl. Anteil BW an 2. Rheinbrücke) streichen, wie es etwas verklausuliert in den Unterlagen heißt, mit dem sich die CDU-Abgeordneten kommunikativ auf Probleme vor Ort und auch parteiinterne Auseinandersetzungen vorbereiten sollten. „Übersetzt heißt dies, dass die Finanzierung der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth in Gefahr ist. Wir sind deshalb richtig wütend und sauer!“, sagt deshalb FDP-Landtagsabgeordneter Christian Jung.
Zur Disposition stehen ebenso die beiden seit Jahrzehnten geplanten B293-Ortsumgehungen von Jöhlingen und Berghausen im Landkreis Karlsruhe, wie aus dem CDU-Geheimpapier hervorgeht, welches trotzdem das Licht der Öffentlichkeit erblickte. „Diese interne Giftliste ist eine absolute Bankrotterklärung der Verkehrspolitik. Wir kämpfen als Freie Demokraten seit über 15 Jahren für die Zweite Rheinbrücke, um die gesamte Region vor einem Verkehrsinfarkt zu schützen, den wir doch schon jetzt zwischen Baden und der Pfalz täglich erleben“, betonte Nikolai Ditzenbach. Für die beiden FDP-Politiker ist es schleierhaft, dass die Bundesregierung Milliarden-Rekordschulden aufnimmt und dann kein Geld für die Verkehrs-Infrastruktur bei bis 2029 baureifen Projekten mehr hat.
„Wir erwarten besonders von der regionalen CDU und den Abgeordnetenkollegen der Union, dass sie die internen Planungen nicht verschweigen und sich öffentlich gegen die Streichliste und ebenso für die Zweite Rheinbrücke einsetzen und bekennen. Es reicht nicht, intern nur Briefe an Bundesminister zu schreiben und die eigene Basis zu besänftigen. Gerade von der CDU brauchen wir nun ein klares Bekenntnis für die Zweite Rheinbrücke und die weiteren Verkehrs-Großprojekte“, sagte Christian Jung weiter.
Quelle: Dr. Christian Jung Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
Zuletzt aktualisiert am 22. September 2025, 10:29
































