Ramsen / Eisenberg – Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten Hand in Hand – Am heutigen Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Ramsen kurz vor 16 Uhr zu einem Rettungseinsatz in das Waldgebiet rund um den Eiswoog alarmiert. Zur Unterstützung wurde auch die Feuerwehr Eisenberg hinzugezogen, die aufgrund eines „Berufsfeuerwehrtags“ der Jugendfeuerwehr bereits mit Personal im Gerätehaus besetzt war und somit zügig ausrücken konnte.
Am Eiswoog angekommen, führten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Rettung gemeinsam mit dem Rettungsdienst tief in das unwegsame Waldgelände hinein. Die Orientierung erfolgte über die im Wald verteilten Rettungspunkte und GPS-Daten. Nachdem sich das Zielgebiet näherte, war ein weiteres Vorankommen nur noch zu Fuß möglich. Ein erster Trupp – bestehend aus Kräften der Feuerwehr Ramsen (Ramsen 23) und Eisenberg (Eisenberg 11) – machte sich mit einem Rettungsrucksack auf den Weg zur Einsatzstelle.
Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig: Rund 70 Meter abseits des Waldweges mussten die Einsatzkräfte ein sehr steiles und dicht bewachsenes Gelände erklimmen. Die Orientierung erfolgte teilweise nur durch akustische Rufe, bis schließlich erste Hilferufe des Verletzten wahrgenommen werden konnten.
Parallel dazu wurden weitere Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Parkplatz Eiswoog in Bereitschaft gehalten. Nachdem die genaue Lage der Einsatzstelle ermittelt war, konnte sich auch der Rettungsdienst in das Waldgebiet vorarbeiten.
Aufgrund der Verletzungsmuster forderte die Rettungsleitstelle zusätzlich einen Notarzt an, der mit einem Rettungshubschrauber aus Oggersheim eingeflogen wurde. Dieser landete im Bereich des Forsthauses und wurde von dort per Shuttle weitertransportiert. Da jedoch ein direkter Zugang zur Einsatzstelle nicht möglich war, blieb der Notarzt vorerst im Hintergrund. Ein Team aus einem Notfallsanitäter und drei Rettungssanitätern war bereits beim Patienten eingetroffen und übernahm die Erstversorgung.
Ein Transport des Patienten zu Fuß war aufgrund des steilen Geländes mit einer Schleifkorbtrage nicht möglich. In Rücksprache mit dem Notarzt aus dem Hubschrauber wurde entschieden, dass eine luftgestützte Rettung notwendig ist. Daraufhin wurde ein zweiter Rettungshubschrauber aus Kaiserslautern mit Seilwinde alarmiert.
Dieser überflog das Waldgebiet, lokalisierte die Einsatzstelle und konnte einen Notarzt sowie eine spezielle Trage mittels Seilwinde absetzen. Nach medizinischer Stabilisierung wurde der Patient sicher aufgenommen und aus dem unwegsamen Gelände ausgeflogen.
Die Feuerwehren Ramsen und Eisenberg waren rund drei Stunden im kräftezehrenden Einsatz unter hochsommerlichen Temperaturen. Wir wünschen dem Patienten eine baldige und vollständige Genesung.
Quelle: ff Ramsen / Eisenberg
Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2025, 08:50







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