
Weinheim/Metropolregion Rhein-Neckar – Verantwortlich im Förderkreis des (Heimat-)Museums, Stadtführer zu
historischen Themen, Mentor und Förderer des Alten Friedhofs, Literat der Bergstraße und
Heimatforscher – die Palette der Tätigkeiten und Verdienste, die Dr. Alexander
Boguslawski auszeichnet, ist bunt.
Das Engagement des Weinheimer Historikers und
Sozialwissenschaftlers sowie langjährigen Kommunalpolitikers ist weit über die Grenzen
der Stadt hinaus bekannt – und seit Donnerstagabend auch offiziell gewürdigt: Dr.
Alexander Boguslawski gehörte im Alten Rathaus am Marktplatz zu den acht
Persönlichkeiten aus Baden-Württemberg, die vom Arbeitskreis Heimatpflege des
Regierungspräsidiums Karlsruhe mit der Ehrennadel geehrt wurden: Für Verdienste in der
Heimatpflege.
Die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder nahm die Ehrung persönlich vor;
sie ist auch Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege e.V. Der Ort der Feierstunde war
nicht zufällig gewählt. Schließlich ist Weinheim in diesem Jahr Austragungsort der
Heimattage Baden-Württemberg. Sylvia Felder würdigte das große und vielfältige
Engagement Boguslawskis. Es ging durchaus ein Raunen durch den Raum, als die
sämtlichen Tätigkeiten des Geehrten aufgelistet wurden.

Weitere neue Ehrennadelträger an der Seite des verdienten Weinheimers sind die
Heimatforscherin und Autorin Carolin Becker aus Ötisheim, der Heimatforscher Thorsten
Englert aus Hardheim, Catharina Frei, die im Raum Freudenstadt unter anderem
Kleindenkmäler kartiert, Rosie und Wolfgang Müller, die im Raum des Pfinztals unter
anderem Mundart-Gottesdienste hält, Manfred Rapp aus Mühlacker und Rainer Wallinger
aus Mühlacker-Dürrmenz.
Die Regierungspräsidentin zeigte sich durchaus erfreut über das passende Motto der
Heimattage „Heimat ist ein Gefühl“, das sehr gut zur Intention auch des Arbeitskreises
Heimatpflege passe, betonte sie. Sie erinnerte daran, dass die Ehrennadel seit 1996 über
100 Mal vergeben worden sei. Die Träger der Nadel stünden auch stellvertretend für den
gesellschaftlichen Zusammenhalt, den die Heimat verkörpert. Viele Geehrte seien als
Stadtführer, Heimatforscher, Lokalpublizisten, in Museen und der Erwachsenenbildung
engagiert. Die Nadel sei eine Auszeichnung für die Verdienste um die Heimatpflege und
dafür, „was Sie mit viel Gefühl für ihre Heimat geleistet haben“.
Auch Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just betonte den gesellschaftlichen
Stellenwert und die Verdienste der Menschen, die sich um ihre Heimat kümmern. „Heimat
ist Gefühl, Erinnerung, Klang und manchmal Geruch“, beschrieb er. Heimat könne
gleichermaßen ein Ort der Wurzeln und der Sehnsucht sein. Heimat habe aber auch
magische Kräfte, denn „sie gibt uns das Gefühl der Zusammengehörigkeit“. Er lud die
heimatverbundenen Gäste ein, die Stadt der Heimattage dieses Jahr noch öfter zu
besuchen.
Heimatgefühle kamen im Alten Rathaus auch bei der musikalischen Umrahmung auf, zu
der auch junge Schülerinnen der Musikschule Badische Bergstraße zählten. Buffet wurde
Heimattage-Wein gereicht.
Quelle: Stadtverwaltung Weinheim
Zuletzt aktualisiert am 12. April 2025, 12:53


































