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Speyer – Rund 600 Paare feierten im Speyerer Dom ihr Ehejubiläum

Speyer / Metropolregion rhein-Neckar. „Ja sagen zu einem Menschen heißt, den anderen vorbehaltlos annehmen“
Unter dem Leitwort „Liebe miteinander leben“ feierten am Wochenende rund 600 Ehepaare aus dem Bistum Speyer ihr Ehejubiläum. Die zwei Gottesdienste im Speyerer Dom wurden von Weihbischof Otto Georgens zelebriert. Gekommen waren Eheleute aus der gesamten Diözese, die silberne, goldene, diamantene Hochzeit oder ein anderes Jubiläum feierten. Die meisten der Jubelpaare, nämlich 174, feierten in diesem Jahr ihre Goldene Hochzeit. 41 Paare blicken auf 55 Jahre, 100 Paare auf 60 und 32 Paare auf 65 gemeinsame Jahre zurück. An beiden Tagen feierte je ein Paar den 67. Jahrestag ihrer Hochzeit. „Sie sind ein Segen für unsere Zeit, für unsere Gesellschaft, für unsere Kirche. Mit der Erneuerung Ihres Ja-Worts in diesem Gottesdienst legen Sie das Fundament für die kommenden Jahre“, begrüßte Weihbischof Georgens die Ehepaare im Dom zu Speyer.

In seiner Predigt widmete er sich dem „kürzesten Wort in unserer Sprache“ – dem „ja“. „Was steckt in diesem Wort nicht alles drin? Wir gebrauchen es im Alltag. Wenn jemand an die Tür klopft, sagen wir Ja, um uns vernehmbar zu machen. Um eine Aussage als wahr zu bezeichnen, um eine Bitte nicht abzuschlagen, dem anderen entgegen zu kommen, sagen wir Ja“, so Georgens. Ein Ja eröffne einen Horizont, schenke Licht und Freude, Zustimmung.
Das Ja-Wort, das als Anfang einer Ehe gesprochen wurde, gehe noch tiefer, bleibe nicht an der Oberfläche des Alltags: „Ja sagen zu einem Menschen heißt, den anderen vorbehaltlos annehmen“, betonte Georgens.

Auch in der Bibel spiele das Ja bereits eine Rolle: „Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist keiner, der Ja sagt und Nein meint. Im Gegenteil: Er ist durch und durch Ja. Mit ihm sagt Gott ja zu allen seinen Zusagen (2 Kor 1,19-20)“. Jesus habe dieses Ja Gottes bis zuletzt durchgehalten. „Wir können Menschen des Ja sein, denn Gott hat zu uns, zu jedem einzelnen Menschen Ja gesagt, indem er uns als Schöpfer ins Leben gerufen hat“, predigte der Weihbischof. „Dieses Ja Gottes wiederholen wir, wenn wir es einem Menschen zusprechen. Damit sagen wir ihm: Ja, es ist gut, dass es dich gibt.“ Jesus, Gottes Ja-Wort in Person, bilde damit die Mitte einer christlichen Ehe, und biete eine Quelle für Trost, Versöhnung, Treue und Einheit.

„Liebe jubilierende Ehepaare! Dieses Ja hat viele Jahre, Jahrzehnte ihres Lebens ausgefüllt. Wenn Sie diese Zeit an sich vorbeiziehen lassen – beim Blättern in den Fotoalben, bei Gesprächen, durch Filme – was ist alles darin enthalten, seitdem Sie damals zueinander Ja gesagt haben!“ Dieses Ja stehe auch für eine Zeit des Durchhaltens, des zu-dem-anderen-Stehens – auch in herausfordernden Zeiten, in Zeiten des Leids. „Dann Ja zu sagen, wenn der Himmel nicht mehr voller Geigen hängt, sondern nur noch dunkle Wolken zu sehen sind“, betonte Georgens. „Auch angesichts von Versagen, Untreue und Schuld – dennoch Ja sagen: Ja, ich stehe zu dir. Das Ja des Anfangs, ich halte es durch, ich stehe dazu.“

Es sei keineswegs selbstverständlich, dass Beziehungen, Partnerschaften und Ehen gelingen, dass Ehepaare 25, 40, 50, ja 60 Jahre miteinander unterwegs sind. Ehejubiläen seien Anlass für Freude und Dankbarkeit. „Wirkliche Liebe – aus dem Ja-Wort ‚geboren‘ – erweist sich als verlässlich, als Gestaltungskraft für ein Leben, das miteinander geteilt wird“, bekräftigte der Weihbischof.

Am Ende der Gottesdienste erneuerten die Paare ihr Eheversprechen. Sie sprachen zunächst ein Gebet und sagten dann einander die Worte, die sie bei ihrer Eheschließung zum ersten Mal gesprochen hatten. Die Feiern endeten jeweils mit der Einzelsegnung der Ehepaare durch Weihbischof Otto Georgens sowie weitere Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Musikalisch gestaltet wurden die Messen an beiden Tagen von Domorganist Markus Eichenlaub an der Orgel sowie den Kantor:innen Jennifer Kopf (Gottesdienst am Samstag) und Domkantor Joachim Weller (Gottesdienst am Sonntag).
Im Anschluss an die Einzelsegnungen wurden alle Ehepaare zu einer Begegnung in die Domvorhalle und den Domgarten eingeladen und beendeten den Festtag mit einem Tanz rund um den Domnapf. Dazu erklang Livemusik von Walter Ast (Speyer) am Keyboard und Lothar Sprengart (Dudenhofen) an der Trompete.
Zuständig für die Organisation der Jubiläumsfeiern war die Ehe- und Familienseelsorge des Bistums Speyer.

Fotos: Klaus Landry
Bistum Speyer

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