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Heidelberg – „Pop-up Living Lab“ zeigt Technik zum Anziehen! 15 Wochen lang in der Kurfürsten-Anlage – Wechselnde Themenwochen und Veranstaltungen

m „Pop-up Living Lab“ können Besucherinnen und Besucher tragbare Technologien – wie hier eine Virtual-Reality-Brille – ausprobieren. Foto:
Philipp Rothe
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – „Wearable Technologies“ sind kleine tragbare Computersysteme – Technik zum Anziehen. Sie sammeln Fitnessdaten am Handgelenk, messen kontaktlos den Blutzuckerspiegel und machen das Gehen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen wieder möglich. In Heidelberg gibt es zahlreiche Akteure, die sich damit beschäftigen – darunter Spitzenforschung und innovative Unternehmen. Auf Initiative des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg präsentieren sie sich ab sofort in einem „Pop-up Living Lab“ in der Kurfürsten-
Anlage 3.

Interessierte können „Wearable Technologies“ in dem Pop-up Lab ausprobieren und an Vorführungen, Workshops und Mitmach-Veranstaltungen teilnehmen. Jede Woche steht dabei ein anderes Thema rund um „Wearables“ im Fokus. In der ersten Woche geht es darum, wie breit das Spektrum dieser Geräte ist und um die Sensibilisierung für das Parkinson-Syndrom. Später geht es beispielsweise um Anwendungen für Industrie und Handwerk, um die Zielgruppe Kinder und junge Menschen oder um Sport und Fitness. Das Lab ist bis zum 21. September 2024 mittwochs bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr geöffnet sowie je nach Programm. Der Eintritt ist kostenlos. Mehr Infos gibt es auch unter www.heidelberg.de/wirtschaftsfoerderung
> Wissenschaft > Do Tank Network for Wearable Technologies.

„Das Potenzial von tragbaren Technologien ist riesig“, betonte Daniel Bumiller, stellvertretender Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft bei der Eröffnung für geladene Gäste am Dienstag, 11. Juni 2024: „Heidelberg hat gute Startbedingungen, um ein führender Standort im Bereich ,Wearables‘ zu werden. Mit dem Pop-up Living Lab wollen wir die Vernetzung von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft ermöglichen und einen Experimentierraum bieten, in dem neue Produkte entwickelt und erprobt werden.“ Einen Einblick in die Chancen von tragbaren Technologien gaben bei der Eröffnung Impulsvorträge von Christian Stammel, CEO von Wearable Technologies AG, Francesco Missiroli, ARIES Lab (Assistive Robots & Interactive Exosuits/Universität Heidelberg), und Michael Byczkowski, Global Vice President, Head of Healthcare Industry bei SAP.

In der ersten Themenwoche bis Freitag, 14. Juni, erwarten die Besucherinnen und Besucher die folgenden Unternehmen und Programmpunkte:
• BeatMove – Musik als Gehhilfe: BeatMove erleichtert Menschen mit der Parkinson-Krankheit den Alltag, indem es körperliche Aktivität durch rhythmisch synchronisierte Musik fördert. BeatMove ist ein Unternehmen aus Heidelbergs Partnerstadt Montpellier, mit der die Wirtschaftsförderungen der beiden Städte seit zwei Jahren ein Wirtschaftsaustauschprogramm durchführen.
• InnovationLab/KIT/Flexoo – Intelligente Sensoren und Elektronik: Flexoo ist ein Spin-off von InnovationLab. Die GmbH bietet als „Brückenbauer“ zwischen Wissenschaft und Wirtschaft Start-ups, Spin-offs, Unternehmen und Forschungsgruppen ein interdisziplinäres, fachübergreifendes Arbeitsfeld mit moderner Forschungsinfrastruktur im Bereich der gedruckten Elektronik.
• Powered Orthotics: Das Unternehmen entwickelt ein Exoskelett oder eine weiche Orthese für die Hand, die dazu dient, die Bewegungsfunktion einer gelähmten oder schwachen Hand wiederherzustellen.
• Nemlia – Unterstützung für das Pflegepersonal: Das Herzstück des Unternehmens ist eine App, die nicht nur Informationen dokumentiert, sondern Pflegekräfte auch per Push-Nachricht rechtzeitig über unvorhergesehene Vorfälle informiert und so Notfälle präventiv vermeidet. Die mobile Anwendung greift auf Daten aus verschiedenen Quellen zurück und sendet sie den Endbenutzern zum richtigen Zeitpunkt an die zuvor definierten Datenquellen.
• INSPIRE Living Lab und Usability Lab: Das INSPIRE Living Lab ist das erste Labor in Deutschland, das es Start-ups und Unternehmen ermöglicht, das reale MedTech-Forschungszentrum in der Praxis zu testen. Das M²AXI Usability Lab ist in der Abteilung für Biomedizinische Informatik, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg angesiedelt.
• ParkinsonNetz RheinNeckar+: Das Parkinsonnetz RheinNeckar+ mit seinen Netzwerkteilnehmern aus Medizin, Pharmazie, Therapie, Pflege und Sozialmedizin sowie universitären Einrichtungen ist ein durch das biopharmazeutische Unternehmen AbbVie Deutschland unterstütztes medizinisches Versorgungsnetz für Patienten mit Parkinson-Syndromen in der Metropolregion Rhein-Neckar.
• Ping-Pong mit VR – Workshop: Die Tischtennis-Abteilung der TSG Rohrbach e. V. bietet seit September 2022 Tischtennistraining für Parkinson-Patienten. Mehr Infos online unter tsgrohrbach.de/pingpongparkinson.
• Orbit Health GmbH: Die Firma hat Showcases im Gepäck – KI-basierte objektive Darstellung des Parkinsonzustandes mittels Smartwatch 24/7, im Alltag kombiniert mit fachlicher Betreuung mit Telemonitoring durch zertifizierte Parkinsonnurse.
• cue2walk: Die Firma aus den Niederlanden bietet Showcases, einen Workshop und Präsentationen. Der Cue2walk verhindert und behebt durch Parkinson verursachte Gehstörungen; wissenschaftliche Erkenntnisse für die Anwendung zu Hause.

„Do-Tank Netzwerk für Wearable Technologies“ initiiert

Im November 2023 hat das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren das „Do Tank Netzwerk für Wearable Technologies“ ins Leben gerufen. Die Plattform hat das Ziel, Unternehmen und Wissenschaftler zusammenbringen, die sich auf „Wearables“ spezialisiert haben. Durch diese Initiative soll der Austausch von Wissen, Ideen und umsetzbaren Lösungen gefördert werden, um Innovation in diesem Bereich voranzutreiben und regionale Potenziale zu identifizieren und zu stärken. Im Rahmen eines „Summer of Wearables“ finden neben dem Pop-up Living Lab drei Kongresse zum Thema Wearables in Heidelberg statt.

Das „Pop-up Living Lab“ wird im Rahmen des städtischen Programms „Mittendrinnenstadt“ finanziert, das Bundesförderung aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen enthält. Es wird koordiniert vom Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt und mit Unterstützung der Technologiepark Heidelberg GmbH realisiert.

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