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Heidelberg – Stadt schließt ParkPAD-Verfahren für strategische Parkraumpolitik erfolgreich ab! Zertifizierung bietet Basis für weiteres Vorgehen

Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (2.v.r.), Petra Reinmuth (Bürger- und Ordnungsamt), Daniel Kunz (Mitte) und Felix Mersi (links, beide Amt für Mobilität) nahmen für die Stadt Heidelberg das Zertifikat von Daniel Voith (NVBW) entgegen. Foto: Philipp Rothe
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Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Stadt Heidelberg hat als eine der ersten Städte in Deutschland das ParkPAD-Zertifikat für ihre strategische Parkraumpolitik erhalten. Im Laufe des bereits 2023 erfolgten ParkPAD-Verfahrens wurde die strategische Parkraumpolitik der Stadt bewertet, mögliche Lösungsansätze diskutiert und konkrete Maßnahmen abgeleitet. Insgesamt wurde die städtische Parkraumpolitik als gut bewertet. Das Verfahren hat jedoch Verbesserungspotential in einzelnen Bereichen aufgezeigt, zum Beispiel beim Ausbau von Radabstellanlagen oder der „Park and Ride“-Bewirtschaftung. Die Zertifizierung weist nach, dass die Stadt das ParkPAD-Verfahren erfolgreich durchlaufen hat.

„Das ParkPAD-Verfahren hat uns verdeutlicht, an welchen Stellschrauben im Bereich des Verkehrs- und Parkraummanagements wir zuerst drehen müssen, um unsere Verkehrs- und Klimaziele bestmöglich zu erreichen. Jetzt gilt es, die im Abschlussbericht der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg enthaltenen Maßnahmen auch zeitnah anzugehen und zur Umsetzung zu bringen“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität der Stadt Heidelberg.

Vorausgegangen war die Teilnahme an einem Auditverfahren ParkPAD (Parking Policy Audit), das die Stadt in Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) durchgeführt hat. Das Verfahren hilft Städten in Deutschland dabei, die eigene Parkraumpolitik strategisch auszurichten und nachhaltig zu verbessern.

Zwanzigköpfige Arbeitsgruppe soll alle Interessengruppen abbilden

Das ParkPAD-Verfahren ist ein Instrument, um möglichst viele Interessengruppen an der Gestaltung städtischer Parkraumpolitik zu beteiligten. In Heidelberg hat eine zwanzigköpfige Gruppe mit Vertretenden aus Verwaltung, verschiedenen Interessengruppen aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie vier zufällig aus dem Melderegister ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern ein mehrstufiges Verfahren durchlaufen. Vertreten waren in der Gruppe:

• ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club)
• ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club)
• DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)
• Einzelhandelsverband
• Kinderbeauftragte
• Kreishandwerkerschaft
• rnv (Rhein-Neckar-Verkehr Gmbh)
• VCD (Verkehrsclub Deutschland)

Mit der Auswahl sollte die Gruppe möglichst viele Interessen in der Parkraumpolitik abbilden.

Arbeitsgruppe entwickelt in dreistufigem Verfahren einen konkreten Maßnahmenplan

Das ParkPAD-Verfahren fand bereits im vergangenen Jahr statt. In insgesamt drei Stufen wurde zunächst der Ist-Zustand bewertet und anschließend ein konkreter Maßnahmenplan entwickelt:

• In einer ersten Online-Befragung haben die Vertretenden die städtische Parkraumpolitik bewertet und Verbesserungspotenziale genannt.
• Im ersten Treffen wurden Mitte Mai 2023 die Ergebnisse der Online-Befragung ausgewertet, um das Niveau der Parkraumpolitik in Heidelberg zu bewerten und Verbesserungspotenziale beziehungsweise Herausforderungen zu identifizieren. Hierbei wurden unter anderem die Erstellung eines integrierten Parkraumkonzeptes, die Optimierung der Parkraumüberwachung, Verbesserungen des CarSharing-Angebotes und die Notwendigkeit einer umfassenden Kommunikations- und Beteiligungsstrategie für die kommunale Parkraumpolitik genannt.
• Im einem zweiten Treffen im Juni 2023 wurden für den gefundenen Konsens mögliche Lösungen diskutiert und in einem konkreten Maßnahmenplan zusammengefasst.

ParkPAD-Verfahren schafft die Grundlage für weiteres Vorgehen

Durchgeführt wurde das ParkPAD-Verfahren von der NVBW im Rahmen des Kompetenznetzes Klima Mobil, das Kommunen zu Maßnahmen beim Klimaschutz im Verkehr berät und unterstützt. Für Heidelberg bietet sich – aufbauend auf den Ergebnissen des ParkPAD-Verfahrens – die große Chance, die lokalen Herausforderungen im Bereich des Parkens anzugehen und die nachhaltige Mobilität für den Klimaschutz im Verkehr zu fördern. Dieser Maßnahmenplan hat strategisch-konzeptionelle Bedeutung und dient als Ausgangspunkt zur weiteren Bearbeitung der Thematik.

Hintergrund

Das ParkPAD-Verfahren ist Teil einer gesamtstädtischen Neugestaltung der Parkraumpolitik. Mit ihrer Politik möchte die Stadt die Parkraumplanung strategisch angehen und perspektivisch praktische, lokale Lösungen entwickeln. So hat etwa der Gemeinderat in seiner Sitzung am 10. November 2022 die Erarbeitung und Umsetzung eines gesamtstädtischen Parkraumbewirtschaftungskonzepts durch die Stadt Heidelberg beschlossen.

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