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Mannheim – Startchancen-Programm: Bis zu 145 Millionen Euro für 29 Mannheimer Schulen

Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar. 29 Mannheimer Schulen, die heute vom Kultusministerium bekannt gegeben wurden, erhalten in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich bis zu 145 Millionen Euro zusätzliche Förderung von Bund und Land. Das Startchancen-Programm ist mit einem Gesamtvolumen von 20 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren das größte Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Es soll für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit im Bildungssystem sorgen.

„Das ist eine sehr gute Nachricht für die Mannheimer Bildungslandschaft“, zeigte sich Oberbürgermeister Christian Specht nach der heutigen Bekanntgabe erfreut. „Mannheim wird angesichts der besonderen Herausforderungen an seinen Grund-, weiterführenden und beruflichen Schulen überproportional gefördert. So können wir an 29 Schulen zeitgemäße Lernumgebungen schaffen, in bedarfsgerechte Lösungen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung investieren und Personal in multiprofessionellen Teams finanzieren. Damit unterstützt das Land zusammen mit dem Bund nachhaltig unser zentrales Ziel der Bildungsgerechtigkeit.“

Bildungsbürgermeister Dirk Grunert begrüßt diese außergewöhnliche Förderung der Mannheimer Schulen durch das Bildungsprogramm: „Insbesondere die größeren Städte sind mit den Herausforderungen sozialer Ungleichheit konfrontiert. Um hier mehr Bildungsgerechtigkeit zu erreichen, müssen die Ressourcen zielgerichtet dort eingesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist. In den Sozialräumen, in denen mehr Förderbedarf besteht, muss auch mehr Förderung stattfinden. Diesen Ansatz, sozialindiziert zu steuern, setzen wir als Stadt schon lange um. Wir begrüßen sehr, dass das Land Baden-Württemberg nun bei der Schulauswahl ebenso und sehr konsequent verfährt.“

Deutschlandweit erhalten durch das Startchancen-Programm rund 4.000 Schulen in herausfordernder Lage rund eine halbe Million Euro pro Jahr, um mit gezielter Förderung den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Schon im kommenden Schuljahr 2024/25 starten die ersten Schulen in das Programm, das durch die lange Laufzeit bis 31. Juli 2034 Planungssicherheit für alle Beteiligten bietet.

Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Basiskompetenzen, das heißt auf den Grundkompetenzen in Deutsch und Mathematik. Den Startchancen-Schulen kommt dabei eine Vorbildfunktion zu. Erfahrungen und Materialien können in der Fläche helfen, sodass die gesamte Schullandschaft vom Startchancen-Programm profitiert.

In Mannheim werden den Schulen schon seit 2009 zusätzliche Mittel gewährt, wenn sie besondere soziale Herausforderungen zu bewältigen haben. Damit ist die Stadt früh in ein aktives Bildungsmanagement eingestiegen, das sich an der konkreten Situation in den Stadtteilen orientiert.

Mehr als ein Drittel aller Mannheimer Schulen profitieren direkt

In Baden-Württemberg werden in zwei Tranchen insgesamt 540 Schulen ausgewählt, die in das Programm aufgenommen werden sollen. Die Auswahl der Schulen orientiert sich an wissenschaftsgeleiteten Kriterien. In Baden-Württemberg dient der bereits entwickelte Sozialindex dabei als Orientierung. Mannheim profitiert von dem Startchancen-Programm im landesweiten Vergleich besonders stark. Mehr als ein Drittel aller Mannheimer Schulen erhalten eine Förderung aus dem staatlichen Bildungsprogramm. Damit liegt Mannheim in Baden-Württemberg mit an der Spitze.

Etwa 60 Prozent der Fördergelder sollen dabei Grundschulen unterstützen. 40 Prozent der Fördermittel können für weiterführende Schulen und berufliche Schulen verwendet werden.

Drei-Säulen-Struktur

Das Startchancen-Programm basiert auf drei Säulen:

I. Investitionsprogramm für eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung

II. Chancenbudget für bedarfsgerechte Lösungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

III. Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams

Das bedeutet konkret, dass in Säule I Investitionen in hochwertige Ausstattung sowie moderne Infrastruktur und Lernflächen gefördert werden. Die Mittel sollen dafür verwendet werden, einen methodischen bzw. pädagogischen Mehrwert zu bieten, aber auch die Aufenthaltsqualität der Schulen zu fördern. Darunter fallen nicht nur moderne Lernräume, Kreativlabore und Multifunktionsräume, sondern auch Räume für das selbstgesteuerte Lernen wie Schulbibliotheken oder Zonen für die Entspannung. Hier bedarf es einer Co-Finanzierung der Stadt von 30%.

Die Chancenbudgets aus Säule II sollen Schulen unterstützen, guten und modernen Unterricht anbieten zu können und den Gegebenheiten vor Ort Rechnung zu tragen. Dabei wird vor allem die Schulautonomie gestärkt und auf Grundlage gesonderter Vereinbarungen zwischen Schule und Land ein Leitfaden erstellt. Zwei Drittel des Chancenbudgets werden für diesen Leitfaden eingesetzt, ein Drittel steht den Schulen zur freien Verfügung.

Durch die dritte Säule wird schließlich sichergestellt, dass multiprofessionelle Teams Beratung und Unterstützung für Lernende und Eltern anbieten können. Dabei können auch Angebote außerschulischer Akteure in Form von Kooperationen integriert werden, um die Schule als Lernort an das Viertel und seine Einrichtungen anzubinden. Um eine größtmögliche Wirkung zu entfalten, wird das Programm auch nach dem Start wissenschaftlich begleitet und regelmäßig evaluiert.

Folgende Schulen (18 Grundschulen, 2 Sozialpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), 2 Werkrealschulen, 5 Realschulen, 1 Gemeinschaftsschule und 1 Gymnasium) in Mannheim wurden für das Startchancen-Programm ausgewählt:

Albrecht-Dürer-Schule, Astrid-Lindgren-Schule, Bertha-Hirsch-Schule, Elisabeth-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Franklinschule, Friedrich-Ebert-Schule, Geschwister-Scholl-Realschule, Hans-Christian-Andersen-Grundschule Schönau, Hermann-Gutzmann-Schule SBBZ Sprache und Hören, Humboldtschule Grundschule, Humboldtschule Werkrealschule, Johannes-Kepler-Schule Gemeinschaftsschule, Johannes-Kepler-Schule Grundschule, Jungbuschschule, Käthe-Kollwitz-Schule, Konrad-Duden-Schule, Marie-Curie Realschule, Mozartschule, Neckarschule, Rheinauschule, Sandhofenschule, Schönauschule, Tulla-Realschule, Uhlandgrundschule, Uhland-Schule Werkrealschule, Vogelstangschule, Waldhofschule, Wilhelm-Busch-Schule SBBZ Lernen.

Weitere Informationen zum Startchancen-Programm und die vollständige Liste aller Startchancen-Schulen in Baden-Württemberg finden Sie hier .

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