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Heidelberg-Handschuhsheim: Tiefburg bekommt 14 Tonnen schwere Behelfsbrücke für Weihnachtsmarkt

In einer aufwändigen Aktion schwebte die Behelfsbrücke aus dem Burggraben und wurde pünktlich zum Weihnachtsmarkt auf die Gewölbebrücke gelegt.Foto Philipp Rothe
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Pünktlich vor Beginn des Handschuhsheimer Weihnachtsmarktes wurde eine Behelfsbrücke über die momentan gesperrte Gewölbebrücke der Tiefburg gelegt. Die 13,5 Meter lange, zwei Meter breite und knapp 14 Tonnen schwere Ersatzbrücke wurde eigens in Leipzig angefertigt. Sie schwebte am Mittwoch, 6. Dezember 2023, in einer aufwändigen Aktion ein und wurde mittels eines Speziallastkrans auf die historische Gewölbebrücke gehoben. Schon im Juni dieses Jahres garantierte die Behelfsbrücke das sichere Durchführen der Handschuhsheimer Kerwe, denn ohne belastbare Brücke können Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen in und um die Tiefburg nicht stattfinden. Dank der Behelfsbrücke sind nun zwei notwendige Rettungswege aus dem Burghof gewährleistet. Nach dem Weihnachtsmarkt wird die Brücke am 12. Dezember 2023 wieder ausgehoben und abgeholt.

Welche Baumaßnahme findet momentan an der Tiefburg statt?

Zur Ermittlung des Brückenzustandes wurden im Laufe des Jahres verschiedene Voruntersuchungen der steinernen Gewölbebrücke durchgeführt. Dazu zählte unter anderem die Erkundung des Fundaments der Brücke mittels Schürfen. Die Arbeiten wurden archäologisch, bauhistorisch und geologisch begleitet. Durch das Schürfen konnten die einzelnen Bodenschichten archäologisch untersucht werden. Dabei zeigte sich, dass der Wassergraben der Burg nicht mit Wasser gefüllt, sondern vorwiegend trocken gehalten wurde.
Die Brückenpfeiler der Gewölbebrücke sind überwiegend auf mächtigen Streifenfundamenten gegründet, die bis 1,80 m in die Erde reichen. Die Tragfähigkeit des Bodens und der Fundamente konnte nachgewiesen werden.

Bei den Untersuchungen wurde jedoch ein Riss im Stirnring bestätigt sowie weitere kleine Risse gefunden. Die Ursache ist vermutlich die defekte Abdichtung der Brückenoberseite und ein daraus entstehendes Durchfeuchtungsproblem. Regenwasser kann durch undichte Stellen des Fahrbahnbelags in das Innere der Brücke gelangen und schwemmt von dort Material aus. Die Steine und Fugen verlieren an Substanz. Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Amt für Baurecht und Denkmalschutz, um einen denkmalgerechten und schonenden Eingriff durchzuführen und die Brücke somit langfristig sicher und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen

Was ist geplant?

2024 ist geplant, den Stirnringriss und weitere gefundene kleine Risse kräfteübertragend zu verbinden, die Steine und Fugen der Brücke zu prüfen und auszubessern, sowie die Abdichtung und Entwässerung der Brückenoberseite wiederherzustellen. Die Komplexität des denkmalgeschützten Projekts entsteht durch die Koordination der einzelnen Teile. Die Arbeiten im kommenden Jahr müssen ebenfalls entsprechend aufwendig koordiniert werden. Das Planungsteam wird dabei durch die Stadtwerke Heidelberg ergänzt, da sich ein Bündel an Leitungen in der Brücke befindet, welche die Tiefburg mit Strom, Wasser und Gas versorgen.

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