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Heidelberg – Asiatische Hornisse: Jetzt Nester melden – Umweltamt bittet um Mithilfe bei der Eindämmung der invasiven Art – Gefahr für Honig- und Wildbienen


Asiatische Hornisse, Arbeiterin. Schütte/Wieckhorst
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Sie breitet sich mittlerweile in Heidelberg aus und stellt für die Bienenzucht ein großes Problem dar: die Asiatische Hornisse. Sie ernährt sich hauptsächlich von Honigbienen und Wildbienen. Dadurch wird die Bestäubung durch Bienen eingeschränkt – und davon hängt die Lebensmittelproduktion ab. Das Umweltamt der Stadt Heidelberg bittet um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Eindämmung der invasiven Art. Aufgrund des Laubfalls sind die großen Nester hoch in den Bäumen jetzt gut zu sehen. Die Art ist meldepflichtig und ihre Nester müssen umgehend entfernt werden. Jedes Vorkommen muss deshalb schnellstmöglich gemeldet werden:

• an das Umweltamt der Stadt Heidelberg über die neue E-Mail-Adresse asiatische.Hornissen@heidelberg.de oder
• an die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg „LUBW“ online unter www.lubw.baden-wuerttemberg.de > Themen > Natur und Landschaft > Artenschutz
> Invasive Arten > Asiatische Hornisse > Asiatische Hornisse melden (Hinweis: Einzeltiere und Nester können auf dieser Internetseite nur mit Foto gemeldet werden).

Gebietsfremde Arten werden erst dann als „invasiv“ eingestuft, wenn die Art in ihrem neuen Lebensraum die Biodiversität gefährden kann und wenn zudem eine Erfolgsprognose besteht, nachteilige Auswirkungen tatsächlich verhindern, minimieren oder abschwächen zu können.

Nicht selber anlocken, fangen, töten, Nester beseitigen

Grundsätzlich ist davon abzuraten, der Asiatischen Hornisse mit gekauften oder selbstgebauten Lockfallen nachzustellen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass bei diesen Fallen die reale Gefahr besteht, andere Insekten anzulocken und zu töten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, damit womöglich noch seltene, geschützte Arten zu töten. Auch die Nester darf man selber nicht beseitigen, denn auch hier gilt das Tierschutzgesetz.

Tiere und Nester erkennen

Die aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist gut an ihrem vorwiegend schwarzen Körper mit den beiden schmalen gelben Binden zu erkennen. Sie ist etwas kleiner als die heimische Hornisse. Es werden pro Lebenszyklus zwei Nester gebaut: zunächst ein unscheinbares, kleines Nest von 10 bis 30 Zentimetern Durchmesser, häufig an ungestörten Orten wie Gartenhäusern oder Kellern. Dieses Nest lässt sich von anderen Hornissen- und Wespenarten meist nur anhand der ein- und ausfliegenden Tiere unterscheiden. Das wesentlich auffälligere und größere zweite Nest wird im Sommer in einer Höhe von 10 bis 15 Metern in Bäumen angelegt. Es ist meist birnenförmig, rund 60 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch. Unterscheidungsmerkmal zur einheimischen Art ist der Nesteingang im oberen seitlichen Drittel. Bei den europäischen Hornissen ist das Flugloch unten. Oft wird es erst entdeckt, wenn das Laub fällt. Das Nest sollte schnell entfernt werden, da die Königinnen bereits im Herbst ausfliegen und dann im nächsten Jahr wieder neue Völker gründen.

Asiatische Hornisse: Ursprung

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus den Gebieten zwischen Afghanistan und Ostchina, Indochina und Indonesien. Die Art ist vermutlich über den Seeweg eingeschleppt worden. In Deutschland wurde die Art erstmals im Jahr 2014 in Baden-Württemberg nachgewiesen.

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