Speyer – Erfolgreicher Abschluss des Bewegungsprojekts für Vorschulkinder

Speyer / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Stadt Speyer) – Zeit haben für Freunde, Sport und Freizeit und zugleich mögliche Lernrückstände aufholen – das ist das Ziel des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“, das in Rheinland-Pfalz umgesetzt wurde. In Speyer konnte mit Fördermitteln aus diesem Programm das Bewegungsprojekt für Vorschulkinder nach einem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Stadt Speyer fördert bereits seit vielen Jahren Bewegungsangebote für Vorschulkinder aus den Kindertagesstätten in Kooperation mit dem Stadtsportverband Speyer und Sportvereinen.

Darüber hinaus sollten mit dem jüngst stattgefundenen Sozialraum-Projekt, das vom Haus der Familie K.E.K.S. initiiert wurde, Vorschulkinder mit besonderem Unterstützungsbedarf im Stadtteil Speyer-West gezielter in ihrer motorischen, kognitiven und sozialen Entwicklung unterstützt und zugleich die Elternarbeit intensiviert werden.

„Die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen ihre Spuren hinterlassen. Nach unseren Erfahrungen haben sich die Einschränkungen besonders auf Vorschulkinder aus prekären Familienverhältnissen ausgewirkt“, erläutert Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Monika Kabs. „Bei Kindern aus betroffenen Familien ist nach der Pandemie ein großer Aufholbedarf in allen Entwicklungsbereichen vorhanden. Wir wollen sie auf dem Weg zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen begleiten und beim Aufholen von Lernrückständen größtmöglich unterstützen. Das Projekt hat gezeigt, dass neben den motorischen und sprachlichen Fertigkeiten auch die sozialen Kompetenzen und das Selbstvertrauen der Kinder gesteigert werden konnten.“

„Viele Kinder sind deutlich mutiger geworden, trauten sich unter anderem in die Höhe zu klettern“, berichtet die Trainerin und Psychomotorikerin Katja Strunk. Auch das Einhalten von Regeln und die Kontaktaufnahme zu Gleichaltrigen sei den teilnehmenden Kindern im Laufe des Projekts immer leichter gefallen.

Insgesamt zehn Vorschulkinder und Schulanfänger, fünf Kinder aus der städtischen Kita Löwenzahn sowie fünf Kinder, die in der katholischen Kita Haus für Kinder St. Hedwig betreut werden, besuchten ein Jahr lang psychomotorische Förderstunden in den Räumlichkeiten der Woogbachschule. So konnten sie sich auch schon vorab mit dem Schulgelände ihrer künftigen Schule vertraut machen.
Zudem wurden die Eltern während dieser Zeit verstärkt begleitet. So stand Gisela Obermeyer, Kita-Sozialraumarbeiterin des Caritas-Zentrums Speyer, für Gespräche mit den Eltern während und nach den Förderzeiten der Kinder zur Verfügung.

Das Projekt wurde vom Haus der Familie K.E.K.S., den beiden benachbarten Kitas, der Kita-Sozialraumarbeiterin und dem Verein zur Bewegungsförderung initiiert und durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Für die Umsetzung des Angebots konnte der Verein zur Bewegungsförderung und Psychomotorik, Landau e.V., als Partner gewonnen werden.

„Wir können auf ein sehr erfolgreich verlaufenes Projekt zurückblicken“, resümiert die Bürgermeisterin nach Auslaufen des Aktionsprogramms und freut sich, wenn künftig erneut Fördergelder für einen solchen Zweck zur Verfügung gestellt werden: „Dann nehmen wir ein Konzept wie dieses gerne wieder auf.“

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