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Neuer Höchststand bei psychischen Erkrankungen in Rheinland-Pfalz

Ludwigshafen / Rhein-Pfalz-Kreis / Metropolregion Rhein-Neckar – Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr so oft wie nie zuvor aufgrund von Depressionen oder chronischer Erschöpfung am Arbeitsplatz gefehlt. Rein statistisch kamen auf 100 DAK-Versicherte 327 Fehltage, wie aus dem aktuellen Psychreport der DAK-Gesundheit hervorgeht. Die Fehlzeiten wegen dieser Erkrankungen lagen um 48 Prozent über dem Niveau von vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr hatten jüngere Altersgruppen den stärksten Anstieg. Die meisten psychisch bedingten Fehltage gab es auch 2022 wieder im Gesundheitswesen. Die Branche lag 53 Prozent über dem Durchschnitt. Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz: Neuer Höchststand bei psychischen Erkrankungen

DAK-Gesundheit analysiert Arbeitsausfall von 150.000 Beschäftigten für das Jahr 2022
Gesundheitswesen mit weit überdurchschnittlich vielen Fehltagen
Anstieg um 48 Prozent im Zehn-Jahres-Vergleich

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr so oft wie nie zuvor aufgrund von Depressionen oder chronischer Erschöpfung am Arbeitsplatz gefehlt. Rein statistisch kamen auf 100 DAK-Versicherte 327 Fehltage, wie aus dem aktuellen Psychreport der DAK-Gesundheit hervorgeht. Die Fehlzeiten wegen dieser Erkrankungen lagen um 48 Prozent über dem Niveau von vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr hatten jüngere Altersgruppen den stärksten Anstieg. Die meisten psychisch bedingten Fehltage gab es auch 2022 wieder im Gesundheitswesen. Die Branche lag 53 Prozent über dem Durchschnitt.

In Rheinland-Pfalz hatten im Vergleich zu 2021 erwerbstätige Männer zwischen 15 und 19 Jahren und 25 und 29 Jahren die stärksten Anstiege bei psychisch bedingten Fehltagen: plus 38 Prozent und plus 65 Prozent in der zweiten Altersgruppe. Bei weiblichen Beschäftigten gingen in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen die Fehlzeiten um 72 Prozent hoch. Auch die 20- bis 24-Jährigen hatten mit einem Plus von 37 Prozent deutlich mehr Fehltage als gleichaltrige Frauen im Vorjahr.

Beschäftigte im Gesundheitswesen besonders betroffen

Wie stark Beschäftigte von psychischen Erkrankungen betroffen sind, hängt unter anderem mit der Branche zusammen, in der sie tätig sind. In Rheinland-Pfalz haben diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, weit überdurchschnittlich viele Fehltage. 2022 waren es – bezogen auf 100 erwerbstätige DAK-Versicherte – 501 Fehltage, 174 Tage mehr als im Durchschnitt aller Branchen.

„Besonders im Gesundheitswesen ist der Anstieg der Krankschreibungen auf Grund von psychischen Erkrankungen besorgniserregend. Schon während der Pandemie und durch Personalmangel waren sie besonders belastet. Fallen Beschäftigte hier aus, sind die übrigen noch mehr unter Druck”, sagt Rainer Lange, Landeschef der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz.

Rekordhoch bei Depressionen

Eine Krankschreibung wegen psychischer Erkrankungen dauerte im Durchschnitt 39,8 Tage. Die meisten Fehltage entfielen auf Depressionen, sie verursachten elf Prozent mehr Arbeitsausfall als im Vorjahr. Auf Platz zwei kamen Belastungs- und Anpassungsstörungen. Neurotische Störungen, zu denen beispielsweise auch chronische Erschöpfung zählt, nahmen um acht Prozent zu.

Psychisch bedingter Arbeitsausfall über Bundesniveau

Insgesamt liegt Rheinland-Pfalz bei den psychisch bedingten Fehlzeiten um neun Prozent über dem Bundesniveau. „Die Beschäftigten bei uns in Rheinland-Pfalz sind insgesamt nicht häufiger oder länger krank als ihre Kolleginnen und Kollegen bundesweit”, so Lange. „Aber wenn sie eine Krankschreibung haben, ist häufiger als anderswo eine psychische Diagnose der Grund.”

Für den Psychreport hat das Berliner IGES Institut die Daten von über 150.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz ausgewertet. Die DAK-Gesundheit ist die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands. Sie informiert online über ihre Leistungen zum Gesundbleiben und Gesundwerden unter: www.dak.de/psychreport

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