Eberbach – Stadtförsterei gibt Einblick in Arbeiten am Steilhang – Waldbegehung zwischen Eberbach und Rockenau für Presse und alle Bürger*innen

Eberbach/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Zu einer geführten Waldbegehung zwischen Eberbach und Rockenau hatte die Stadtförsterei am vergangenen Freitagnachmittag eingeladen. Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger kamen, um sich vor Ort ein Bild der bisherigen Baumfällarbeiten am Steilhang zu machen. Sie konnten die dort eingesetzten Maschinen beobachten, besonders beeindruckt waren alle von den Seilkränen am Steilhang. Fachpersonal erläuterte den Ablauf der Arbeiten und das inzwischen neu entstandene Waldbild. Vormittags gab es zudem einen Pressetermin mit der Revierleiterin der Stadtförsterei Christl Hock und Dienststellenleiter Joachim Maier. Auch Bürgermeister Peter Reichert und der Rockenauer Ortsvorsteher Dieter Redder kamen dazu, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Bereits im vergangenen Oktober hatte die Stadtförsterei zu einer Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen, in der Hintergründe und Vorgehensweise der auf eine Fläche von 42 Hektar mit einer etwa 5800 Festmeter geplanten Hiebsmaßnahme berichtet wurde. „Der Klimawandel ist auch in Eberbach angekommen und bereitet dem Stadtwald zunehmend Stress. Besonders alte Bäume leiden unter der Trockenheit und etliche sterben in einem relativ kurzen Zeitraum ab“, erklärte Hock. Gerade entlang von Straßen und Bebauung könne dies problematisch werden und eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen.

Ziel der großen Hiebsmaßnahme im Wald zwischen Eberbach und Rockenau ist es, „einen klimastabilen Wald durch Förderung vorhandener Naturverjüngung sowie Anpflanzung klimastabiler Baumarten aufzubauen und in diesem Zuge die Verkehrssicherheit herzustellen“. Bislang wurden seit Mitte Oktober entlang der Straße und Häuser etliche Altbäume gefällt, besonders im nördlichen Bereich, in dem viele absterbende Fichten stehen. Da die Arbeiten aufgrund der Steilheit des Hanges „alpine Verhältnisse“ und des aufliegenden Gerölls gefährlich sind, wurde die Verbindungsstraße zwischen Eberbach und Rockenau (K4112) zeitweise voll gesperrt. Zudem wurde das gesamte Waldgebiet wegen der eingesetzten Seilkräne, die auf den oberen Waldwegen platziert sind und den gesamten Hang auf einer Länge von bis zu 450 Meter überspannen, großräumig für alle Waldbesuchende gesperrt. Privatwaldbesitzer konnten sich der Hiebsmaßnahme im Bereich der K4112 anschließen, lediglich sechs Eigentümer haben dies getan.

Fazit bislang von Christl Hock: „Die sehr risikobehafteten und besonders durch die Felsen herausfordernden Arbeiten sowie die Kooperationen zwischen den einzelnen Unternehmergruppen verlaufen insgesamt gut. Es gab Verzögerungen durch einen Defekt an der Seilkrananlage, die Holzabfuhr läuft, die einzelnen Arbeiten werden koordiniert. Der am Neckarlauer eingerichtete Holzumschlagsplatz funktioniert sehr gut“. Auch die Umleitung durch den Wald ist „weitgehend gut“ verlaufen; die Waldwege wurden aufwändig instandgesetzt. Vereinzelt gab es Probleme, da die Einbahnstraßenregelung missachtet wurde; zudem wurden Verkehrszeichen entwendet und die Ampelanlage manipuliert. Insbesondere nach dem Abgang einiger Felsen habe die Bevölkerung die Ampelsperrung gut akzeptiert. Sehr positiv für Hock: „Nach Schreiben und teilweise persönlichen Infos bei den Anwohnern Mühlbergstraße gab es bislang keine Beschwerden“. Allerdings hat es auch uneinsichtige Fußgänger, Jogger und Radfahrer gegeben, die die Sperrungen nicht beachtet haben sowie „massive Störungen“ durch Personen, die Wasser am Sichelsbrunnen abfüllen wollten. Sperrungen mittels Bauzäune und der Einsatz eines zeitweise dritten Sicherungspostens waren notwendig.

Der Tenor der öffentlichen Begehung war überwiegend positiv. Eine Dame fasste später zusammen: „Ich war so wütend, als ich sah, dass die ganzen Bäume gefällte wurden. Jetzt wurde es mir in einfachen Worten erklärt, dass es auch ein Laie verstehen kann und ich verstehe den Sinn dahinter. Danke für die interessante Veranstaltung.“ Die Arbeiten dauern – je nach Witterung – voraussichtlich noch bis Februar 2023; die Arbeiten insgesamt voraussichtlich bis März 2023. Anschließend finden Nacharbeiten statt: „Schlagpflege“, Weginstandsetzungen, Wiederherstellung der Wanderpfade, wenn möglich durch die Royal Engineers. Im Herbst/Winter 2023/24 stehen Pflanzarbeiten an.

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