Heidelberg – Damit solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wieder passieren: Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar im Rathaus – Verfolgtengruppe der Slawen steht im Mittelpunkt

Synagoge. Foto: PIRABAY
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Verbrechen der Nationalsozialisten dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Die Stadt Heidelberg erinnert daher am Freitag, 27. Januar 2023, – dem bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – um 18 Uhr im Großen Rathaussaal, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg, mit einer öffentlichen Gedenkfeier an die Opfer der NS-Terrorherrschaft. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gedenkstunde empfangen. Die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung übernehmen Musiker und Musikerinnen der Musik- und Singschule Heidelberg. In diesem Jahr steht die Verfolgtengruppe der Slawen im Mittelpunkt des Gedenkens. Prof. Dr. Katja Makhotina von der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn wird als Gastrednerin sprechen. In ihrem Vortrag „Erinnern ohne Trost. Vom Sinn der Kriegserinnerung in der Gegenwart“ geht es um tiefe Wunden, die der Zweite Weltkrieg im Osten Europas hinterlassen hat. Von der rücksichtslosen Gewalt auf den besetzten polnischen und sowjetischen Gebieten wusste man in der Bundesrepublik lange Jahre viel zu wenig. Bis heute stößt das Erinnern an deutsche Verbrechen auf Ablehnung und Ressentiments – nicht zuletzt, weil es mit Tätern unter eigenen Vorfahren zu tun hat. Diese Erinnerung ist unbequem und schmerzvoll und kann, angesichts des erneuten Krieges in Europa, keinen Trost spenden. Denn: Es wurde deutlich, wie problematisch es sein kann, sich auf dem Nie-Wieder-Postulat auszuruhen, ohne konkret über den Vernichtungskrieg im Osten Bescheid wissen zu wollen. Katja Makhotina möchte anhand von Biografien der Kriegsopfer und der Überlebenden die Komplexität des Erinnerns an die NS-Gewalt „vor der Haustür“ aufzeigen und einen Weg für eine neue, offene und demokratische Erinnerungskultur für Deutschland zeichnen.

Hintergrund
Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahre 1945. Roman Herzog hat 1996 als damaliger Bundespräsident den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ins Leben gerufen. Die Stadt Heidelberg gedenkt jährlich der NS-Opfer mit einer Veranstaltung, bei der jeweils andere Gruppen von Verfolgten im Mittelpunkt stehen. Nach einem coronabedingten „Stillen Gedenken“ in den Jahren 2021 und 2022 kann in diesem Jahr die Veranstaltung wieder im gewohnten Rahmen begangen werden.

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