Weinheim – „Sou babbelt Woinem“ – Markus Webers Dialekt-Poster ist im Handel – OB Just nimmt das erste Exemplar entgegen

Weinheim / Metropolregion Rhein-Neckar

Er schafft wie ein „Brunnebutzer“, am liebsten „dahoam“. Wenn es ihm nicht schnell genug geht, kommt er schon mal ins „Driwwelieren“. Er spricht perfekt hochdeutsch, aber kann auch „babbeln, wie oam die Schnawwel gewachse is“. Manches „Gelersch“ bewahrt er in einer „Kruschdlschublad“ auf. Er ist engagiert und blitzgescheit – aber keineswegs „iwwerkoandidelt“: In jedem Fall sprüht der Weinheimer Apotheker, Literat, Kabarettist, Schauspieler und Heimatsprachwissenschaftler Dr. Markus Weber vor Ideen, die seine Heimatstadt Weinheim voranbringen.

Das neueste Projekt nach den CD mit den Weihnachtsmärchen und dem großen Buch dazu hängt seit Mittwoch im Rathaus und ist ab sofort für jedermann erhältlich: Es ist ein Poster, 50 mal 70 Zentimeter groß, voller Weinheimer Dialektwörter. Es trägt den Titel „Sou babbelt Woinem“ und führt – grafisch kreativ – rund 100 Dialektbegriffe aus dem Woinemer Wortschatz zusammen. Bei der Gestaltung hat der unermüdliche Markus Weber wieder einmal mit dem Weinheimer Graphik-Designer Bernhard Kück zusammengearbeitet. Herausgekommen ist ein Wortschatz in Postergröße, dem man sich amüsiert immer wieder und lange widmen kann. „Wie ein Wimmebild, auf dem man immer wieder Neues entdeckt“, schmunzelte Markus Weber, als er am Mittwoch an Oberbürgermeister Manuel Just das erste Exemplar überreichte. Die drei Männer klebten gleich eine halbe Stunde vor dem Plakat und tauschten sich über die Bedeutung der Wörter aus. Interessant dabei: OB Just, der im Raum Schwetzingen aufgewachsen ist, kennt natürlich die meisten Begriffe der Mundart – spricht sie aber im Detail manchmal anders aus. Ebenso Bernhard Kück, der aus der Pfalz nach Weinheim kam. Auch Pressesprecher Roland Kern, gebürtiger Mannheimer, sagt zum Woinemer „Oamer“ (für Eimer) eigentlich „Ämer“.

„Diese Gespräche werden sicher bald in den Haushalten geführt, in denen die Poster hängen“, freut sich Markus Weber, der sich bewusst für einen günstigen Preis entschieden hat. „Das soll sich jeder leisten können“, findet er. Außerdem: Originalität und Preis sollen die Menschen nach Weinheim locken, denn das Poster soll wirklich auch nur in Weinheim verkauft werden, um die City zu beleben  – in Webers Antonius-Apotheke in der Fußgängerzone und im Weinheimer Buchhandel für 9.90 Euro; so lange der Vorrat reicht. 1500 Exemplare wurden zunächst gedruckt. Schon jetzt ist aber abzusehen, dass ein Nachdruck wohl erforderlich wird.

Für Manuel Just haben Weber und Kück oben rechts im Eck ein eigenes Plätzchen reserviert, das nur dem auffällt, der darauf achtet: Da steht nämlich „Bojemaaschder“ „mach koa Ferz“ und „schafft sich krumm un bugglisch“.

Quelle: Metropolregion Rhein-Neckar

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