Mannheim – Käfertal: Das ehemalige Pfarrhaus an der Unionskirche wird umfassend saniert

Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar

200.000 Euro vom Bund für energetische Sanierung des Pfarrhauses

Käfertal: Das ehemalige Pfarrhaus an der Unionskirche wird umfassend saniert

Das ehemalige Pfarrhaus an der Unionskirche wird umfassend energetisch saniert. Foto: ekma/Daniel Koch

Die energetische Sanierung des alten Pfarrhauses in Käfertal (Unionsstraße 4) wird vom Bund mit einer stattlichen Summe unterstützt: Dafür erhält die Evangelische Kirche Mannheim eine Förderung von 200.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative.

 

„In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, dass diese 200.000 Euro der Unionskirche gelten würden“, sagt Diakonin Ute Mickel von der evangelischen Gemeinde. „Doch tatsächlich ist der Betrag ausschließlich dafür bestimmt, das ehemalige Pfarrhaus klimaneutraler zu machen“. Das Gebäude, das sich in das Ensemble aus Kirche und Gemeindehaus mit Kita und großem Kirchplatz einfügt, ist im Besitz der Evangelischen Kirche Mannheim. Es wird schon länger nicht mehr als Pfarrhaus genutzt, sondern von der Gemeindediakonie für eine Wohngruppe und im Erdgeschoss für Büros.

 

„Wir freuen uns sehr über diese beachtliche Förderung“, sagt Dekan Ralph Hartmann. „Die Schöpfung zu wahren ist Teil unseres kirchlichen Auftrags. Und mit unserem Klimaschutzkonzept setzen wir hier in Mannheim ganz konkrete Maßnahmen um.“ Die Sanierung des 1900 errichteten und zuletzt 1971 umfangreich sanierten Pfarrhauses wird den bisherigen CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. An Baumaßnahmen ist vorgesehen, die Außenwände und einige Böden zu dämmen sowie die Fenster und das Dach zu erneuern. Auch in der Anlagetechnik wird energetisch nachgebessert.

Die dämmende Gebäudehülle wird aus recyceltem Kunststoff bestehen. Ein Mustermodul hängt bereits an der Außenwand. Foto: ekma/Daniel Koch

Innovative Fassadendämmung

„Wir gehen davon aus, dass der rechnerisch ermittelte CO2-Ausstoß des Gebäudes sich um mindestens 55 Prozent verringert“, prognostiziert Verwaltungsdirektor Steffen Jooß. Herzstück der Außendämmung ist ein Baustoff, der in der von Christian Förschler geleiteten Bau-Abteilung der Evangelischen Kirche Mannheim entwickelt wurde: Denn zur Dämmung erhält das alte Pfarrhaus eine Hülle aus Material, dessen Herstellung möglichst klimaschonend erfolgt: Dazu hat Architekt Daniel Koch den Einsatz von Lamellen aus einem recycelten Kunststoff mitentwickelt. Seit Mai 2022 ist ein Test-Modul an der Fassade zwischen zwei Fenstern angebracht, um das Materialverhalten zu prüfen. Mit Spannung beobachteten die Fachleute, wie die Musterfassade durch den extrem heißen Sommer kommen würde. „Material und Konzept haben sich bewährt“, freut sich Architekt Daniel Koch von der evangelischen Kirche Mannheim, „den dieser spezielle Kunststoff hat die wirklich sehr hohen Temperaturen dieses Sommers ohne gravierende Schäden überstanden“. Der Abschluss der gesamten Sanierung ist vorgesehen für Ende 2023. (dv)

Quelle: Evangelische Kirche Mannheim

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