Mannheim – Offener Brief der Sportvereine und Sportbünde in Baden-Württemberg an die Politik

Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.
Steigende Energiepreise sind ein Faktor, der vielen Vereinen zunehmend Probleme bereitet. In einigen Fällen nehmen diese bereits existenzbedrohende Ausmaße an. Während die Regierung zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen und Branchen mit mittlerweile drei Entlastungspaketen bereits konkrete Unterstützung zugesichert hat, blieb der organisierte Sport als größte zivilgesellschaftliche Personenvereinigung des Landes bei den Hilfen bisher unberücksichtigt. In einem Offenen Brief, der von über 570 Sportvereinen und Organisationen aus Baden-Württemberg unterzeichnet wurde, hat sich die SV Böblingen mit einem Hilferuf an die Präsidenten der drei Sportbünde in Baden-Württemberg Gundolf Fleischer (BSB Freiburg), Gert Rudolph (BSB Nord) und Andreas Felchle (WLSB) gewandt. Dieser Appell der Vereinsbasis an die Politik wird von den Sportbünden unterstützt und im Laufe des heutigen Tages an Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Ministerinnen Schopper und Hoffmeister-Kraut sowie Abgeordnete der Landes- Bundes- und Europaparlamente weiterleitet. Ziel der Initiative ist es die Politik für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, auch den organisierten Sport als wichtigen gesellschaftlichen Player nicht zu vergessen.
Offener Brief
Energiepreiskrise: Sportvereine brauchen dringend Entlastung
Sehr geehrte Herren Präsidenten,
in meiner Eigenschaft als Geschäftsführer der SV Böblingen und Vizepräsident des Schwäbischen Turnerbundes sende ich Ihnen diesen Offenen Brief. Dieser ist von 570 baden-württembergischen
Sportvereinen und Sportfachverbänden, die damit Ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen, gezeichnet worden.
Auch wir im gemeinnützigen Sport hatten im vergangenen Frühjahr gehofft, dass die Preisexplosion an den Energiemärkten nur vorübergehend sein würde. Doch inzwischen ist aus dieser Hoffnung eine
Illusion geworden. Ebenso hatten wir Mitte September darauf gehofft, dass Vereine und Verbände ins dritte Entlastungspaket des Bundes aufgenommen werden. Doch auch diese Hoffnung hat sich
zerschlagen und ist einer tiefen Enttäuschung gewichen. Wie schon in der Corona-Krise scheint der organisierte Sport, der größte nicht-staatliche Akteur in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Politik mit seinen großen Problemen kein Gehör zu finden.
Unterdessen spitzt sich die Energiepreiskrise bei uns weiter zu. In den vergangenen Wochen haben etliche Vereine Post von ihren Energieversorgern bekommen, in denen teils massive
Preiserhöhungen für Gas und Strom angekündigt wurden. Besonders für Vereine mit eigenen Hallen, Sportzentren oder Bädern sind die Aussichten mehr als düster. Vermutlich werden noch viele weitere
Vereine in den kommenden Wochen gleich lautende Schreiben erhalten. Sie alle stehen vor der einen Frage: Wie sollen wir das als gemeinnütziger Sportverein bezahlen?
Dass die Lage mancherorts schon dramatisch ist, zeigt das Beispiel eines Vereins aus dem Großraum Stuttgart. Ihm teilten die örtlichen Stadtwerke vor kurzem eine Preiserhöhung von fast 800
Prozent mit. Die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasser in den vereinseigenen Sportanlagen würden dadurch um 300 000 bis 350 000 Euro steigen. Selbst wenn dieser Verein 20 bis 30 Prozent
seines Gasverbrauchs einspart, bleibt immer noch eine Kostensteigerung von 500 bis 600 Prozent.
Woher das Geld dafür kommen soll, weiß dort niemand. Eine massive Erhöhung der Mitgliedsbeiträge scheidet aus. Sie würde nicht nur dem sozialen Auftrag der Sportvereine widersprechen, sondern, ungeachtet der steuerrechtlichen Fragestellungen, wahrscheinlich auch

Offener Brief von über 550 Sportvereinen zur Energiepreiskrise
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,
sehr geehrte Frau Ministerin Schopper,
sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut,
der Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg e.V. hat in einem Brief an Sie, Herr Ministerpräsident Kretschmann, bereits eindringlich auf die schwierige Lage der Sportver-
eine durch die Energiepreiskrise hingewiesen. Die drei Sportbünde im Land – Badischer Sportbund Freiburg e.V., Badischer Sportbund Nord e.V. und Württembergischer Landessportbund
e.V. – haben heute nun einen von über 550 Sportvereinen und weiteren Organisationen aus dem Sport im Land unterzeichneten Offenen Brief erhalten. Mit dessen Weiterleitung an Sie,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident und sehr geehrte Frau Ministerinnen, kommen wir einer in diesem Brief formulierten Bitte der Verfasser nach und signalisieren damit unsere volle Unter-
stützung für die Anliegen der unterzeichnenden Sportvereine und Sport-Organisationen.
Zudem möchten wir Sie mit diesem Schreiben auch auf die schwierige Lage der Sportbünde und Sportfachverbände aufmerksam machen. Ihnen stehen für Sportschulen und verbandsei-
gene Liegenschaften sowie Bildungseinrichtungen ebenfalls massive Energiepreissteigerungen ins Haus. Wir möchten Sie daher bitten, diese weitere dramatische Lage bei Ihren politischen
Bemühungen zur Entlastung des gemeinnützigen Sports zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Gundolf Fleischer Gert Rudolph Andreas Felchle
Präsident Badischer Sportbund Freiburg e.V. Präsident Badischer Sportbund Nord e.V. Prsident Württembergischer Landessportbund e.V

Quelle Badischer Sportbund Nord e.V.

Am Fächerbad 5 · 76131 Karlsruhe

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