Heidelberg – „Lastenräder sind perfekt für die klimafreundliche Mobilität in Städten“ – Großes Interesse am Aktionstag „Cargobike Roadshow“ und den E-Lastenrädern


Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (von links) testeten bei der Cargobike-Roadshow in Heidelberg E-Lastenräder. Foto: AGFK-BW / Pierre Johne

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Großes Interesse herrschte in Heidelberg an der „Cargobike Roadshow“ der AGFK-BW (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V.): Erstmals hatte der Aktionstag am Montag, 5. September 2022, in Heidelberg Halt gemacht. Auf dem Friedrich-Ebert-Platz konnten Interessierte von 14 bis 19 Uhr E-Lastenräder kennenlernen und ausprobieren. Das Team des „Radchecks“ überprüfte Räder auf ihre Verkehrssicherheit. Kleinere Wartungsarbeiten wie Bremsen nachstellen, Reifen aufpumpen oder Kette ölen wurden vor Ort sofort erledigt.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain hatten an der unabhängigen Beratungsveranstaltung teilgenommen. „Lastenräder sind perfekt für die klimafreundliche Mobilität in Städten: Sie sind eine echte Alternative zum Auto und Kleintransporter. Und Heidelberg hat den zweithöchsten Radverkehrsanteil in ganz Deutschland. Deshalb setzen wir in unserer Radstrategie 2030 auf die wendigen, umweltfreundlichen Transportmittel“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner bei seiner Eröffnungsansprache.

Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sagte: „Die Stadt fördert die Anschaffung bestimmter Lastenfahrräder oder -anhänger mit bis zu 500 Euro. Wir haben zudem bereits viel für den Ausbau des Radverkehrs getan. Die Roadshow ist ein toller Beitrag zur Mobilitätswende. Unser Heidelberger Rezeptbuch für die Mobilitätswende wird die Radstrategie 2030 sein. Wir werden diese gemeinsam mit der Bürgerschaft, dem Radentscheid, der IG Rad und Fachleuten auf den Weg bringen.“

Die Stadt will ihre Attraktivität für Radfahrende weiter steigern (mehr Informationen im Internet unter www.heidelberg.de/fahrradfreundlich). In den vergangenen Monaten wurden dazu unter anderem

ein auf zwei Jahre angesetzter, wissenschaftlich begleiteter Verkehrsversuch für die Radverbindung zwischen Schlierbach und Neckargemünd auf der B 37 gestartet,
der Parkraum in der Ladenburger Straße neu geordnet. Dadurch konnte dieser Streckenabschnitt für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. So wurde eine durchgängige Radverbindung von der Keplerstraße bis zur Brückenstraße geschaffen,
der Lückenschluss der Fahrradachse in Ost-West-Richtung (Friedrich-Ebert-Anlage bis Hauptbahnhof) sowie Verbesserungen im Radangebot auf der Czernybrücke und in der Hebelstraße umgesetzt,
Radpiktogramme zwischen Heidelberg-Neuenheim und -Ziegelhausen aufgebracht,
mehr als 100 Radabstellanlagen im gesamten Stadtgebiet zusätzlich installiert sowie Abstellflächen für Lastenfahrräder eingerichtet,
eine Bike & Ride-Anlage am S-Bahnhof Kirchheim/Rohrbach eingerichtet sowie das VRNnextbike-Angebot ausgeweitet.
Zwei Fahrradparkhäuser am Hauptbahnhof mit insgesamt 2.650 Stellplätzen und zwei Radschnellverbindungen Richtung Mannheim und Schwetzingen sind in Planung.
Für die Radschnellverbindung Heidelberg-Wiesloch/Walldorf wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.
Ab Herbst 2022 wird der Asphalt auf insgesamt zehn wichtigen Streckabschnitten für 2,5 Millionen Euro erneuert.

Heidelberg: Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune“

Heidelberg konnte den Radverkehrs-Anteil in den vergangenen Jahren deutlich steigern: Damit ist Heidelberg in ganz Deutschland eine der Städte mit dem höchsten Radverkehrsanteil. 40 Prozent der Heidelbergerinnen und Heidelberger nutzen laut der Heidelberg-Studie 2021 das Fahrrad, um sich innerhalb der Stadt fortzubewegen. Bei Strecken zwischen einem und fünf Kilometern ist das Rad sogar Hauptverkehrsmittel, so das Ergebnis der bundesweiten Studie „Mobilität in Städten 2018“. Vom Land ist Heidelberg 2012 und 2018 als „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet worden. Die Radstrategie 2030 soll den Radverkehr als wichtigen Baustein der Mobilitätswende weiter stärken und Verkehrswege in der Stadt und der Region Heidelberg deutlich verlagern – insbesondere vom motorisierten Individualverkehr hin zum Fahrrad. Die Radstrategie 2030 wird aktuell erarbeitet und soll die bisherige Radverkehrskonzeption in ein zukunftsfähiges Konzept überführen. Ihre Ergebnisse fließen in die Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2035 (künftig: Klimamobilitätsplan) ein.

Hintergrund: „Cargobike Roadshow“

Vom 4. bis 13. September 2022 tourt die „Cargobike Roadshow“ durch zehn AGFK-BW-Mitgliedskommunen und bietet Interessierten eine kostenlose Test-Möglichkeit von zwölf verschiedenen E-Lastenradtypen inklusive Beratung. Mehr als 100 Städte, Gemeinden und Landkreise sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V. (AGFK-BW). Heidelberg ist seit 2010 Teil des Netzwerks, das den Fuß- und Radverkehr in Baden-Württemberg kontinuierlich fördert und dadurch eine aktive und nachhaltige Mobilität – zu Fuß oder mit dem Fahrrad – etabliert. Lastenräder sind meist elektrisch unterstützte Alleskönner und sorgen für einen sicheren Transport von Kindern, Tieren und Einkäufen. Sie werden auch verstärkt von Gewerbetreibenden genutzt, da die Lastenräder viel Platz für Materialien bieten und eine flexible und zügige Alternative zum Pkw und Kleintransporter sind. Die „Cargobike Roadshow“ wird vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg gefördert.

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