Ludwigshafen – Gottesdienste, Führungen, Turmbesteigung und Orgel-Konzert: Melanchthon- und Erlöserkirche wieder beim „Tag des offenen Denkmals“ (11.09.2022) dabei

Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar.

Zwei protestantische Kirchen in Ludwigshafen beteiligen sich in diesem Jahr am „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, 11. September. Der Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz steht dieses Mal unter dem Motto „Kulturspur – Ein Fall für den Denkmalschutz“.

Im Stadtteil Gartenstadt lädt die Erlöserkirche um 11 Uhr zu einem Gottesdienst ein und öffnet von 12 bis 17 Uhr die Türen für Denkmal-Interessierte. Um 15 Uhr bietet Gemeindemitglied Dietmar Geiger eine Führung zum Bau und zur Geschichte der Kirche an. Bei gutem Wetter können die Besucher auch den Kirchturm bis zur Totenglocke besteigen. Dabei passieren sie das erste Uhrwerk der Erlöserkirche von 1931 und können hoch oben bis zum Pfälzerwald und Odenwald schauen.

Die Erlöserkirche ist ein typisches Beispiel der Kirchenarchitektur, die von Dominikus Böhm und Albert Boßlet entwickelt wurde. Errichtet wurde das Gotteshaus in der Gartenstadt aber 1930/31 nach Plänen der Architekten Karl Latteyer und Otto Schittenhelm. Konstruktion und Grundriss erinnern an die Stahlkirche in Köln, die nur wenige Jahre zuvor gebaut wurde.

Besonderheiten in der Erlöserkirche sind die Walcker-Orgel von 1931, die Holzdecke mit christlichen Zeichen sowie der Freskenzyklus im Altarbereich von Adolf Kessler aus Godramstein. Seine Bilder stellen Geburt Jesu, sein Wirken, die Kreuzigung und Auferstehung dar. Außerdem sind die erste Abendmahlskanne und der Kelch zu sehen sowie die Antependien von 1931. Das sind Textilien, die als Altar- und Kanzelbehang dienen.

Der „Tag des offenen Denkmals“ endet um 17 Uhr mit einem Orgelkonzert, das in Rahmen des „Deutschen Orgeltags 2022“ stattfindet, der ebenfalls am 11. September begangen wird. Kantor Stefan Göttelmann aus Heidelberg spielt auf der Walcker-Orgel unter anderem Werke von Caesar Franck, Johann Sebastian Bach und Edward Elgar. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Die Melanchthonkirche ist von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Um 9.30 Uhr lädt ein Gottesdienst ein, die Geschichte und die Geschichten der Kirche zu ermitteln: Pfarrerin Susanne Schramm und die Gemeinde suchen jene Spuren, die Menschen über Jahrzehnte hier hinterlassen haben. Zutage treten Zeugnisse der Zeit, christlicher Rituale und eines kirchlichen Alltags.

Nach dem Gottesdienst führt Kirchenpädagogin Birgit Kaiser zwei Mal (11.15 und 12.30 Uhr) durch diese Innenstadtkirche, die 1949 als Notkirche errichtet wurde. Die Melanchthonkirche ist Teil eines Typenprogramms, das Architekt Otto Bartning für Kirchen entwickelte. Die Notkirchen konnten nach dem Zweiten Weltkrieg sehr günstig gebaut werden, weil ihre Teile seriell vorgefertigt wurden. Diese Kirchen bestehen aus einem selbsttragenden Grundgerüst aus Holz, das ebenfalls mit Holz bedeckt ist. Weiteres Kennzeichen von Notkirchen sind Fensterreihen aus einfachem Kathedralglas, die in der Melanchthonkirche heute teilweise durch bunte Glasfenster ersetzt sind.

Info
Erlöserkirche (Gartenstadt, Herxheimer Straße 53)
offene Kirche: 12 bis 17 Uhr
Gottesdienst: 11 Uhr, Führung: 15 Uhr, Orgel-Konzert: 17 Uhr

Melanchthonkirche (Innenstadt, Maxstraße 38)
offene Kirche: 9 bis 14 Uhr
Gottesdienst: 9.30 Uhr, Führungen: 11.15 und 12.30 Uhr

Fotovermerk Erlöserkirche: Prot. Elisabethgemeinde/Dietmar Geiger

Fotovermerk Melanchthonkirche: Prot. Dekanat LU/Yvette Wagner

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