Heidelberg – Digitalisierung im Helmholtz-Gymnasium – Schulkomplex wird flächendeckend modernisiert

Schulleiterin des Helmholtz-Gymnasiums Verena Mechelk, Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck sind über die Unmengen an Kabeln erstaunt: insgesamt werden 35 km Strom- und Glasfaserkabel im ganzen Gebäudekomplex verlegt. Foto: Phillip Rothe

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Mit dem „Digitalpakt Schule“ wird das Helmholtz-Gymnasium in der Südstadt als erste von mehreren Heidelberger Schulen mit Bundes-Fördermitteln digital für die Zukunft gerüstet. Damit soll die Leistungsfähigkeit der digitalen Bildungsinfrastruktur an Schulen gestärkt werden. Ziel des Digitalpakts ist es, die Grundlagen zum Erwerb von digitalen Kompetenzen an Schulen nachhaltig zu verbessern. Die Fördermittel des Bundes belaufen sich auf 6.749.400 Euro, wobei diese daran gebunden sind, dass die Stadt zusätzlich einen Eigenanteil von rund 1,4 Millionen Euro beisteuert. Die Kosten für die grundlegende Digitalisierung des Helmholtz-Gymnasiums belaufen sich auf 2.250.000 Euro. Die Baumaßnahme wurde im Juli 2021 gestartet und soll bis zum Frühjahr 2023 abgeschlossen sein.

„Mit der Ertüchtigung und Ergänzung der Elektroinstallation im gesamten Gebäudekomplex macht die Stadt Heidelberg einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und setzt den Standard für sie als Wissenschaftsstadt schon für Kinder und Jugendliche. Ein großer Dank gilt dem Bund, der sich mit insgesamt knapp 6,7 Millionen Euro für ganz Heidelberg mit dem „Digitalpakt Schule“ für unsere Jugend und somit auch Zukunft aktiv einsetzt“, erklärt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Technische Aufrüstung

Der gesamte Schulkomplex wird digitalisiert: In den Gebäuden soll ein Datennetz errichtet werden. Außerdem ist flächendeckend WLAN vorgesehen. Die Klassen- und Fachräume werden jeweils mit einer Mediensäule ausgestattet, in der sämtliche Strom- und Datenleitungen zentral zusammenlaufen. Der vorhandene Serverraum wird baulich durch die Einbeziehung des benachbarten Kunstlagerraums vergrößert und mit neuen EDV-Standschränken bestückt. Aufgrund der Größe der Schule und der Längenbegrenzung der Datenleitungen sind zwei weitere EDV-Verteilerknoten notwendig. Im Zuge der Maßnahme werden auch die Leitungen für ein Notfall- und Gefahrenreaktionssystem vorgesehen. Die Elektroinstallation soll bedarfsgerecht angepasst werden. Die Installationsarbeiten finden während des laufenden Schulbetriebs statt.

Beamer, interaktive Bildschirme und Sensor-Messsysteme

In den Klassen- und Fachräumen sind digitale Präsentationsmöglichkeiten mit Beamern oder Großbildschirm vorgesehen und in den Biologieräumen interaktive Bildschirme geplant. Die Naturwissenschaften erhalten zusätzlich digitale Sensor-Messsysteme. Die drei vorhandenen PC-Räume werden mit neuen Medientischen, PCs und Bildschirmen ausgestattet. Weiterhin ist hier die Erneuerung der Bodenbeläge und des innenliegenden Blendschutzes geplant. Gemäß den Förderbedingungen können für maximal 25.000 Euro mobile Endgeräte gefördert werden, hierfür werden Tablets angeschafft.

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