Ludwigshafen – Barbara Philipp, Wolfgang Esser und Andreas Kleinert sind die Jury des 18. Festival des deutschen Films

Bildrechte: Festival des Deutschen Films Ludwigshafen
Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/pm Festival des Deutschen Films) – Im 18. Lebensjahr präsentiert das Festival eine hochkarätige Jury, die mehr Deutsche Film- und Fernsehpreise auf sich vereint als jede andere zuvor. Regisseur Andreas Kleinert erhielt für seinen aktuellen Kinofilm „Lieber Thomas“ dieses Jahr allein neun Lolas, einige Male schon war er nominiert. Sein Film über Thomas Brasch wird auch auf dem Festival außer Konkurrenz gezeigt. Die Schauspielerin Barbara Philipp war für den Deutschen Filmpreis nominiert und Produzent Wolfgang Esser hat einen Deutschen Fernsehpreis im Gepäck.

„Mit diesen drei Jurymitgliedern haben wir eine hochkarätig sachkundige Jury dieses Jahr, deren Werke wir zugleich besonders gerne in den vergangenen Jahren gezeigt haben“, so Intendant Dr. Michael Kötz.

Die Jury entscheidet über den Ludwigshafener Filmkunstpreis in den Kategorien „Bester deutscher Film oder Fernsehfilm“, „Beste Regie“ und „Bestes Drehbuch“ des Wettbewerbs. In Frage kommen Kinofilme und Mischformen Kino-Fernsehen, aber auch reine Fernsehproduktionen. Entscheidend ist allein die ästhetische Qualität der Filme. Zudem kann die Fachjury „Ludwigshafener Auszeichnungen“ – lobende Erwähnungen für weitere zwei Filmwerke des Wettbewerbs aussprechen.

Der gebürtige Berliner Andreas Kleinert arbeitete nach dem Abitur zunächst als Transportarbeiter und Requisitenhilfe. Er volontierte im DEFA-Studio für Spielfilme und arbeitete dort als Ausstattungsassistent. Bereits 1983/84 arbeitete er als Regieassistent, u.a. bei Rainer Simon. Von 1984-1989 absolvierte er ein Regiestudium an der HFF “Konrad Wolf” in Potsdam-Babelsberg. Seine Diplomarbeit schrieb er zum Thema Bewusstseinsebenen in der Filmpoesie von Andrej Tarkowski und bestand “mit Auszeichnung”.

Die Filmografie des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs beeindruckt. Bereits mit seinem Diplomfilm “Leb wohl, Joseph” (1989) machte Kleinert Furore. Es folgten u.a. 1992 “Verlorene Landschaft”, für den es 1993 den Adolf Grimme Preis gab, “Neben der Zeit” (1995) sowie 1997 der TV-Spielfilm “Im Namen der Unschuld”. Für den 1999 fertig gestellten Film “Wege in die Nacht” gab es erneut den Adolf Grimme Preis. Kleinert übernahm auch – zusammen mit Kai Wessel – die Regie in der erfolgreichen ARD-Serie “Klemperer – Ein Leben in Deutschland”. “Mein Vater” (2002), der mit Götz George und Klaus J. Behrendt in den Hauptrollen die Alzheimer-Krankheit thematisiert, wurde in Biarritz mit dem FIPA d’Or ausgezeichnet, erhielt den Publikumspreis der ‚Marler Gruppe’ und auch den Emmy Award für das beste TV Movie. Andreas Kleinert ist seit 2006 Professor im Studiengang Film- und Fernsehregie der Filmuniversität.

Barbara Philipp hatte ihren Durchbruch 1994 als Franziska Bäcker in Marc Ottikers Filmdrama „Nah am Wasser“. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit und trat auch in mehreren Theaterstücken auf. Einem breiten Fernsehpublikum wurde sie als LKA-Verwaltungsangestellten Magda Wächter an der Seite von Kommissar Felix Murot alias Ulrich Tukur in der ARD-Krimireihe „Tatort“ bekannt. Die Produktionen des Hessischen Rundfunks sind regelmäßig zu Gast auf der Parkinsel. Neben ihren Arbeiten auf der Bühne und vor der Kamera arbeite Barbara Philipp als Hörspielsprecherin.

Wolfgang Esser arbeitete nach seinem Betriebswirtschaftsstudium an der Uni Mannheim zunächst als Produktionsleiter, Herstellungsleiter und Head of Production für nationale und internationale Film- und TV-Produktionen, bevor er Ende der 1990er Jahre vollständig ins Produzentenfach wechselte. Seitdem entwickelt und produziert er fiktionale und non-fiktionale Einzel-, Reihen- und Serienstoffe für alle großen TV-Sender, die gleichermaßen erfolgreich im Fernsehen, wie auf Festivals laufen und nicht selten in mehreren Kategorien ausgezeichnet werden.

Im Jahre 2004 nahm sich Wolfgang Esser vor, das deutsche Krimi-Genre um mindestens eine Dimension zu erweitern. Die Idee war, eine moderne Art Landschafts-Krimi nach dem Vorbild skandinavischer Romane zu entwickeln, der Mystik und Magie der Region zu einem eigenen Spielcharakter formen, und in dem weniger der klassische „Who-Done-It“, sondern vor allem das Drama im Vordergrund stehen würde. So entstand der erste Spreewaldkrimi (“Das Geheimnis im Moor”), der gleichermaßen von Publikum und Kritik hochgelobt einen neuen Krimi-Trend einleitete. Mit ihrer assoziativen Erzählweise, die mit angestammten Sehgewohnheiten immer wieder bricht und die Grenzen filmischer Dramaturgie oft bis an ihre Grenzen auslotet, nimmt die bis heute erfolgreiche Spreewaldkrimi-Filmreihe eine Vorreiterrolle in der deutschen Filmlandschaft ein.

Wolfgang Esser lebt und arbeitet als freier Produzent, Autor und Dramaturg in Berlin und auf Mallorca. Zusätzlich lehrt er als freier Dozent in den Bereichen Stoffentwicklung, Dramaturgie und Producing.

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