Ludwigshafen/Frankenthal – Grau: „Fracking ist keine Alternative – erst recht keine kurzfristige Lösung der aktuellen Probleme“

Armin Grau MdB, Buendnis 90/Die Gruenen Bundestagsfraktion. Foto: Stefan-Kaminski

Berlin / Ludwigshafen / Frankenthal / Metropolregion Rhein-Neckar(pm Prof. Dr. Armin Grau, MdB) – Angesichts der aktuellen Gasknappheit durch die eingeschränkten Lieferungen aus Russland infolge des Ukraine-Kriegs hat der Bayerische Ministerpräsidenten Markus Söder gefordert, auch Fracking in Betracht zuziehen. Ähnlich hat sich der CDU-Landeschef in Rheinland-Pfalz Christian Baldauf geäußert.

Dazu erklärt Armin Grau, Grüner Bundestagsabgeordneter (Ludwigshafen-Frankenthal) und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz:

„Neue Gasbohrungen, egal mit welcher Technik, bräuchten Jahre bis sie nennenswert zur Gasversorgung beitragen könnten. Sie lösen unsere aktuellen Probleme daher nicht.“

Ferner macht Grau klar: „Fracking in Gesteinsschichten wie Schiefer, Ton undMergel oder in Kohleflözen ist eine Hochrisikotechnik, die aus gutem Grund in Deutschland verboten ist. Diese Hochrisikotechnik nun vorzuschlagen,
kommt einer Panikreaktion gleich; sie hat mit ruhigem Krisenmanagement nichts zu tun.“

Denn die mit hohem Druck in die Tiefe gepresste Mischung aus Wasser, Chemikalien und Sand stelle eine Gefährdung für das Grundwasser und damit für die Trinkwasserversorgung dar und könne zudem Erdbeben verursachen, so Grau.

„Wir haben aktuell die Aufgabe, die Gasversorgung im Winter zu sichern. Die Lösung dazu besteht vor allem in neuen Lieferverträgen, in der Errichtung von LNG-Terminals und in Einsparmaßnahmen. All diese Maßnahmen werden von
Wirtschaftsminister Robert Habeck und der Ampelregierung rasch vorangetrieben. Sie greifen kurzfristig und sind lösungsorientiert.“

Schließlich betont Grau als stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss: „Wir Grüne nehmen die Sorgen der Menschen vor nicht ausreichend geheizten Wohnungen und die Sorgen der Industrie vor Produktionseinschränkungen sehr ernst. Mit unseren kurzfristigen sehr schnellen Reaktionen werden wir den Aufgaben völlig gerecht; mobile LNG-Terminals sind z.B. schon in Bau. Zur mittelfristigen Problemlösung müssen wir jetzt beschleunigt in Grünen Wasserstoff, in Konzepte mit erneuerbarer Wärme, vor allem mit Wärmepumpen und in die Stromerzeugung aus Wind und Sonne investieren. Das gefährliche Fracking hat da auch mittelfristig keinen Platz.

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