Heidelberg – Vielfältige Vorhaben werden Teilhabe stärken! Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner zu Besuch bei der Lebenshilfe Heidelberg

Konstantin Bertam zeigt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner seinen Arbeitsplatz.

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Lebenshilfe Heidelberg e.V.) – Von der Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) über die vielfältigen Herausforderungen durch Corona, neue Strukturen im IT- und Finanzbereich bis hin zu einer ganzen Reihe umfangreicher Vorhaben und Projekte: Bei der Lebenshilfe Heidelberg stehen viele Themen an, mit denen Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung, und Selbstvertretung im Heidelberger Stadtgeschehen weiter voran getrieben werden sollen. Um sich einen Überblick über diese Themen des Vereins und seiner vier Einrichtungen zu verschaffen, besuchte Oberbürgermeister Eckart Würzner die Lebenshilfe Heidelberg zu einem ausführlichen Gespräch.

Neue Plätze für die Kleinsten
Nach einer Vorstellungsrunde ging es direkt in medias res mit einem Anliegen, das nicht ganz neu, aber heute aktueller ist denn je: Die lange Warteliste von Kindern mit unterschiedlichen, teils schweren Behinderungen, die dringend einen Kindergartenplatz benötigen. Die Kindergärten Pusteblume und der Vorstand möchten hier gerne Abhilfe schaffen. Die Idee: Als Träger eines neuen allgemeinen Kindergartens mit inklusivem Profil, d.h. mit durchgehend inklusiv zusammengesetzten Gruppen, all diesen Kindern so gut wie möglich gerecht zu werden – auch all jenen, die im Regelkindergarten bisher keinen adäquaten Platz finden. Hierfür werden, neben Unterstützung aus Politik und Verwaltung, dringend auch die passenden neuen Räumlichkeiten gesucht. Eckart Würzner betonte, dass das Thema auch für ihn eine hohe Priorität hat und gemeinsam wurden verschiedene räumliche Optionen durchgesprochen. „Wir freuen uns gemeinsam mit den betroffenen Eltern sehr über die große Bereitschaft, Neues zu schaffen und nehmen mit Dank die Möglichkeit an, dass es mit unserem Vorhaben zeitnah konkret weitergehen kann“, so Winfried Monz, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg.

Vielfältige Kooperationen für Inklusion
Nicht nur bei den Kleinsten, auch bei den Senioren stehen wichtige Themen an. Im Wohnverbund der Lebenshilfe Heidelberg kommen viele der langjährigen Bewohner in ein Alter, in dem Pflege eine zunehmende Rolle spielt. Daher wird intensiv darüber nachgedacht, wie die Senioren Tagesbetreuung optimal durchgeführt werden kann und wie die gesamte Betreuung gemeinsam mit einem Träger der Altenhilfe so inklusiv wie möglich gestaltet werden kann. Ebenso inklusiv möchten sich die Heidelberger Werkstätten gerne als Betreiber eines Cafés mit einem eigenen Inklusionsbetrieb ins neu entstehende Hospital-Gelände einbringen. Und auch bei den Offenen Hilfen geht es um neue Kooperationen: Ein Gartenprojekt soll das gemeinsam mit dem Wissenschaftsverlag Springer entstehende Buch in Leichter Sprache „Einfach Gesund“ ergänzend vertiefen. Auch hierfür wird aktuell nach einem passenden Ort gesucht.

Ein Neubau für die Werkstatt
Einen persönlichen Eindruck vom Alltag der Menschen mit Behinderung konnte sich Eckart Würzner im Anschluss an die angeregte Gesprächsrunde bei einem Rundgang durch die Werkstatt machen. In der Metallabteilung lernte er einige der Mitarbeitenden kennen, die für große Firmen in der Region Teile fertigen, und ein Besuch im Förder- und Betreuungsbereiches (FuB) bot Einblicke in die Tagesstruktur von Menschen, die stärker beeinträchtigt sind. Vom Obergeschoss der Werkstatt konnte er zudem einen Blick auf die Zukunft werfen: Auf dem Hospital-Gelände entsteht ein zweistöckiger Neubau, in dem neben dem räumlich erweiterten FuB auch die Offenen Hilfen und die Lebenshilfe-Verwaltung einziehen werden.
„Es ist für mich sehr interessant zu erfahren, welche vielfältigen neuen Projekte für die Integration und Förderung von Menschen mit Behinderung bei der Lebenshilfe anstehen. Gefreut hat es mich auch, sowohl in der Themenrunde als auch beim Rundgang mit den Menschen mit Behinderung selbst ins Gespräch zu kommen. Deren Bedürfnisse haben einen hohen Stellenwert und es ist mir ein großes Anliegen, alle Akteure in der Stadtgemeinschaft unbürokratisch und zielorientiert zusammenzubringen, um die besprochenen Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen“, resümierte der Oberbürgermeister den gelungenen Besuch.

Über die Lebenshilfe Heidelberg e.V.:
Am 11. April 1961 wurde die Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e. V. Ortsvereinigung Heidelberg gegründet. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig und als gemeinnützig anerkannt. Seine Aufgabe ist es, alle Maßnahmen und Einrichtungen zu fördern, die eine wirksame Lebenshilfe für Menschen aller Altersstufen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und ihre Angehörigen bedeuten. Etwa 800 Menschen vor allem aus der Stadt Heidelberg und dem Rhein Neckar-Kreis profitieren vom Beratungs-, Betreuungs- und Versorgungsnetz der Lebenshilfe Heidelberg – in den integrativen Kindergärten Pusteblume, bei den Heidelberger Werkstätten, beim Wohnverbund oder bei den Offenen Hilfen.

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