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StadtwaldZertifikat

Heidelberg – Kulturlandschaft erhalten: mehr Pflege für die Grünflächen zwischen Waldrand und Wohngebiet – Verwaltung will neues Gesamtkonzept erstellen – Kick-off-Veranstaltung mit Oberbürgermeister Prof. Eckart Würzner

Wie soll der Übergangsbereich zwischen Waldrand und Wohngebiete ausgestaltet werden? Die Stadt Heidelberg und betroffene Interessengruppen suchen gemeinsam nach konstruktiven Lösungen dieser Frage. Archivbild: Oberbeürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Gespräch mit MRN-NEWS bei einer Vor-Ort-Veranstaltung zum Thema Heidelberger Stadtwald:Für seine Pflege erhielt die Stadt mehrfach Auszeichnungen, hier war es ein Zertifikat.
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Pflege Übergangsbereiches zwischen Waldrand und Wohngebieten soll durch ein Gesamtkonzept langfristig und gezielt wesentlich mehr Beachtung finden. Zu diesem Zweck hatte die Stadtverwaltung am Dienstag, 5. Juli 2022, Vertreterinnen und Vertreter betroffener Interessengruppen zu einer Kick-off-Veranstaltung mit Workshop eingeladen. Grünflächen am Waldrand verwildern ohne Pflege schnell. Die Folge sind dichte Brombeerbüsche und anderer Wildwuchs. Wildschweine breiten sich hier gerne aus, dringen von dort in anliegende Grundstücke ein und verwüsten die Gärten. Insgesamt zielt das Programm darauf ab, es dem Schwarzwild in der Nähe von Wohngebieten ungemütlicher zu machen. So sollen Konflikte zwischen Menschen und Wildschweinen reduziert werden.

Stadt ist auf die Kooperation der Gartenbesitzenden am Waldrand angewiesen

Um die Kulturlandschaft zu erhalten, nutzt die Stadt Heidelberg zwar punktuell bereits verschiedene Projekte wie Weidegemeinschaften. Die Idee: Auf städtischen und privaten Grundstücken an der Waldgrenze weiden Tiere wie Rinder, Schafe und Alpakas. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass auf den beweideten und eingezäunten Flächen die Aktivität der Wildschweine und anderer Wildtiere deutlich abgenommen hat. Es gibt auf der Fläche von rund 900 Hektar aber noch immer viele Lücken, und nicht nur Weidegemeinschaften eignen sich. Neben der bisherigen Unterstützung von Gartenbesitzenden mit Baustahlmatten zur Absicherung größerer Flächen sollen weitere neue Wege gefunden werden.

Für den Erfolg auf breiter Ebene müssen alle Interessensgruppen mitwirken. Die Stadtverwaltung ist insbesondere auf die Kooperation der Besitzerinnen und Besitzer von Gartengrundstücken am Waldrand angewiesen. Ein weiteres Ziel ist es, auf den Waldrandflächen die Artenvielfalt zu stärken und Biotope zu vernetzen. Außerdem ist der Bereich von großer Bedeutung für die Erholung der Heidelberger Bevölkerung. Durch die Grünflächen ziehen sich viele Wege. Die Grünflächen tragen darüber hinaus in der warmen Jahreszeit zur Kühlung der Stadt bei.

Bestehende und neue Möglichkeiten der Unterstützung

Bei der Kick-off-Veranstaltung am 5. Juli 2022 führte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner ins Thema ein. In der Veranstaltung wurden die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten dargestellt. Schwerpunkt war es, im Vorfeld der Konzepterstellung einen breiten Konsens bezüglich der Zielformulierung für die betroffenen Bereiche zu finden. An der Veranstaltung im Bürgersaal Handschuhsheim nahmen Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und betroffene Interessenvertretungen teil, unter anderem Paul Siemes, Geschäftsführer Naturpark Neckartal-Odenwald, Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden, Obstbauvereinen, Landwirtschaft sowie vom Landschafts- und Forstamt. In einem Impulsvortrag stellte das Büro Spang Fischer Natschka GmbH unter anderem den rechtlichen Rahmen vor.

Die Ziele

Im anschließenden Workshop einigten sich die Teilnehmenden auf folgende Ziele:

In Taleinschnitten mit Bachläufen sollen die Ausbreitung des Waldes gestoppt, die bestehenden Biotope und Grünflächen erhalten und moderat erweitert werden.
Die weitere Ausbreitung des Waldes ins Offenland soll generell gestoppt werden. Die bestehende kleinteilige und vielfältige Nutzung soll gestärkt werden, um damit der Artenvielfalt und Biodiversität zu helfen.
Grünflächen sollen durch Unterstützungsangebote wieder aktiviert und eine Verwilderung der Grundstücke soll verhindert werden.
Die bestehenden guten Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Stadt sollen besser koordiniert werden.

Das Programm „Erhaltung der Kulturlandschaft“

Begonnen hat das Projekt „Erhaltung der Kulturlandschaft“ mit einer Bürgerveranstaltung in Ziegelhausen (2014) zur Wildschweinproblematik. Hieraus entwickelten sich die ersten Förderkriterien mit dem Lösungsansatz, durch eine Beweidungsgemeinschaft die Flächen offen zu halten. Im Haushalt 2015/16 wurden erstmals 25.000 Euro je Haushaltsjahr dafür eingestellt. Ab 2017 wurde die Maßnahme von Ziegelhausen auf die Gesamtstadt ausgeweitet. Seit dem Doppelhaushalt 2021/22 stehen für das Projekt jeweils 35.000 Euro im Jahr zur Verfügung, ab dem nächstem Doppelhaushalt 50.000 Euro jährlich. In Handschuhsheim lieferte die Stadt beispielsweise Baustahlmatten zur Wildschweinabwehr an die dortigen Gartenbesitzer.

Über die Erhaltung der Kulturlandschaft hinaus gibt es bereits folgende Förderungen:

Förderung von Naturschutz und Landschaftspflege über die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) und die Naturparkrichtlinie
Privatpersonen, Vereine, Verbände oder Landwirte können beim Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie Anträge zur Förderung von Maßnahmen zur Landschaftspflege und Biotopentwicklung nach der Landschaftspflegerichtlinie stellen (https://pudi.lubw.de
> Publikationen > Landschaftspflegerichtlinie Baden-Württemberg). Auch die Stadt lässt sich Maßnahmen über die LPR fördern. Leider gibt es zurzeit nicht genügend geeignete Tierhalter und Tierhalterinnen, um schwierige Flächen im Sinne der Landschaftspflege zu beweiden.

Teilnahme an der ILEK-Grundstücksbörse „Blühende Bergstraße“
Seit dem Frühjahr 2018 ist die Stadt Heidelberg an der Grundstücksbörse des ILEK-Projekts „Blühende Bergstraße“ beteiligt. Durch das Internet-Angebot unter www.bluehende-bergstrasse.de werden Verpachtung und Veräußerung von Grundstücken wie zum Beispiel Streuobstwiesen unterstützt, um Menschen den Zugang zu Grundstücken zu ermöglichen, die Interesse an einer landschaftsangepassten Nutzung und Pflege haben.

Zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2022, 11:46

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