Ludwigshafen – Zwei Schüler erhalten Albert-Schweitzer-Preis 2022 – Verleihung im Lutherturm – Auszeichnung für großes soziales Engagement

Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar.

Hamza Kammoun (Realschule plus am Ebertpark) und Jovan Subotic (Karolina-Burger-Realschule plus) verhalten sich in höchstem Maße sozial. Insbesondere unterstützen sie Mitschüler mit Handicap. Dafür haben sie heute den Albert-Schweitzer-Preis 2022 erhalten. Er wird jedes Jahr vom Protestantischen Dekanat Ludwigshafen und dem Religionspädagogischen Zentrum der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) vorbildlichen Schülerinnen und Schülern zuerkannt. Beide Schüler nahmen die Auszeichnung von Rainer Huy vom Religionspädagogischen Zentrum entgegen. Dr. Paul Metzger, Dekan des Protestantischen Kirchenbezirks Ludwigshafen, war krankheitsbedingt verhindert.

„Hamza Kammoun ist ein sehr sozial veranlagter, angenehmer Schüler, der sich stets höflich und hilfsbereit zu allen zeigt“, begründete seine Klassenlehrerin Yvonne Knaus, warum der 17-Jährige den Preis verdient. Ohne Aufforderung packt er mit an, wenn etwas zu tun ist. In hohem Maße setzt sich Hamza für die Klassengemeinschaft ein. Vor allem unterstützt er seit der fünften Klasse einen Mitschüler, der an einer schweren Gehbehinderung leidet. Hamza hilft ihm beim Gehen und beim Transport der Schulsachen auf dem Weg zu den Fachräumen. Auch bei der Abschlussfahrt war Hamza stets an der Seite des Mitschülers. Darüber hinaus unterstützt er tatkräftig Aktionen der Schülervertretung. Bei einem Schulpraktikum in einem Altenpflegeheim erntete der Schüler viel Lob.

Ebenso hilfsbereit ist der 17-jährige Jovan Subotic. Auch er steht einem Freund mit körperlichen Einschränkungen zur Seite, damit dieser seinen Schulalltag meistern kann. Jovans Klassenkamerad ist seit der achten Klasse auf einen Rollstuhl angewiesen. Dadurch braucht er im Schulalltag immer wieder Hilfe, etwa um Türen zu öffnen. „Jovan unterstützt ihn in allen Situationen, in denen seine helfende Hand benötigt wird, ohne seine eigenen Belange in den Vordergrund zu stellen“, sagte Klassenlehrer Mirko Lombardo. „In dieser Zuwendung zeigt sich Jovans rücksichtsvolles Wesen.“

Hintergrund:
Seit 26 Jahren verleihen der Protestantische Kirchenbezirk Ludwigshafen und das Religionspädagogische Zentrum den Albert-Schweitzer-Preis. Die Auszeichnung wird Schülerinnen und Schülern zuerkannt, die sich in besonderer Weise im Geiste des Arztes und Theologen Albert Schweitzer engagieren. Sie bemühen sich um ein gutes Miteinander in der Schule. Sie setzen sich gegen Gewalt ein und helfen, Konflikte friedlich zu lösen. Mit ihrem Verhalten zeigen sie, dass Hilfe und Unterstützung weiterführen als Gleichgültigkeit und Egoismus. Den Preis erhalten ebenso Schülerinnen und Schüler, die sich um Pflege und Schutz von Tieren und Pflanzen, Natur und Umwelt kümmern. Der Albert-Schweitzer-Preis wird Schülerinnen und Schüler der Realschulen plus und Integrierten Gesamtschulen bei ihrer Schulentlassung verliehen.

Der Namensgeber des Preises, Albert Schweitzer, wurde 1875 in Kaysersberg/Elsass geboren. Er studierte Theologie und Philosophie und wurde später Professor. Er war außerdem ein sehr guter und bekannter Musiker. Albert Schweitzer verzichtete auf Karriere und Ruhm und studierte Medizin, um Menschen zu helfen. Er ging 1913 mit seiner Frau Helene nach Afrika und gründete in Lambarene eine Krankenstation, die er bis zu seinem Tod 1965 leitete. Unter dem Leitwort „Ehrfurcht vor dem Leben“ setzte er sich für Menschen und Tiere ein sowie für die Bewahrung der Natur. Albert Schweitzer erhielt 1954 den Friedensnobelpreis, weil er sich für Frieden engagierte und aktiv für die Abschaffung von Waffen und Atombomben eintrat.

Foto: Albert-Schweitzer-Preis-:
(v. l. n. r.) Lehrerin Yvonne Knaus, Hamza Kammoun (beide Realschule plus am Ebertpark), Rainer Huy (Religionspädagogisches Zentrum), Jovan Subotic, Lehrer Mirko Lombardo (beide Karolina-Burger-Realschule plus)
Quelle: Prot. Dekanat Ludwigshafen

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