Heidelberg – Deutschlandweiter Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli – Stadt Heidelberg ist Teil der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus – Stadtführung muslimisches Leben in Heidelberg am 3. Juli

Antimuslimischer Rassismus. Plakat: Claim

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli 2022 beteiligt sich die Stadt Heidelberg mit verschiedenen Angeboten an den deutschlandweiten Aktionswochen von „CLAIM – Allianz gegen Islam und Muslimfeindlichkeit“, um ein klares Zeichen gegen menschenfeindliche Verhaltens- und Denkweisen und für Vielfalt zu setzen. Mit den jüdisch-muslimischen Kulturtagen (JMKT) gibt es in Heidelberg ein deutschlandweit einzigartiges Format, welches auch im Rahmen der Aktionswochen muslimisches Leben in Heidelberg sichtbar macht. Insbesondere durch die Teilnahme an der diesjährigen Plakatkampagne #germanyisformany im Rahmen der JMKT soll im öffentlichen Raum die Aufmerksamkeit für oftmals unbewusste Vorurteile geschärft werden.

„Heidelberg ist eine vielfältige und weltoffene Stadt. Antimuslimischer Rassismus stellt nicht nur eine Gefahr für unsere muslimischen Bürgerinnen und Bürger dar, sondern auch für das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt und die Werte unserer Demokratie. In einer Zeit, in der spalterische Stimmen lauter werden, ermöglichen uns die Jüdisch-Muslimischen Kulturtage in Heidelberg Einblicke in eine Vielfalt an Perspektiven auf muslimisches Leben in Deutschland“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

Zum Hintergrund des 1. Juli

Das Datum des Gedenktags geht auf die rassistisch motivierte Tat im Jahr 2009 zurück, bei der Marwa El-Sherbini während eines Gerichtsverfahrens in Dresden von dem Mann erstochen wurde, den sie aufgrund eines antimuslimischen Hassverbrechens angeklagt hatte. Seitdem steht der 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen Rassismus in Deutschland für entschiedenes Eintreten für eine demokratische, gleichberechtigte und offene Gesellschaft.

Jüdisch-Muslimische Kulturtage mit Stadtführung muslimisches Leben in Heidelberg

Die Jüdisch-Muslimischen Kulturtage Heidelberg, kurz JMKT, schaffen noch bis zum 11. August 2022 mit einem facettenreichen Programm eine Plattform in Heidelberg für aktuelle jüdische und muslimische Perspektiven auf gesellschaftliches Miteinander. Im Rahmen der Aktionswochen findet unter anderem am Sonntag, 3. Juli 2022, um 11 Uhr die Stadtführung muslimisches Leben in Heidelberg statt, die vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an anmeldung@teilseiend.de. Weitere Programmpunkte zum Thema sind die Eröffnung der Fotoausstellung zum Thema „Mode und Identität“ der muslimischen Künstlerin Asma Aiad am Donnerstag, 14. Juli, um 19.30 Uhr in der Hochschule für Jüdische Studien und der englischsprachige Diskussionsabend Young Muslim Men mit Ozan Zakariya Keskinkılıç und Tawseef Khan im Kulturhaus Karlstorbahnhof am Sonntag, 31. Juli, um 19.30 Uhr.

Weitere Informationen zu den jüdisch-muslimischen Kulturtagen online unter www.jmkt.de.

Engagement auf europäischer Ebene

Auch auf europäischer Ebene setzt sich die Stadt Heidelberg für die gleichberechtigte Teilhabe von muslimischen Menschen ein. In ihrer Rolle als Koordinatorin der Arbeitsgruppe antimuslimsicher Rassismus der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) koordiniert sie europaweit den Erfahrungsaustausch gelungener kommunaler Arbeit aus diesem Bereich. Weitere Information zur europäischen Arbeitsgruppe im Internet unter eccar.info.

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