Heidelberg – Virtueller Bürgerassistent soll künftig Zugang zu Informationen erleichtern – Künstliche Intelligenz sorgt für unkomplizierte Interaktion und schnelle Ergebnisse

Vom Modell zum virtuellen Avatar: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner präsentiert den ersten Prototypen des neuen virtuellen KI-Bürgerassistenten der Stadt Heidelberg zusammen mit Dr. Philipp Lechleiter (Amt für Digitales und Informationsverarbeitung), Jonas Andrulis (Gründer und CEO von Aleph Alpha) und Ralf Lüling (Aleph Alpha).
Foto: Stadt Heidelberg

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Wann wird in meiner Straße der Müll abgeholt? Welche Konzerte finden am Wochenende statt? Was hat der Gemeinderat beschlossen, um die Freiwillige Feuerwehr zu stärken? Diese und viele weitere Fragen soll in Zukunft der neue Bürgerassistent der Stadt Heidelberg beantworten können. Das Besondere dabei: Der digitale Assistent ist nicht nur ein Chatbot, der vorgefertigte Antworten wiedergibt, er besitzt (künstliche) Intelligenz und geht individuell auf die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern ein. Anlässlich des bundesweiten Digitaltages am 24. Juni 2022 hat die Stadt Heidelberg erstmals Einblick in dieses neue Projekt gewährt.

Entwickelt hat den Bürgerassistenten das Heidelberger KI-Start-up „Aleph Alpha”, dessen Gründer und Geschäftsführer Jonas Andrulis den ersten Prototypen zusammen mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner präsentierte. Als erster Gesprächspartner für den neuen Bürgerassistenten konnte sich der Oberbürgermeister gleich persönlich von der Technologie überzeugen, die das Feld der künstlichen Intelligenz auf eine neue Stufe heben soll. In die Entwicklung des virtuellen Bürgerassistenten sind vielfältige Erkenntnisse aus weiteren Digitalangeboten der Stadt Heidelberg sowie direktes Feedback der Bürgerinnen und Bürger – etwa über den Chatbot „Hardi“ oder die „MeinHeidelberg“-App – eingeflossen. In einer gründlichen Testphase und in engem Austausch mit dem Amt für Digitales und Informationsverarbeitung wird der Bürgerassistent nun weiter verbessert und auf seine künftige Aufgabe vorbereitet werden, ehe er als digitaler Begleiter für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung steht.

„Eine nette Unterhaltung“

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „In Heidelberg wird Zukunftstechnologie geschaffen: auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Ich freue mich, dass wir mit einem innovationsstarken Partner nun diese Zukunftstechnologie für unsere Bürgerinnen und Bürger nutzbar machen können. Mit dem neuen digitalen Bürgerassistenten ermöglichen wir nicht nur einen unkomplizierten Zugang zu den vielfältigen Dienstleistungen der Stadtverwaltung, wir schaffen für unsere Bürgerinnen und Bürgern einen direkten Zugang zu allen relevanten Informationen. Statt aufwendiger Recherche müssen sie dafür nichts weiter tun, als eine nette Unterhaltung zu führen.”
Jonas Andrulis, Gründer und Geschäftsführer von Aleph Alpha: „Gemeinsam mit der Stadt Heidelberg haben wir bewiesen, dass die öffentliche Verwaltung KI kann. Mit Hilfe des KI-Bürgerassistenten werden Bearbeitungszeiten verkürzt und die Verwaltung effizienter und effektiver aufgestellt. Wir erhoffen uns von dem Projekt eine spürbare Verbesserung für die Nutzerinnen und Nutzer und eine erhebliche Qualitätssteigerung im Angebot der Verwaltung. Wir bedanken uns bei der Stadt Heidelberg und Herrn Prof. Dr. Würzner für das Vertrauen und dafür, den Beweis antreten zu dürfen, dass junge Unternehmen einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen Verwaltung leisten können.“
Aleph Alpha – die nächste Generation der Künstlichen Intelligenz (KI)
Mithilfe von KI-Sprachmodellen des Heidelberger Startups Aleph Alpha können unter anderem große Datenmengen schnell ausgewertet und aufbereitet werden. Auf Basis dieser Technologie lassen sich verschiedene Anwendungen entwickeln, die beispielsweise Berichte und Analysen aufstellen, virtuelle Assistenten zur Beantwortung von Fragen aufbauen oder hoch spezialisierte, bürokratische oder juristische Sprache zusammenfassen und strukturieren und in leicht verständliche Alltagssprache übersetzen. Die Software bietet eine „Made in Europe“ Alternative zu vergleichbaren Technologien aus den USA oder aus China und leistet dadurch auch einen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas.

Bürgernahe Kommunikation: Teil der städtischen Digitalstrategie

Bildung, Soziale Teilhabe und die Beteiligung der Bürger sind wichtige Grundpfeiler in den Digitalen Leitlinien der Stadt Heidelberg. Im Austausch mit dem virtuellen Assistenten können Bürgerinnen und Bürger so einfach wie nie auf Informationen zugreifen, sich eine Meinung bilden und eigene Ideen einbringen. Er weiß beispielsweise, welche Umweltschutzmaßnahmen der Gemeinderat in den vergangenen Monaten beschlossen hat, unterfüttert seinen Bericht mit Informationen aus den zuständigen Fachämtern und stellt auf Wunsch direkt Kontakt zum Ideenmanagement der Stadt her.

Name gesucht: Wie soll der virtuelle Bürgerassistent heißen?

Die Stadt Heidelberg nutzt digitale Angebote, um den Bürgerinnen und Bürgern einen fortlaufend besseren und unkomplizierten Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu bieten. Für das Aussehen des virtuellen Bürgerassistenten zeichnen die Heidelberger Produktionsfirma Bildbrauerei und die Kreativagentur Digital Brand Factory verantwortlich. Nun sollen in die Entwicklung des neuen virtuellen Assistenten auch die künftigen Nutzerinnen und Nutzer einbezogen werden. Das Amt für Digitales und Informationsverarbeitung sammelt unter der E-Mail-Adresse digitales@heidelberg.de Namensvorschläge. Diese können bis Freitag, 1. Juli 2022, eingereicht werden.

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