Heidelberg – Airfield als Freiraum ermöglichen: OB Würzner bremst!

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar.

In Heidelberg mangelt es an Freiflächen – für Familien, Kinder, alte und junge Menschen. Viele Bürger*innen sehnen sich nach mehr Freiräumen. Das Airfield wäre hierfür ideal, liegt aber seit Jahren brach. Der Heidelberger Gemeinderat ist sich parteiübergreifend einig: Der ehemalige US-Landeplatz soll schon diesen Sommer genutzt werden und braucht eine kurzfristige Perspektive. Doch der amtierende Oberbürgermeister Würzner bremst.

“Es ist viel zu schade, das Airfield weiter ungenutzt zu lassen. Seit Jahren fehlen in Heidelberg Freiräume für Familien und Orte vor allem für junge Menschen für kreative Projekte und Experimente, aber auch als Raum für Austausch und Vernetzung”, so Grünen-Stadträtin Kathrin Rabus. Der Fraktionsvorsitzende Derek Cofie-Nunoo betont: “Heidelberg hat viel zu wenig Freiflächen und Freiräume. Wir haben mit dem Airfield eine Fläche, die derzeit brach liegt und schnellstmöglich genutzt werden soll.”

Die Grünen-Fraktion setzt sich schon lange für eine Zwischennutzung des Airfields ein und hatte daher beantragt, dass Teile des Areals für kurzfristige Nutzungen schnell und niederschwellig ertüchtigt werden (Strom, Wasser, Toiletten), um eine kulturelle und soziale Zwischennutzung mit dem Fokus auf junge Menschen und Familien für den Sommer 2022 zu ermöglichen. Auch der Heidelberger Gemeinderat sprach sich in seiner Sitzung am 3. Mai mehrheitlich für eine baldige Nutzung aus.

Doch der amtierende Oberbürgermeister Würzner will das Airfield laut eines Video-Statements lieber ungenutzt lassen. Er sagte am 5. Mai: “Lassen wir es doch einfach mal ein bisschen liegen.” Und ob eine Zwischennutzung möglich sei, müsse erst geprüft werden. “Das ist nicht so einfach, wie man denkt”, so Würzner in der Rhein-Neckar-Zeitung am 3. Mai. Ein paar Tage später fand im Hangar auf dem Airfield mit der Verleihung des Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises eine größere städtische Veranstaltung statt.

“Wir finden es toll, dass diese Veranstaltung in einem Hangar auf dem Airfield stattfinden konnte. Sie zeigt: Es geht! Wir wollen mehr davon – vielfältig und für alle Bürger*innen. Wir fragen uns, warum der amtierende Oberbürgermeister kreative Ideen und bürgerliches Engagement eher ausbremst als ermöglicht. Wir wünschen uns hier eine Ermöglichungskultur im Sinne all der Engagierten, die Ideen und Projekte für das Airfield haben ”, so Grünen-Stadträtin Kathrin Rabus.

Die Grünen-Fraktion resümiert: “Wenn es nach uns ginge, würden wir lieber heute als morgen mit einer Nutzung beginnen und zu Ideen aufrufen. Viele Akteur*innen aus der Kreativwirtschaft und Kultur-Szene, der Schausteller-Verband und sicherlich viele andere stehen bereit. Wir müssen ihnen nur die Möglichkeit geben.”

Hintergrund:

Die Grünen-Fraktion hatte bereits im Juli 2021 Ideen für eine Nutzung des Airfield eingebracht. Bei einer Begehung im Februar 2022 konnte sich die grüne Fraktion gemeinsam mit einigen Akteur*innen der Jugendkultur und der Heidelberger Zwischenraumagentur Team Z vom guten Zustand eines Hangars und dem Potential der Gesamtfläche überzeugen. Bereits im Juni 2021 hat die Grünen-Fraktion eine Diskussion über die zivile Nachnutzung in Gang gesetzt und einen ersten Vorstoß gewagt. In der Online-Veranstaltung “Airfield: Hungrig nach Freiraum!” erläuterte Simon Kux das “Platzprojekt” in Hannover, das als Blaupause für das Airfield dienen könnte.

Der ehemalige Militärflughafen mit seinen über 15 Hektar Fläche zwischen Bahnstadt, Pfaffengrund und Kirchheim hat das Potential, Naherholung, Kultur, Kreativwirtschaft, Existenzgründung und Landwirtschaft gleichermaßen Platz zu bieten. Während es besonders nach zwei Jahren Pandemie an Freiflächen und -räumen für alle Heidelberger*innen fehlt, liegt das Airfield seit Jahren brach. Vor allem die kreative Szene benötigt dringend Räume für kleinere Veranstaltungen, Werkschauen, Proben, kreative Experimente etc. Heidelberg ist eine junge Stadt mit vielen Ideen und einem sehr großen Potential an Kreativität, hat aber nur sehr wenige Flächen, an denen Ideen möglich gemacht werden können. Aber auch Familien brauchen Raum für Picknick, Inline Skaten, Fahrrad fahren lernen. Das Airfield bietet Fläche und Räume für all das. Unbenommen hiervon bleibt die weitere Planung des Landwirtschaftsparks.

Das Nutzungskonzept des Airfields ist am 25. Mai Thema im Konversionsausschuss.
Quelle Grüne Heidelberg

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