Heidelberg – Neue Schutzhütte mit Aussichtsplattform an der Rhododendronanlage im Heidelberger Stadtwald: Minister Hauk und Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner eröffneten den Pavillon

Eröffneten gemeinsam den Pavillon (v.l.): Dr. Ernst Baader (Leiter des Landschafts- und Forstamtes), Minister Peter Hauk, Markus Sauer (Alfred Kilian Holzbau), Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Foto: Philipp Rothe

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Nur sehr selten gibt es Rhododendronanlagen mitten im Wald – eine davon ist im Heidelberger Stadtwald unmittelbar am Waldparkplatz „Blockhaus“ zu finden. Im Frühjahr sind die gelb, rosa und weiß blühenden, exotischen Sträucher ein beliebtes Ausflugsziel. Die dortigen Rhododendren sind über die Jahre zu beachtlicher Größe herangewachsen. Die über 20 Jahre alte Aussichtsplattform haben sie längst überragt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung hat das Landschafts- und Forstamt jetzt eine neue Aussichtsmöglichkeit errichtet: einen vorgelagerten, offenen Pavillon aus Rundhölzern, der als Schutzhütte ausgelegt ist. Gefördert wurde das Projekt durch den Naturpark Neckartal-Odenwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Heidelbergs Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain haben den Pavillon am Montag, 2. Mai 2022, eröffnet.

„Der Heidelberger Stadtwald ist seit Jahrtausenden ein wichtiger Rückzugsort und Lebensraum für Menschen, wie wir auf den historischen Stätten des Heiligenbergs sehen können“, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Auch berühmte Künstler wie Mark Twain, Goethe und Merian wurden vom Heidelberger Stadtwald inspiriert. Ich freue mich, dass die Waldbesucherinnen und -besucher durch den neuen Pavillon nun wieder freie Sicht auf diese außerordentliche Rhododendronanlage haben und danke dem Zimmereibetrieb Alfred Kilian für die großartige Arbeit.“

„Immer mehr Menschen entdecken den Wald als Ort der Gesundheit und der Erholung“, sagte Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: „So spielen insbesondere im Stadtwald die Erholung und der Artenschutz eine wesentliche Rolle. Aber unsere Wälder erfüllen auch zahlreiche weitere wertvolle Aufgaben. Klimastabilität und Kohlenstoffbindung sind wichtige Aspekte der modernen Forstwirtschaft und müssen klug und umsichtig umgesetzt werden. Heidelberg hat als erste Stadt Deutschlands diese Ziele nachhaltig bewirtschafteter Wälder durch das Zertifikat des PEFC überprüfen und bestätigen lassen.“

Für den Bau des neuen Pavillons wurde Robinienholz verwendet, das über längere Zeit bei Hiebmaßnahmen im Stadtwald gesammelt worden war. Lediglich die Hölzer der Dachkonstruktion mit einer Verschalung aus Fichten stammt nicht aus dem Heidelberger Wald. Nach vorbereitenden Arbeiten am Fundament durch Forstwirte des Stadtforstbetriebs wurde das Zimmereigeschäft Alfred Kilian mit dem Bau des Pavillons beauftragt – eine Herausforderung, da die Vorortarbeiten mit den massiven Rundhölzern in natürlicher Struktur und Bauweise auch für erfahrene Zimmerleute nicht alltäglich sind.

Durch den barrierearmen Zugang ist die Schutzhütte für alle Besucherinnen und Besucher erreichbar und verspricht beste Aussichten auf die größte Rhododendronanlage im Stadtwald. Die immergrünen Rhododendren gehören zur artenreichsten Pflanzengattung der Nordhalbkugel. Viele der schön blühenden Arten stammen aus Asien oder Nordamerika und werden seit Jahren zur Zierde in mitteleuropäischen Parks kultiviert. Eingebettet in den Wald findet man sie dagegen äußerst selten.

Natur- und Artenschutz sowie Erholungswert stehen im Mittelpunkt

Der Schutzpavillon reiht sich ein in die große Palette der Hütten, Aussichtspunkte, Bänke und Kunstwerke aller Art, mit denen der Heidelberger Stadtwald bestückt ist. Der Erholungswert ist neben dem Natur- und Artenschutz der wichtigste Zweck des Stadtwaldes und genießt höchste Priorität bei der Bewirtschaftung. Ausdruck findet diese Zielsetzung unter anderem in der Zertifizierung des Waldes nach dem Erholungswaldstandard des Nachhaltigkeitszertifikats des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC), welches der Stadt im Jahr 2015 verliehen wurde.

Auszeichnung zum Kur- und Erholungswald

Im Jahr 2021 konnte Heidelberg darüber hinaus noch als erste Waldbesitzerin überhaupt den Kur- und Heilwaldstandard von PEFC erlangen. Dabei wurde der gesamte Stadtwald als Kurwald ausgewiesen: Erholungssuchende finden dort ein passives Gesundheitsangebot vor. Ruhebänke, Aussichtspunkte, Themenpfade, Nordic-Walking-Routen, Schautafeln und Waldhütten bieten zahlreiche Gelegenheiten zum Kraft schöpfen und „runterkommen“ im stressigen Alltag. Wer mehr möchte, findet im Heilwald, einem kleinen Waldgebiet, welches an die Rehaklinik am Kohlhof angrenzt, ein aktives Gesundheitsangebot. Hier finden Heilbehandlungen der Klinik sowie Gesundheitskurse aus dem Programm von Natürlich Heidelberg statt.

Arboreten laden zum Erkunden ein

Der Heidelberger Stadtwald weist neben den alten und naturnahen Baumbeständen, die überwiegend von heimischen Baumarten wie Buche, Eiche, Fichte und Tanne geprägt sind, auch einige exotische Besonderheiten auf: So existieren östlich der Schmieder-Kliniken am Bierhelder Hof zwei Arboreten, also Anpflanzungen nicht-heimischer Arten. Die ältere der beiden Anlagen ist überwiegend mit amerikanischen Baumarten bepflanzt wie die eindrucksvollen Mammutbäume an der Sprunghöhe sofort erkennen lassen. Das jüngere Arboretum ist hauptsächlich von asiatischen Baumarten geprägt.

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