Ludwigshafen – IHK Pfalz: Exportquote in der Pfalz erholt sich – Corona-Auswirkungen fast überwunden

Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Die Exportquote in der Pfalz lag im Jahr 2021 bei genau 66 Prozent, nach 65,7 Prozent im Jahr davor. Demnach erwirtschafteten Industriebetriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten im vergangenen Jahr, das von Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie geprägt war, zwei Drittel ihrer Umsätze im Ausland. Dies ergeben aktuelle Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz auf der Grundlage von Daten des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz.

Dank kräftiger Zuwächse sowohl bei den In- als auch bei den Auslandsumsätzen stieg die Exportquote auf 66,0 Prozent und liegt damit nur knapp unter dem Wert vor der Pandemie mit 66,5 Prozent (2019). Dabei entwickelte sich der Umsatz im Ausland dynamischer als im Inland: Der Auslandsumsatz der Industrieunternehmen stieg um plus 19,4 Prozent auf rund 35,2 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz wuchs im Zeitraum 2020/21 um plus 17,8 Prozent auf knapp 18,2 Milliarden Euro, so dass sich der Gesamtumsatz aller Industrieunternehmen um plus 18,8 Prozent auf rund fast 53,4 Milliarden Euro erhöhte.

„Im Land Rheinland-Pfalz und auch in der Pfalz sind insbesondere die Branchen Chemie, Maschinenbau sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung stark vertreten und zugleich deutlich exportorientiert“, erläutert Ruth Scherer, Referentin für Wirtschaftsstatistik bei der IHK Pfalz. So erzielten 2022 die Hersteller chemischer Erzeugnisse sowie der Maschinenbau landesweit mit Zuwächsen in Höhe von 22 und 21 Prozent merklich höhere Umsätze. Und trotz anhaltender Lieferprobleme im zweiten Halbjahr stieg der Umsatz bei den rheinland-pfälzischen Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit plus 11 Prozent ebenfalls spürbar. Zudem tritt auf der Ebene des Bundeslandes ein Sondereffekt auf, auf Basis dessen die Pharmaindustrie dank erhöhter Nachfrage nach einzelnen Produkten ihre Umsätze deutlich um über 70 Prozent steigern konnte. Der starke Aufholprozess, so Scherer, zeige sich nach wie vor die hohe Wettbewerbsfähigkeit der pfälzischen Industrie auf ausländischen Märkten*.

Von der positiven Entwicklung profitieren insbesondere die Stadt Ludwigshafen sowie der Kreis Germersheim – beide bedeutende Industriestandorte in der Pfalz mit hohen Exportquoten. In Ludwigshafen erhöhte sich der Gesamtumsatz um 23,5 Prozent auf rund 28,2 Mrd. Euro. Dabei stieg der Inlandsumsatz um 34,1% auf 7,9 Mrd. Euro und der Auslandsumsatz um 19,8 Prozent auf rund 20 Mrd. Euro. Die Exportquote sank hierdurch von 74,2 auf 72,0 Prozent. Im Landkreis Germersheim erhöhten sich die Industrieumsätze um 16,1 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro. Daten zum Auslandsumsatz sowie zur Exportquote werden leider statistisch nicht ausgewiesen.

Für ganz Rheinland-Pfalz erhöhte sich die Exportquote von 55,6 Prozent auf 56,4 Prozent. Die Quote für Deutschland stieg im Jahresvergleich 2020/21 ebenfalls und zwar leicht von 50,0 auf 50,3 Prozent. Daten für die Rheinpfalz und Westpfalz konnten leider aus Datenschutzgründen nicht ermittelt werden.

Die hohe Bedeutung der pfälzischen Industrie für ganz Rheinland-Pfalz zeigt sich auch in den folgenden Kennzahlen: Der Anteil der pfälzischen Unternehmen am rheinland-pfälzischen Gesamtumsatz betrug im vergangenen Jahr 53,8 Prozent; der Anteil am Auslandsumsatz 63,0 Prozent. Zugleich waren 40,8 Prozent aller in Rheinland-Pfalz im verarbeitenden Gewerbe Beschäftigten in pfälzischen Betrieben angestellt.

In die Berechnungen (Stand April 2022) wurden 297 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes (2020: 306) mit 105.147 Beschäftigten (2020: 107.183) einbezogen.

* Branchendaten Rheinland-Pfalz Stand Februar 2022.

Quelle IHK Rheinland Pfalz
Foto MRN News

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