Heidelberg – Viertklässler lernen beim „BibLab“ freundliches und sicheres Verhalten im Internet – Medienpädagogisches Projekt kann bei der Stadtbücherei für Workshops gebucht werden

Die Klasse 4a der Kurpfalzschule freut sich über den Besuch von Eva Weiler (4.v.l.) und dem mobilen Medienlabor „BibLab“. Bürgermeister Wolfgang Erichson (3.v.l.), Stadtbüchereidirektorin Christine Sass und Manfred Leutz, Leiter des Amtes für Digitales und Informationsverarbeitung (hintere Reihe, rechts), berichteten sie stolz, was sie über den fairen und sicheren Umgang im Internet gelernt hatten. Foto: Tobias Dittmer
Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Der neue Digitalisierungsbotschafter der Stadt Heidelberg ist bunt, elektrisch und hört auf den Namen „BibLab“. Gemeint ist ein Elektrofahrzeug mit besonderer Ausstattung: Als mobiles Medienlabor dient es Eva Weiler nämlich nicht nur als Transportmittel zu ihren Einsatzorten in ganz Heidelberg, sondern beinhaltet auch ihr Arbeitsmaterial. Ausgestattet mit Tablets, E-Book-Lesegeräten und kleinen programmierbaren Robotern besucht die Medienpädagogin Kindergärten und Schulen, aber auch Seniorenzentren, und bringt ihren Kursteilnehmern den souveränen Umgang mit der digitalen Welt bei. Bei ihrem ersten Einsatz in der Kurpfalzschule am Dienstag, 12. April 2022, stand ein Workshop zum Thema „Netiquette“ auf dem Programm. Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse lernten dabei den höflichen Umgang im Internet.
Dabei ging es um weitaus mehr als den richtigen Ton in einem Online-Chat: Mit im Gepäck hatte die Medienpädagogin Eva Weiler auch Tipps und Hilfestellungen, wie die Kinder das Gelernte in der Praxis umsetzen und auch knifflige Situationen entschärfen und für sich und andere einstehen können.

Bürgermeister Wolfgang Erichson, Dezernent für Kultur, Bürgerservice und Kreativwirtschaft: „Digitale Angebote sind längst mitten im Leben angekommen. Die Digitalisierung bietet die Chance, die Menschen näher zusammenzubringen und ihren Alltag zu erleichtern oder neue Perspektiven zu eröffnen. Dabei dürfen wir jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass zu einem sicheren und gesunden Umgang mit der digitalen Welt auch eine entsprechende Medienkompetenz gehört. Mit dem BibLab können wir Heidelbergerinnen und Heidelberger von Jung bis Alt dabei unterstützen, diese Kompetenz zu erwerben und zu erweitern: unkompliziert, praxisbezogen und mobil im ganzen Stadtgebiet.“

Christine Sass, Direktorin der Stadtbücherei Heidelberg: „Wir in der Stadtbücherei freuen uns sehr, dass das BibLab bei uns beheimatet ist. Als Leuchtturmprojekt für mobile Medienbildung vermittelt es wichtige Schlüsselkompetenzen im Umgang mit digitalen Medien. In der Corona-Pandemie hat sich der frühzeitige Einstieg in digitale Angebote bei der Stadtbücherei als großer Vorteil für unsere Nutzerinnen und Nutzer erwiesen. Mit dem BibLab schließen wir nun den Kreis vom digitalen Medienangebot zur mobilen Vermittlung von Medienkompetenz für alle Heidelbergerinnen und Heidelberger.“

Manfred Leutz, Leiter des Amtes für Digitales und Informationsverarbeitung der Stadt Heidelberg: „Ein kompetenter und aufgeklärter Umgang mit den neuen Medien hilft, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen und Risiken besser einzuschätzen. Mit dem mobilen BibLab erweitert die Stadtbücherei das Bildungsangebot und kann Menschen im gesamten Stadtgebiet erreichen. Als Amt für Digitales und Informationsverarbeitung freuen wir uns, dass wir die Stadtbücherei bei diesem tollen Projekt unterstützen konnten.“

Maßgeschneidertes Angebot für alles Altersgruppen

Das BibLab ist eines von fünf städtischen Projekten im Rahmen des Landeswettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ und bei der Stadtbücherei beheimatet. Das mobile Medien- und Digitallabor ermöglicht maßgeschneiderte Kurse für verschiedene Altersgruppen. So führt die Roboterbiene „Bee-Bot“ Vorschüler spielerisch ans Programmieren heran. Damit die Biene von ihrer Wabe zur Blume kommt, müssen die Route geplant, Felder gezählt und Richtungswechsel programmiert werden – das alles trainiert räumliches Denken und das mathematische Verständnis der Kinder. Ein Angebot für weiterführende Schulen beschäftigt sich mit der Video-Plattform YouTube: Die Schülerinnen und Schüler lernen die Funktionsweise und das Geschäftsmodell der Webseite kennen, erforschen, wie Youtuberinnen und Youtuber eigentlich ihr Geld verdienen und lernen auch selbst, eigene Videos zu verschiedenen Themen zu produzieren.

Nicht nur auf YouTube können einem im Internet Falschmeldungen begegnen. Was „Fake News“ eigentlich sind, welchem Zweck sie dienen, und vor allem, wie man sie enttarnt, lernen Achtklässler in einem Workshop und dem Spiel „Escape Fake“. Nach dem Muster eines Escape Rooms sammeln die Spielenden Hinweise und Gegenstände, lösen Rätsel und lernen dabei, Fake News von seriösen Nachrichten zu unterscheiden. Hier kommt es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern vor allem auf Genauigkeit an. Für Seniorinnen und Senioren bietet das „BibLab“ einen Einstiegskurs für die Onleihe. Tausende digitale Medien sind in der virtuellen Zweigstelle des Bibliothekenverbundes „metropolbib“ rund um die Uhr verfügbar und können unkompliziert auf den meistens Endgeräten genutzt werden. Das „BibLab“ hilft beim Einstieg in die Nutzung und ermöglicht, dabei auch ganz individuelle Fragen zu klären.

Kindergärten, Grund- und weiterführende Schulen in Heidelberg können kostenlose Workshops mit dem „BibLab“ buchen, in denen Informations- und Medienkompetenz, Aspekte des Jugendmedienschutzes sowie kreative Einsatzmöglichkeiten von digitaler Technik vermittelt werden. Seniorinnen und Senioren lernen in einem speziellen Angebot die Ausleihe von E-Medien kennen und bei Einsätzen auf Stadt- und Bürgerfesten können alle Interessierten verschiedene Bereiche der Digitalität spielerisch testen und ausprobieren.

Weitere Informationen gibt es online unter www.stadtbuecherei.heidelberg.de. Wer Interesse an einem Workshop hat, kann sich per E-Mail an biblab@heidelberg.de anmelden.

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