Ludwigshafen – Staatsphilharmonie stellt Konzertsaison 22–23 vor: Intendant Beat Fehlmann und Chefdirigent Michael Francis stellten in einer Pressekonferenz das Programm für die Saison 22–23 vor


Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Deutsche Staatsphilharmonie RLP) – „Wir spielen weiter. Spielen Sie mit!“ lautet das Motto für die Spielzeit 22–23. Denn mit dem eigens entwickelten Orchester-Kartenspiel kann man die – Staatsphilharmonie von nun an mit nach Hause nehmen und mitspielen. Die Spielkarten sind zudem konzeptioneller Bestandteil des Saisonhefts: Jedem Abonnementkonzert ist eine Karte aus dem Orchester-Quartett zugeordnet. „Dadurch stellen wir einen direkten Bezug zwischen unseren Musiker*innen auf der Spielkarte und dem entsprechenden Konzertprogramm her. So entsteht ein ganz individuell auf die Staatsphilharmonie bezogener Zugang zu den Werken“, erklärt Intendant Beat Fehlmann die Idee von Spielzeitheft und Spielkarten.

Nach über zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen stellt die Staatsphilharmonie mit der Saisonbroschüre 22–23 einen Spielplan vor, der weit über den „Normalbetrieb“ hinausgeht: Neben den etablierten Aboreihen, Festivals und Gastkonzerten sind besonders in den Bereichen Digitales und Engagement zukunftsweisende Vermittlungsprojekte hinzugekommen. „Aus meiner Perspektive ist die Transformation eines traditionellen Orchesters zu einem Kompetenzzentrum für Musik unsere wichtigste Aufgabe. Dazu gehört für mich, Musik auch auf ungewöhnlichen Wegen zu den Menschen zu bringen und sich als Orchester ins Verhältnis zu drängenden Fragen unserer Zeit zu setzen“, erklärt Beat Fehlmann seine Motivation. Chefdirigent Michael Francis betont zudem die gemeinschaftsstiftende Kraft der Musik: „Sie ist ein erstaunliches Medium, das die Gesellschaft zusammenbringt. Musik stärkt die Empathie für andere Menschen, sie kann ein Spiegel sein, um uns selbst zu erkennen und ist gleichzeitig ein Kompass, der uns aus der Krise hilft.“

Insgesamt 138 Konzerte an mehr als 30 Spielstätten im In- und Ausland stehen in der Saison 22–23 auf dem Programm. Um möglichst viele Menschen mit ihrer Kunst zu erreichen, stellt die Staatsphilharmonie in 72 Eigenveranstaltungen und 66 Gastkonzerten die sinfonische Versorgung der Region sicher. Als Botschafterin für Rheinland-Pfalz wirkt sie zudem weit über die Landesgrenzen hinaus: Erneut begleitet die Staatsphilharmonie Startenor Jonas Kaufmann auf seiner Tournee. Stationen sind unter anderem die Isarphilharmonie in München, die Philharmonie in Berlin oder die Alte Oper in Frankfurt. Orchesterkonzerte führen die Staatsphilharmonie darüber hinaus in renommierte Häuser wie die Tonhalle in Zürich, das Concertgebouw in Amsterdam und die Philharmonie in Köln. Chefdirigent Michael Francis ist in der Saison 22–23 regelmäßig am Pult des Orchesters zu erleben:
21 Projekte finden unter seiner Leitung statt, darunter eine CD-Produktion mit Beethovens 9. Sinfonie in der Bearbeitung von Gustav Mahler. Da die Staatsphilharmonie in der Vergangenheit bereits die ebenfalls von Mahler arrangierten Beethoven-Sinfonien mit den Nummern 3, 5 und 7 aufgenommen hat, ist zum Ende der Saison die Veröffentlichung des kompletten Zyklus‘ beim Label Capriccio geplant.

„Mit ihrem Programm für die Spielzeit 22–23 weckt die Deutsche Staatsphilharmonie das Interesse an außergewöhnlichen Konzertereignissen. Daraus stechen die Konzerttournee mit dem Startenor Jonas Kaufmann und die interessant gestalteten Programme der Gastkonzerte und Konzertreihen besonders hervor. Künstlerische Höhepunkte versprechen auch die Festivals Modern Times zu Beginn und das Musikfest Speyer gegen Ende der Saison zu werden. Die Kooperation der Staats-philharmonie mit dem Bachchor Mainz lässt eine beispielhafte Aufführung des Verdi-Requiems auf höchstem Niveau erwarten. Ich freue mich zusammen mit allen Zuhörerinnen und Zuhörern auf die Konzerte der Deutschen Staatsphilharmonie in der Spielzeit 22–23, betont Kulturministerin Katharina Binz.

Festivals und Abonnement-Konzerte
Traditionell beginnt die Saison mit dem Festival Modern Times, das sich in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal jährt und Werke aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, der Gründungszeit des Orchesters, in den Fokus rückt. Für eine Aufführung von Strawinskys „Sacre du Printemps“ mit Moderation, Film und Tanz erschließt das Orchester mit der Friedrich-Ebert-Halle neben dem Rosengarten und der Friedenskirche eine neue Festival-Spielstätte.
Beim Musikfest Speyer zum Ende der Saison stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt. Geprägt ist das Festival zudem einmal mehr durch den international renommierten Pianisten Joseph Moog, der in der Pfalz aufgewachsen ist.
Die fünf Philharmonischen Konzerte im Pfalzbau zeichnen sich durch namhafte Werke wie Tschaikowskys „Pathétique“, Beethovens „Neunte“ oder Brahms‘ 2. Klavierkonzert aus. Zum Saisonabschluss ist ein „Wunschkonzert“ geplant. Für die Programmgestaltung sind alle Abonnent*innen aufgefordert, ihr Lieblingswerk einzureichen.
Bei den Mannheimer Meister*innenkonzerten steht die ganze Bandbreite sinfonischer Musik bis ins 21. Jahrhundert auf dem Programm: Blockflötist Maurice Steger musiziert und dirigiert zum Auftakt der Reihe Werke von Bach, Vivaldi, Hosokawa und Mozart. Bei den folgenden Konzerten stehen Kompositionen von unter anderem Ernst von Dohnányi, Antonín Dvořák, Fazil Say oder Gustav Mahler auf dem Programm.
Die von den Musiker*innen eigenverantwortlich geplante Reihe SO um 5 stellt Kammermusik aus allen Epochen in Aussicht. In wechselnden Formationen präsentieren Mitglieder des Orchesters sowie Gäste ihre Lieblingsstücke.

Mittendrin
Nachdem der Tag der offenen Tür coronabedingt zweimal ausfallen musste bzw. nur eingeschränkt stattfinden konnte, lädt die Staatsphilharmonie alle Interessierten ein, am 17. September ab 11 Uhr einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Bei freiem Eintritt bietet sich die Gelegenheit, ein familiengerechtes Programm zu genießen und mit den Musiker*innen ins Gespräch zu kommen. Ebenfalls in der Philharmonie findet die interkulturelle Reihe Ad.Agio statt. Das von der BASF unterstütze Konzert Merregnon: Land of Silence richtet sich an ein Publikum mit Affinität für Videospiele. Beim Veranstaltungsprogramm „Lebenskunst“ der Bundesgartenschau Mannheim gestaltet die Staatsphilharmonie in Kooperation mit dem Mannheimer Capitol einen vierteiligen Orchesterzyklus, der sich mit den BUGA-Leitthemen „Klima“, „Umwelt“, „Energie“ und „Nahrungssicherung“ auseinandersetzt.

Kinderkonzerte
26 Konzerte richten sich explizit an Kinder zwischen 0 und 12 Jahren. Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten Veranstaltungsvolumens. Die Produktionen, die unter der Ägide von Musikvermittlerin Heike Schuhmacher entstehen, finden nicht nur in Ludwigshafen statt, sondern touren auch nach Kaiserslautern, Landau, Neustadt, Speyer, Worms und Wörth. Probenbesuche und Veranstaltungen im interaktiven Musikmuseum „Klangreich“ ergänzen die Kinderkonzerte der Staatsphilharmonie.

Digitales
Mit den digitalen Angeboten verlängert die Staatsphilharmonie die Begeisterung für die Musik in den virtuellen Raum und entwickelt den gesellschaftlichen Stellenwert von Musik weiter. Exemplarisch zu nennen ist hier die vielfach ausgezeichnete Webseite www.junge-klassik.de, die seit dem 21. März 2022 nach einem umfassenden Relaunch eine attraktive Ergänzung der analogen Musikvermittlung darstellt. Durch virtuelle Touren in 360°-Optik wird der digitale Zwilling der Staatsphilharmonie zum Begegnungsort für digitale und hybride Zusammenkünfte.
Mit der Webseite www.perspektive-360.de ist ein innovatives digitales Konzertangebot entstanden, bei dem mithilfe von 360°-Kameratechnik unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden können, die auch den akustischen Höreindruck verändern. Die digitale Chronik, die Webseite www.staatsphilharmoniker.de, der digitale Probenbesuch, das digitale Klassenzimmer, Keynotekonzerte, die App Soundhunters sowie zwei Podcast-Reihen komplettieren das digitale Angebot der Staatsphilharmonie.

Engagement
Musik auch jenseits etablierter Konzertformate in der Gesellschaft zu verankern, entspricht den Zielen der Staatsphilharmonie. Neben der Förderung junger Musiker*innen in der Ernst-Boehe-Akademie können sich musikinteressierte Schüler*innen beim Jugendklub anmelden. Die Staatsphilharmonie befindet sich in einem stetigen Öffnungsprozess: Durch das Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes entstehen diversitätsorientierte Projekte. Dazu gehört auch die Gründung des BPoC-Gremiums Stadtphilharmonie, das dem Orchester bei vielfaltssensiblen Themen beratend zur Seite steht, sowie das transkulturelle Ensemble Colourage. Darüber hinaus werden die Themen Klimawandel und Umweltschutz noch stärker in der Institution verankert. Musiker*innen der Staatsphilharmonie haben mit den Cleaning Birds eine Gruppe gegründet, die in Ludwigshafen und der Region regelmäßig Müll sammelt. Zudem schlossen sich die Musiker*innen der Staatsphilharmonie der bundesweiten Initiative Orchester des Wandels an.

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