Heidelberg – „Wir wollen, dass junge Menschen in der Stadt konsequent mitgedacht werden!“ Das neue Büro „Junges Heidelberg“ ist künftig zentrale Anlaufstelle für junge Themen


Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – In der Heidelberger Stadtverwaltung gibt es seit 1. März 2022 das Büro „Junges Heidelberg“. Hier laufen künftig die Fäden für alle Themen zusammen, die junge Menschen in Heidelberg betreffen. Das Büro ist Anlaufstelle für junge Menschen unter Dreißig und für all diejenigen, die mit jungen Menschen oder für junge Menschen arbeiten. Es ist direkt bei Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen angesiedelt und übernimmt eine Querschnittsaufgabe in der Verwaltung. Ansprechpartnerin im Büro „Junges Heidelberg“ ist die 30-jährige promovierte Soziologin Corinna Uebel. Das Büro startet zunächst als virtuelles Format und wird dort in der Stadt unterwegs sein, wo es „junge“ Themen gibt. Im Blick hat Corinna Uebel dabei nicht nur Kinder oder Jugendliche bis 18 Jahre, sondern auch Auszubildende, Studierende oder junge Berufseinsteigerinnen und -einsteiger.

Jüngste Stadt Deutschlands soll spürbar werden

„Statistisch gesehen ist Heidelberg die jüngste Stadt Deutschlands. Unser Ziel ist es, dass das auch im Stadtbild sichtbar und im Angebot für junge Menschen spürbar wird. Unsere Stadt soll lebenswert für sie sein“, erklärt Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen. Deshalb setzt sie mit dem Büro einerseits auf einen vereinfachten Zugang, junge Themen in die Stadtverwaltung einzuspeisen. Andererseits möchte sie erreichen, dass junge Menschen in der Stadt konsequent mitgedacht werden – beispielsweise bei der Entwicklung von Stadtquartieren oder der Schaffung neuer Freizeitangebote. „Wir haben unsere Stadt noch nicht stringent durch die Brille junger Menschen gesehen“, sagt Jansen. „Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt eine Anlaufstelle haben, die junge Themen im Blick hat und deren Umsetzung konsequent verfolgt.“

Corinna Uebel ist das Gesicht des Büros „Junges Heidelberg“

„Junge Menschen sind die Experten für jugendbezogene Themen und sollten auch so anerkannt werden“, sagt Corinna Uebel. Sie ist künftig das Gesicht des Büros „Junges Heidelberg“. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendgemeinderat strebt Uebel genauso an, wie mit jungen Menschen, die in anderen Gruppen organisiert sind. Für sie ist klar: „DIE jungen Menschen als homogene Gruppe gibt es nicht. Einen 24-jährigen Studenten bewegen eben andere Themen als eine 16-jährige Heidelberger Schülerin, die gerade auf der Suche nach einer hippen Feier-Location ist oder einen 14-Jährigen aus Spanien, der mit seinen Eltern frisch in die Stadt gezogen ist und neue Freunde sucht.“

Der Herausforderung, die diese Diversität mit sich bringt, will sich Corinna Uebel gerne stellen. Dass sie die Stadt seit längerem kennt, ist dafür von Vorteil. Einen Teil des Studiums hat sie in Heidelberg absolviert, sodass ihr auch die Universität und die Pädagogische Hochschule mit allem, was Studierende umtreibt, nicht fremd sind. Bei ihrer bisherigen Tätigkeit beim Amt für Schule und Bildung war sie zuständig für das Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf. Viele Akteurinnen und Akteure aus dem Jugendbereich kennt sie daher bereits.

Damit startet das Büro Junges Heidelberg

Als Schwerpunkte für die ersten Monate hat das Büro „Junges Heidelberg“ folgende Themen auf der Agenda:

Kulturelle Angebote und Feiermöglichkeiten: Neben dem Ausbau von Feiermöglichkeiten für Jugendliche unter 18, will das Büro Junges Heidelberg auch die über 18-Jährigen in den Blick nehmen und schauen, wo es in Heidelberg für diese Zielgruppe noch Angebote braucht.
Beteiligung und Mitgestaltung: Beteiligungs- und Mitspracheangebote gibt es in Heidelberg in vielen Bereichen. Die Koordinierungsstelle „Kinder und Jugendbeteiligung“ hat hier eine zentrale Rolle. Perspektivisch sollen junge Menschen sich über unterschiedliche Formate beteiligen und Projekte konkret mitgestalten können.
Kommunikation und Vernetzung: Um in einen guten Dialog mit jungen Menschen zu kommen, sollen bestehende Netzwerke verknüpft und Kanäle identifiziert werden, über die Jugendliche in Heidelberg flächendeckender erreicht werden können.

Die Schwerpunktthemen werden innerhalb der Verwaltung und verwaltungsübergreifend in Arbeitsgruppen weiterentwickelt und mit den Jugendlichen diskutiert.

Kontakt

Wer Themen oder Projektideen einbringen möchte, die junge Menschen in Heidelberg betreffen, kann sich wenden an: Büro „Junges Heidelberg“, Dr. Corinna Uebel, Rathaus, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg, Telefon 06221 58-20340, E-Mail: junges-heidelberg@heidelberg.de

Hintergrund: Heidelberg ist mit einem Durchschnittsalter von 39,9 Jahren die jüngste Stadt Deutschlands. Ein im Vergleich der Stadtteile überdurchschnittlich hoher Anteil unter 18-Jähriger lebt in den Stadtteilen Bahnstadt und Emmertsgrund (jeweils mehr als 20 Prozent). Die höchsten Anteile 18- bis unter 30-Jähriger an der Bevölkerung leben in der Altstadt (34,1 Prozent), der Bahnstadt (29,9 Prozent) und in Bergheim (29,8 Prozent).

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